Buch Blog

„Love and Gelato“

von Jenna Evans Welch; Band 1

„Ein Sommer in Italien – letzte Wünsche, erste Liebe und ganz viel Stracciatella!“

„Das Land von Gelato und Amore! Doch Lina ist nicht in Urlaubsstimmung. Sie ist nur in die Toskana gereist, um ihrer Mutter den letzten Wunsch zu erfüllen. Aber dann bekommt sie das alte Tagebuch ihrer Mom in die Hände, das von deren Zeit in Italien erzählt. Plötzlich erschließt sich Lina eine Welt aus romantischen Kunstwerken, magischen Bäckereien – und heimlichen Affären. Dabei stößt sie auf eine tragische Liebesgeschichte und ein Geheimnis, das nicht nur ihr Leben verändern wird…“

„Eine mitreißende Geschichte über Familie, Romantik und was es wirklich bedeutet, geliebt zu werden.“

Booklist Online

Nach Abschluss der 10. Klasse reist Lina in die Toskana, um bei Howard zu wohnen. Er ist ein alter Freund ihrer Mutter. Ihr Wunsch war es, dass Lina ihn kennenlernt. Doch Lina ist anfangs nicht sehr begeistert von dieser Idee. Wenn er ihr Vater ist, warum hat Linas Mutter ihr erst in ihren letzten Lebensmonaten von ihm erzählt und warum klangen die Geschichten mehr danach, dass die beiden nur gut befreundet sind? In der Toskana angekommen, lernt sie beim Joggen Ren kennen. Er zeigt ihr Florenz und gemeinsam erleben sie die Geschichte ihrer Mutter, welche in einen Tagebuch von dieser festgehalten wurde. Ein unvergesslicher Sommer mit Liebe, Eis und Familiengeschichte beginnt.

Ich habe mich total in diese Geschichte verliebt. Lina ist eigentlich noch gar nicht bereit, den Tod ihrer Mutter zu akzeptieren. Doch in Italien, mit den Tagebucheinträgen ihrer Mutter fällt es ihr zunehmend leichter. Immerhin besucht sie dieselben Orte, an denen ihre Mutter war. In Ren hat sie nach kurzer Zeit einen wahren Freund gefunden, der ihr immer wichtiger wird. Das hat mir sehr gut gefallen. Die beiden waren in ihrem Umgang miteinander sehr natürlich. Sie haben sich so verhalten, wie man es sich vorstellt, sodass es nicht kitschig wird. Für mich war das sehr angenehm, weil es eben nicht so eine Standartentwicklung, beziehungsweise nicht so klischeehaft war. Gut umgesetzt fand ich auch den Umgang mit dem Tod eines engen Familienmitglieds, da dem Leser mitgeteilt wurde, dass es okay ist, traurig zu sein, und man alle Zeit der Welt hat und selbst entscheiden kann, wie schnell man sich anderen Menschen öffnet und in den Alltag zurückkehrt. Der Schreibstil war trotz dieser großen Emotionalität locker und leicht und mit viel Witz in den richtigen Dossierungen an den richtigen Stellen. Es wurden sehr humorvolle Vergleiche benutzt, um bestimmte Situationen darzustellen, was wiederum gut zum Alter der Protagonistin gepasst hat. Italien als Schauplatz war perfekt. Ich habe beim Lesen richtig Fernweh bekommen. Ich wollte am liebsten direkt los und diese wunderschöne Landschaft mit eigenen Augen sehen. Insgesamt habe ich mich unglaublich wohlgefühlt beim Lesen und ich konnte gut entspannen. Ich gebe 4 von 5 Sterne, da mir einfach noch ein bisschen mehr Tiefgründigkeit gefehlt hat. Aber das ist nur minimal negativ. Ich finde das Buch verdient mehr Aufmerksamkeit.

„Love & Gelato“ von Jenna Evans Welch ist der erste Band der „Love & other Drugs“ Reihe. Das Buch erschien im Juni 2017 bei HarperCollin YA!, hat 381 Seiten, kostet 16,00 € [D] und du findest es unter der ISBN 978-3-95967-091-3. Du kannst das Buch auch als E-Book erhalten (siehe: Love & Gelato – E-Book | DRAGONFLY – so bunt wie das Leben — Verlagsgruppe HarperCollins Deutschland GmbH).

„Zimmer 19“

von Marc Raabe; Band 2

„Zimmer 19“ ist der zweite Band einer Trilogie. Ich empfehle dir, erst den ersten Band zu lesen, auch wenn ich finde, dass der zweite Band durchaus auch eigenständig gelesen werden kann, da das Hauptthema der Geschichte keine Verbindung zum ersten Band hat.

„Mord vor laufender Kamera“

„Auf der Eröffnungsveranstaltung der Berlinale wird zum Entsetzen aller ein Snuff-Film gezeigt. Das Opfer: Die Tochter des Bürgermeisters Otto Keller. Tom Babylon vom LKA und Psychologin Sita Johanns ermitteln unter Hochdruck. Doch eine Gruppe von Prominenten um Keller mauert. Was hat der Bürgermeister zu verbergen? Und wer ist die Zeugin, die aussieht wie Babylons Schwester? Die Ereignisse überschlagen sich, als ein weiterer Mord passiert. Plötzlich stellt Sita Johanns fest, es gibt eine Verbindung zwischen ihr und den Opfern: Ein furchtbares Ereignis in ihrer Jugend – und die Zahl Neunzehn.“

Die Polizei und die Teilnehmer der Berlinale sind geschockt. Eine so abscheuliche Tat, die Ermordung einer Person aufgenommen und der Öffentlichkeit gezeigt, kennt man in Berlin nicht. Als Tom Babylon und sein Team die Ermittlungen aufnehmen, ergeben sich große Hürden. Nicht nur Zeugen und Opfer spielen mit verdeckten Karten, sondern auch einige hohe Tiere der Exekutive haben ihre Geheimnisse. Fest steht, die Ermittlungsarbeit ist gar nicht so einfach. Tom Babylon beginnt neben den offiziellen Ermittlungen auch geheime und bringt sich und Sita nicht nur in eine Gefahr. Während sie die Spur eines kaltblütigen Mörders verfolgen, müssen sie sich immer fragen, wem sie vertrauen können.

Wow. Krass. Ich bin einfach nur sprachlos. Mir hat der erste Band „Schlüssel 17“ schon gut gefallen. Aber das Buch hat das noch einmal getoppt. Wo bleibt da noch Platz für eine Steigerung im nächsten Band? Ich bin gespannt. Ich bin vor allem fasziniert davon, wie geschickt Marc Raabe die Vergangenheit mit der Gegenwart verknüpft hat. Wie die Ursache des Falles in der Gegenwart in der Vergangenheit liegt. Wie sich Sitas Vergangenheit, die in diesem Band näher beleuchtet wird, mit der Vergangenheit von Tom aus dem ersten Band ergänzt. Auf welche Weise man den Charakter von Sita kennenlernt, obwohl man glaubt sie schon zu kennen. Wie unglaublich gut ihre Erlebnisse der Vergangenheit ausgearbeitet sind, dass sie die Sita darstellen, die man in Band eins kennengelernt hat, und die man in Band zwei auf ihrer persönlichen Entwicklung begleitet. Aber nicht nur die Ausarbeitung der Charaktere und deren Stimmigkeit hat mich fasziniert. Beindruckt bin ich auch von der Grundidee des Buches. Da kann ich leider, leider nicht viel zu sagen, da es sonst den größten Teil der Geschichte spoilern würde. Nur so viel: Die Wendungen und Verknüpfungen haben mich immer wieder überrascht. DDR-Zeit und Gegenwart werden verbunden und bilden so einen unglaublichen Handlungsspielraum, in dem so viele Ereignisse passieren. Wie auch schon in Band 1 wird die Bedeutung des Titel erklärt, aber ganz am Ende. Lies selbst! 😉 Die Geschichte nimmt erst nach und nach so richtig Spannung auf, aber ich fand es am Anfang trotzdem nicht langatmig oder nicht spannend. Mir ist es am Anfang einfach leichter gefallen, nach einem Kapitel zu unterbrechen und am nächsten Tag weiterzulesen. Dann kam eine lange spannende Stelle und danach eine kurze „Entspannung“, bis es wieder sehr spannend wurde. Gerade bei Krimis oder Thrillern muss ich aufpassen, dass ich das Buch nicht am Stück „wegsuchte“ und dadurch bis zwei Uhr nachts lese. Deshalb brauche ich solche „Entspannungs-Stellen“. Einfach um zu unterbrechen und dann wieder weiterzulesen. Der Schreibstil war angenehm und flüssig. Manchmal musste ich aufpassen, dass ich bei Kapitelanfängen weiß, aus wessen Sicht gerade erzählt wird.

„Zimmer 19“ ist der zweite Band für Tom Babylon von Marc Raabe. Das Buch erschien September 2019 im Ullstein Taschenbuchverlag, hat 519 Seiten, kostet 10,00 € [D] und du findest es unter der ISBN 978-3-548-28915-1. Diese Angaben beziehen sich auf das Taschenbuch (sowohl Zimmer 19 (Tom Babylon-Serie 2) – Taschenbuch | ULLSTEIN (ullstein-buchverlage.de) als auch Angaben auf Buch).

„Silber – das zweite Buch der Träume“

von Kerstin Gier; Band 2

Da dies Band 2 ist, der auf den ersten Band aufbaut, bitte ich dich, dass du zuerst Band 1 liest. Sonst könntest du Teile der Handlung nicht verstehen.

„Liv ist erschüttert: Secrecy kennt ihre intimsten Geheimnisse. Woher nur? Und was verbirgt Henry vor ihr? Welche düstere Gestalt treibt nachts in den endlosen Korridoren der Traumwelt ihr Unwesen? Und warum fängt ihre Schwester Mia plötzlich mit dem Schlafwandeln an?

Albträume, mysteriöse Begegnungen und wilde Verfolgungsjagden tragen nicht gerade zu einem erholsamen Schlaf bei, dabei muss Liv sich doch auch schon tagsüber mit der geballten Problematik einer frischgebackenen Patchwork-Familie samt intriganter Großmutter herumschlagen. Und der Tatsache, dass es einige Menschen gibt, die noch eine Rechnung mit ihr offen haben – sowohl tagsüber als auch nachts…“

Silber – Das zweite Buch der Träume – Kerstin Gier | S. Fischer Verlage

Liv ist über beide Ohren verliebt und total glücklich. Doch Henry scheint ihr nicht vollkommen zu vertrauen. Warum nur? Liv möchte ihm helfen und eckt dadurch nicht selten bei ihm an. Doch als Mia mit dem Schlafwandeln beginnt, halten sie zusammen. Denn derjenige, der scheinbar Mia dazu bringt, schlafzuwandeln, ist ihr Feind. Und sie müssen so schnell wie möglich herausfinden, wer das ist. Bevor etwas schlimmes passiert. Aber nicht nur in der Traumwelt hat sie Probleme. Denn das Leben in einer Patchworkfamilie ist gar nicht so einfach. Vor allem, wenn die neue Schwester sie nicht wirklich leiden kann. Mit Grayson, ihrem neuen Bruder, versteht Liv sich allerdings sehr gut. Schafft sie es alle Probleme unter einen Hut zu bringen?

Ich habe mich beim Lesen sehr wohlgefühlt. Das lag vor allem an dem angenehmen Schreibstil und an Kerstin Giers unverwechselbaren Humor. Liv hat einen großen Haufen an Problemen und versucht diese geschickt zu lösen, wobei sie sich doch ab und an ein wenig dämlich anstellt. Aber diese Szenen haben das Lesen auch angenehm gestaltet. Wer mag es denn nicht, beim Lesen ab und an über die Handlung der Protagonistin oder des Protagonisten schmunzeln zu können? Der Schreibstil war locker, leicht und einfach verständlich. Selbst wenn ich mal einen Tag nicht lesen konnte, bin ich schnell in wieder in die Geschichte gekommen. Liv war mir sympathisch auch wenn ich ein oder zwei Handlungen von ihr, beziehungsweise ihre Reaktion auf ein oder zwei Geschehnisse, etwas übertrieben fand. Gleichzeitig habe ich mir auch gedacht, dass es einfach an Schlafmangel liegen kann. Da reagiert man meist etwas dramatischer als im ausgeschlafenen Zustand. Kenne ich selbst. 🙂 Den actiongeladenen und spannenden Teil der Geschichte fand ich abwechslungsreich in Bezug auf den Rest der Geschichte und das hat dem Buch noch mal etwas besonderes gegeben. Gut gefallen haben mir wieder die Einschübe des Tittle-tattle-Blogs. Und auch einige Wendungen im Buch waren überraschend. Da das Wetter leider immer schlechter wird, war es gemütlich, das Buch in eine dicke Kuscheldecke eingekuschelt, zu lesen. Es hat gut von diesem schlechten Wetter ablenken können und ein Wohlgefühl erzeugt. Jeder der Charaktere war einfach sehr liebenswert – ausgenommen die „Bösewichte“ natürlich- und das Buch konnte mich verzaubern und mich wunderbar träumen lassen. Achtung für alle die meine Spoilerwarnung am Anfang nicht ernst genommen haben: die nächsten Sätze solltet ihr wirklich nicht lesen, wenn ihr das Grundkonzept nicht kennt! Bitte! Ich habe abends oft über das Konzept mit diesem Traumkorridor und den Traumtüren nachgedacht. Ich würde es einerseits extrem cool finden, wenn es das wirklich gibt, andererseits auch irgendwie gruselig. Ich würde nicht wollen, dass man einfach in meine Träume spazieren könnte… Aber da gibt es ja auch noch Möglichkeiten, das zu verhindern. Vielleicht hast du deine Traumtür gefunden, dann kannst du gerne schreiben, wie sie aussieht. Spoilerende. Da mich das Buch gut unterhalten hat, vergebe ich 4 von 5 Sterne.

„Silber – das zweite Buch der Träume“ ist der zweite Band der „Silber“-Reihe von Kerstin Gier. Das Buch erschien 2014 im Fischer Jugendbuch Verlag. Es hat 416 Seiten, du kannst es unter der ISBN 978-3-8414-2167-8 finden und es kostet 19,99 € [D]. Die Angaben beziehen sich auf die Hardcoverversion (entommen, 12.10.2021: Silber – Das zweite Buch der Träume – Kerstin Gier | S. Fischer Verlage).

„Opal. Schattenglanz“

von Jennifer L. Armentrout; Band 3 der „Obsidian“-Reihe

Das dies der dritte Band ist, bitte ich dich, dass du dir zuerst die Rezension des ersten (Obsidian – Schattendunkel) und des zweiten Bandes (Onyx – Schattenschimmer), beziehungsweise die Bücher, durchliest. Ich werde nämlich nicht darum herumkommen, zu spoilern.

„Auf den ersten Blick ist alles perfekt: Dawson lebt noch und niemand scheint nach ihm zu suchen. Katy wehrt sich nicht länger gegen ihre Gefühle für Daemon und alles könnte so schön sein – aber es ist nur die Ruhe vor dem Sturm. Plötzlich ist Blake zurück und mit ihm ein gewagter Plan. Zu Katys großem Erstaunen bittet er sie um Hilfe. Katy weiß nicht, was sie tun soll, denn Blake ist nicht zu trauen, das hat sie schon einmal schmerzlich zu spüren bekommen. Doch für ihr Freunde – und für Daemon – würde sie alles tun. Selbst ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen.“

Katy ist hoffnungslos in Daemon verliebt und kann es jetzt auch zugeben. Ihr ist es egal, dass er ein Alien ist und sie beiden dadurch in große Gefahr geraten können. Daemons Bruder Dawson geht es trotz seiner Erlebnisse ganz gut. Seine einzige Sorge ist jedoch seine große Liebe Beth. Sie befindet sich immer noch in den Händen des Verteidigungsministeriums und des seltsamen inneren Zirkels Dädalus. Dawson und seine Geschwister und Katy erarbeiten einen gewagten Plan. Wird die Rettungsmission Erfolg haben?

Der Klappentext des Buches klingt echt spannend. Was für ein Plan? Was hat Blake vor? Was passiert jetzt überhaupt? Ich habe mich eigentlich sehr gefreut, das Buch zu lesen, aber ich wurde ziemlich enttäuscht. Statt einer spannenden, actiongeladenen Mission hat mich eine fast schon ausschließlich Young/New Adult Geschichte erwartet. Der Fokus lag fast gar nicht auf dem Fantasy Element, sondern mehr auf der Beziehung zwischen Daemon und Katy. Was hat mich da am meisten gestört? Eigentlich mag ich Romance-Geschichten ja auch ganz gerne, aber wenn ein Buch von anderen Personen mehr in das Fantasy Genre eingeordnet wird, dann darf ich doch auch erwarten, dass mich Fantasy erwartet und das nicht nur als so eine kleine Randstory, fast schon Backgroundstory. Dann ein weiterer Punkt: Das Buch hat etwas mehr als 400 Seiten und Katy erzählt geschätzte 350 Seiten oder mehr davon, wie sehr sie Daemon liebt, wie großartig er doch ist, wie unbeschreiblich schön es ist ihn zu berühren, abends neben ihm einzuschlafen und so weiter und so weiter. Dabei ist dieser Inhalt nicht verschieden gestaltet, also mit einer großen Varietät an Worten versehen. Nein, sie benutzt sehr häufig, viel zu häufig, dieselben Worte, manchmal sogar dieselben Sätze. Ich muss sagen irgendwie ging mir das nach den ersten 200 bis 250 Seiten auf die Nerven. Dieses ursprüngliche Ziel, wurde komplett zu einer Nebensache. Grob gesagt, ging es schon fast gar nicht mehr darum, zumindest meiner Meinung nach. Auf Goodreads (Goodreads | Treffen Sie Ihr nächstes Lieblingsbuch) und anderen Plattformen hat das Buch fast durchgängig gute bis sehr gut Bewertungen. Das ist voll in Ordnung, auf mich trifft das dann wohl eher nicht zu. Vielleicht waren meine Erwartungen auch einfach zu hoch, weil ich gedacht habe, es sei Fantasy, was es ja auch ist, nur nicht in diesem Ausmaß wie man es vielleicht gewohnt ist, wie ich es gewohnt bin. Es gab auch Kleinigkeiten, die ich gut fand. Das Buch war also nicht komplett schlecht. Zum Beispiel haben mir die Szenen gut gefallen, in denen es um Katys Liebe zu Büchern und dem Bloggen ging. An manchen Stellen hat sie Vergleiche mit ihrer Leidenschaft eingebunden. Beispielsweise das Problem, eine halbe Ewigkeit auf den Folgeband warten zu müssen. Wer kennt das nicht? Es ist einfach ein grausames Gefühl. Solche Szenen haben dazu beigetragen, dass ich ab und an schmunzeln musste. Aber es gab auch richtig emotionale Szenen, die vor allem von eher negativen Gefühlen dominiert wurden. Bei solchen Stellen in ich nicht drum herum gekommen ein, zwei kleine Tränchen wegzublinzeln. Obwohl mich dieser ewig lange Romance Teil letztlich so dermaßen genervt hat, bin ich dennoch ziemlich schnell durch die Seiten gekommen. Sehr widersprüchlich, ich weiß. Ich verstehe selbst nicht so genau, was da los war… Zusammengefasst: lange Liebesstory, die mich irgendwann voll genervt hat, Bezüge zu Katys Leidenschaft fürs Lesen und Bloggen und emotionale Stellen, die mir gut gefallen haben, und ein schnelles „durch-die-Seiten-fliegen“. Ich weiß jetzt, dass die Bücher sehr viel Fokus auf dem Beziehungs- und Liebesteil haben können, sodass ich die zwei weiteren Bände mit weniger Erwartungen an das Fantasy-Element lesen werde. Ich bin einfach jemand, der Reihen ungern abbricht, weil ich dann doch irgendwie wissen will, wie es ausgeht. Und es sind ja nur noch zwei Bände der „Original“-Reihe, also die Zusatzreihen mal weggelassen. Das lässt sich schon schaffen. Wow. Ich muss jetzt aber erstmal diese Geschichte verarbeiten.😉 Ich kann diesem Buch leider nur 1,5 oder 2 Sterne geben. Ich schwanke noch so ein bisschen. Mir fällt es schließlich nicht leicht, ein Buch schlecht zu bewerten. Bisher habe ich nur Bücher gelesen, die mir gut bis sehr gut gefallen haben. Das ist „Opal“ scheinbar mal in die andere Richtung ausgewichen, haha.

„Opal. Schattenglanz“ ist der dritte Band der „Obsidian-Reihe“ von Jennifer L. Armentrout. Das Buch erschien 2015 im Carlsen Verlag, es hat 464 Seiten, kostet 19,99 € [D] und du kannst es unter der ISBN 978-3-551-58333-8 finden.

Up-date: „Spooktober – Tag“

Hier das Up-date zum Tag, den ich Anfang Oktober hochgeladen habe. Hinter der jeweiligen Aufgabe findest du die Bücher, welche die Aufgaben beantworten. Da ich in einem Monat zeitlich nicht 24 verschiedene Bücher lesen konnte, bzw. kann, werden einige Bücher mehrfach genannt. Dadurch kommt es aber auch vor, dass einige Aufgaben nicht beantwortet wurden.

Viel Spaß!

  1. Der Titel beginnt mit „O“. Ich habe „Opal“ von Jennifer L. Armentrout gelesen. Das ist der dritte Band der „Obsidian“-Reihe.
  2. Der Protagonist hat eine Katze. In „Silber“ hat die Protagonistin Liv dadurch, dass sie mit ihrer Familie zu dem Freund ihrer Mutter zieht, eine Katze. Eigentlich ist es ein Kater, aber ich denke das sollte auch zählen.
  3. Es spielt im Wald. In „Shelter“ gab es eine Szene, die in einem Wald stattgefunden hat.
  4. Die Charaktere tragen Verkleidungen oder Kostüme.
  5. Das Buch beginnt mit einem Mord. „Zimmer 19“ von Mark Raabe. Es wird ein Video abgespielt, auf dem ein vermeintlicher Mord gezeigt wird. Ob der Film echt ist, wer der Täter ist und was es mit dem kryptischen Satz am Ende des Videos auf sich hat, musst du selbst lesen. Hinweis: „Zimmer 19“ ist der zweite Band einer Trilogie, kann aber meiner Meinung nach unabhängig vom ersten Band gelesen werden.
  6. In dem Buch bewirkt die Hexe Chaos.
  7. Das Buch hat dich die ganze Nacht wachgehalten. „Zimmer 19“. Wer kennt die spannenden Stellen in Krimis oder Thrillern nicht. Wenn man nicht aufhören kann zu lesen, weil sich eine Unterbrechung gerade nicht anbietet, obwohl man am nächsten morgen früh raus muss…
  8. Das Buch hat ein orangenes oder schwarzes Cover. Bei mir hat „Silber-das zweite Buch der Träume“ ein schwarzes Cover, da ich alle drei Bände in einem Schuber besitze.
  9. Die Charaktere besuchen einen Friedhof. In „Love & Gelato“ wohnt die Protagonistin auf einem Friedhof. Der Friedhof gehört zu einer Gedenkstätte für gefallene Amerikaner aus dem zweiten Weltkrieg.
  10. Das Buch hat dich erschreckt/verschreckt. „Shelter“, das neue Buch von Ursula Poznanski, behandelt ein extrem aktuelles Thema und hat mich dementsprechend erschreckt. Aber nicht, weil irgendetwas wirklich gruseliges passiert ist, sondern die Thematik wirklich ernst zu nehmen ist und Augen öffnen kann.
  11. Ein Buch mit einem Vollmond.
  12. Ein Buch mit einem Totenkopf auf dem Cover.
  13. Ein von einem Freund ausgeliehenes Buch. „Zimmer 19“. Mir wurde der erste Band „Schlüssel 17“ von einer Freundin empfohlen. Sie hat mir das Buch auch ausgeliehen.
  14. Es spielt in einer magischen Welt.
  15. Ein Charakter verschwindet.
  16. Es spielt in einem Spukhaus.
  17. Ein Zauber(spruch) geht schief.
  18. Mit einem Kürbis auf dem Cover.
  19. Eine Romanze so süß wie Bonbons. Die Entwicklung von Ren und Linas Beziehung zueinander war angenehm und süß, aber nicht klischeehaft oder nervig.
  20. Spielt an Halloween.
  21. Ein Buch basierend auf oder inspiriert durch true crime.
  22. Der Protagonist ist kein Mensch oder ein Halb-Mensch. In „Opal“ ist die Protagonistin Halb-Alien-halb-Mensch. Wie es dazu gekommen ist,
  23. Ein Buch welches im Oktober erschienen ist. Ich habe „Shelter“ von Ursula Poznanski gelesen. „Shelter“ erschien am 13.10.2021.
  24. Eine Buch-Club Auswahl.

Die Rezensionen zu den gelesenen Büchern folgen in den nächsten Wochen. Wie üblich jeden Sonntagabend.

„PS: Ich mag dich“

von Kasie West

Die romantische Komödie von Erfolgsautorin Kasie West

Im Chemieunterricht kritzelt Lily eine Zeile aus ihrem Lieblingslied auf den Tisch – und erlebt eine Überraschung: Am nächsten Tag hat jemand geantwortet, der den Song auch kennt! Schnell entwickelt sich zwischen ihr und dem namenlosen Schreiber eine Brieffreundschaft. Sie tauschen Musiktipps und lustige Geschichten aus, aber auch geheime Wünsche und Sorgen. Mit jedem Zettel verliert Lily ihr Herz ein bisschen mehr an den Unbekannten. Doch als sie herausfindet, wer ihr da schreibt, wird alles plötzlich ziemlich turbulent.

Luftig-leicht, bezaubernd vergnüglich und rundherum schön – eine Liebesgeschichte zum Schwärmen und Schwelgen“

PS: Ich mag dich | Carlsen

In Lilys Kopf schwirren die Songzeilen nur so herum. In einem Notebook sammelt sie die angefangenen Lieder, doch sie hat noch keines fertig gestellt. Als sie die Songlyrics von einer ihrer Lieblingsbands auf einen Tisch kritzelt beginnt eine Brieffreundschaft. Diese eher außergewöhnliche Freundschaft hilft ihr dabei, den Alltag in ihrer chaotischen Familie irgendwie zu überstehen. Während Lily sich immer mehr dem geheimnisvollen anonymen Briefschreiber verbunden fühlt, muss sie herausfinden, wer das ist, bevor sie ihr Herz an ihn verliert. Ihre beste Freundin Isabel steht ihr dabei zur Seite.

Lily war mir von Anfang an sympathisch, was wahrscheinlich ihrer Liebe zur Musik geschuldet ist. Ich konnte mich selbst sehr gut mit ihr identifizieren. Ihre Leidenschaft Lieder zu schreiben, wurde durch das Einbeziehen von Liedtexten in das Buch vermittelt. Lilys und Isabels Freundschaft ist schön beschrieben. Beide sind füreinander da und wollen das Beste für die jeweils andere. Es gibt auch ein paar kleine Meinungsverschiedenheiten, aber die gehören nun mal dazu. Ohne diese hätte ich die Freundschaft der beiden sehr wahrscheinlich als zu harmonisch empfunden. Ohne zu viel zu verraten: Andere Personen, die im Buch auftreten, lernt man über die Geschichte kennen und auch lieben. Ich weiß nicht wie ich das, was ich eigentlich sagen will, so formulieren soll, dass es nicht zu viel verrät, deshalb bleibt es jetzt einfach bei diesem etwas kryptischen und seltsamen Satz. Ich denke, wenn man das Buch gelesen hat, versteht man dann doch, was ich meine. Ich habe die Geschichte auf Englisch gelesen, weil ich gerne mehr fremdsprachig lesen würde, aber mit einfacher Lektüre anfangen möchte. „PS: Ich mag dich“ (engl. „P.S. I like You“) ist einfach zu lesen. Ich hatte keine großen sprachlichen Schwierigkeiten, das Vokabular ist einfach und die Sätze in einer ansprechenden Länge. Ich denke, das dies ebenfalls auf die deutsche Ausgabe zutreffen wird. Aus diesem Grund habe ich den Schreibstil als angenehm empfunden. Mir hat die Geschichte rund um Lily und ihren anonymen Briefreund gut gefallen. Ich habe mich beim Lesen sehr wohlgefühlt und hatte sehr angenehme Lesestunden. Ich würde sagen, ich habe ein neues Wohlfühlbuch gefunden. Ich denke ich werde zukünftig noch mehr von Kasie West lesen. Ich vergebe 5 von 5 Sterne.

„PS: Ich mag dich“ von Kasie West erschien am 28.07.2017 im Carlsen Verlag. Es hat 368 Seiten, kostet 8,99 € [D] und hat die ISBN 978-3-646-92913-3. Die Angaben beziehen sich auf das E-Book ( siehe: PS: Ich mag dich | Carlsen). Die englische Ausgabe, welche ich besitze, erschien 2018 bei Scholastic, hat 332 Seiten, kostet ₤ 6,99 und hat die ISBN 978-1-407188-07-2.

„Die verborgenen Insignien des Pan“

von Sandra Regnier; Band 3

Dies ist der letzte Band der Trilogie. Damit dir Handlungselemente nicht vorweggenommen werden, solltest du zuerst den ersten Band („Das geheime Vermächtnis des Pan“) und den zweiten Band („Die dunkle Prophezeiung des Pan“) lesen.

„Eigentlich sollte sich Felicity ja glücklich schätzen. Nicht nur scheinen plötzlich sämtliche Jungen aus ihrer Schule an ihr interessiert zu sein, sie ist auch bereits mit dem bestaussehendsten Typen Londons verlobt. Nur leider ist die Verlobung schon vor Jahrhunderten arrangiert worden und ihr Zukünftiger der etwas zu charmante Halbelf Leander FitzMor, der viel zu vielen Frauen den Kopf verdreht. Felicity kann sich einfach nicht entscheiden, ob sie ihn lieber schlagen oder ihm doch endlich den alles verändernden Kuss geben soll. Zu allem Überfluss spitzt sich auch die Lage in der Anderwelt zu und wieder hängt alles von Felicity ab. Nur sie kann die für die Elfen so wichtigen Insignien finden, muss dafür aber ziemlich durch die Zeit reisen…“

Felicity gewöhnt sich langsam daran, dass sie mit Lee, einem Halbelf verlobt ist, und die Prophezeite ist, die die Elfenwelt retten soll. Nur hat sie noch nicht wirklich eine Vorstellung davon, wie sie das anstellen soll. Als sie dann auch noch herausfindet, wer sie wirklich ist, steht ihre Welt erneut Kopf. Aber Felicity wäre nicht sie, wenn sie damit nicht auch fertig werden würde.

Felicity hat sich über die Bücher sehr weiterentwickelt. Das hat mir gut gefallen, da sie jetzt selbstbewusster und schlagfertiger ist und sich nicht mehr hinter ihren Freunden versteckt. Obwohl sie mit ziemlich viel fertig werden muss, was man eigentlich nicht so gut wegsteckt, wirkt sie doch die ganze Zeit ziemlich gefasst und schöpft immer wieder Mut, weiterzumachen. Das fand ich sehr bemerkenswert, denn die ganze Zeit neuen Mut zu schöpfen, obwohl sich die Ereignisse überschlagen und die Welt, wie man sie eigentlich gewohnt ist, in Scherben liegen zu sehen, ist – denke ich – nicht gerade einfach. Auch die Entwicklung von Lee hat mir gut gefallen. Im ersten Band ist er noch sehr von sich selbst überzeugt, doch im Laufe der Bücher werden noch andere Eigenschaften von ihm sichtbar, die es mir leichter gemacht haben, ihn zu mögen. In einigen Passagen habe ich bemerkt, dass er durchaus dankbar ist, dass Felicity sich selbst so gut durchschlagen kann und sich nicht die ganze Zeit an ihn klammert. Besonders schön fand ich, dass sich die Entwicklung der Beziehung der beiden Hauptfiguren mehr auf die Charaktereigenschaften bezogen hat und es nicht nur stumpfes „Ich-mag-ihn/sie-weil-er/sie-verdammt-gut-aussieht“-Gerede war. Natürlich kam ein paarmal auch so ein ähnlicher Satz vor, aber solange es nicht zu viel ist, finde ich das völlig in Ordnung. Ich finde auch, dass so ein Satz in Büchern mit einer Liebesgeschichte durchaus berechtigt ist. Aber: Nicht zu oft! Insgesamt fand ich, dass dieser Band ein gelungener Abschluss der Trilogie war, der am Ende noch einige Überraschungen bereithielt. Außerdem fand ich es schön, dass historische Fakten oder auch Mythen in das Worldbuilding und die Geschichte eingeflossen sind. Mehr möchte ich gar nicht sagen… Ich vergebe 5 von 5 Sterne.

„Die verborgenen Insignien des Pan“ ist der dritte Band der „Pan“-Trilogie von Sandra Regnier. Das Buch erschien am 22.08.2014 im Carlsen Im.press Verlag. Es hat 368 Seiten, kostet 8,99 € [D] und du findest es unter der ISBN 978-3-551-31435-2. Die Angaben beziehen sich auf das Taschenbuch (Die Pan-Trilogie 3: Die verborgenen Insignien des Pan | Carlsen)

Ich habe eine E-Box mit allen drei Bänden der Trilogie (Die Pan-Trilogie: Band 1-3 | Carlsen).

„Keltenfeuer“

„Dass der Hügel hinter dem Bergmannhof ein gefährliches Geheimnis birgt, begreifen Kathrin und Léon als erste. Aber wie sollen sie es den Erwachsenen erklären, die der Traum von bedeutenden archäologischen Ausgrabungen, gar einem Schatz, blind und taub für alle Gefahren macht?

Eine Geschichte vom Einbruch des Unerklärlichen in eine ganz normal erscheinende Welt – Spannung pur! „

Klappentext meiner Ausgabe

„Dietlof Reiche hat, was ein herausragender Kinderbuchautor dringend braucht: eine wache, scharfe, lebendige Erinnerung an die Zeit, da er selbst noch nicht erwachsen war.“

Die Zeit

Kathrin glaubt nicht daran, dass der Hügel hinter ihrem zu Hause bewohnt ist. Jedenfalls so lange nicht, bis sie eine Keltin sieht und beobachtet, wie diese im Hügel verschwindet. Leider kann sie davon niemandem erzählen. Bis Léon, Feriengast bei den Beckmanns, einen Keltenjungen sieht. Die beiden wissen sofort, dass sie die Erwachsenen warnen und davon überzeugen müssen, den Hügel in Ruhe zu lassen. Das gestaltet sich jedoch schwieriger als gedacht. Denn wie soll man Erwachsenen erklären, dass in dem Hügel zwei Kelten wohnen, die am besten in Ruhe gelassen werden, da sonst etwas schlimmes geschieht? Doch Léon und Kathrin geben so leicht nicht auf. Ein spannender Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Zu Beginn wird uns ein Abschnitt der Geschichte aus der Sicht des Keltenmädchens geschildert. Darauf folgt die Geschichte, die aus mehreren Perspektiven geschildert wird. Dabei wird diese ab und an unterbrochen und erlebt die Geschehnisse aus Sicht der Kelten beziehungsweise bekommt durch diese Hintergrundinformationen, warum diese überhaupt in dem Hügel sind und was deren Aufgabe ist. Kathrin und Léon sind tapfer und handeln klug. Gleichzeitig suchen sie nach einem Weg, den Erwachsenen die Gefahr zu erklären. Immerhin wissen sie, weil sie die Zeichen der Kelten deuten, dass diese nicht gerade freundlich gesinnt sind. Obwohl die beiden erst 12 Jahre alt sind und ihr Handeln größtenteils diesem entspricht, empfand ich die Sprache der beiden nicht kindlich genug. Der Satzbau und auch einige Worte entsprechen meiner Meinung nach nicht dem Ausdruck eines Kindes/Jugendlichen. Es passt mehr zu einem Erwachsenen, beziehungsweise mehr in die Vergangenheit. Beim Lesen bin ich deshalb an manchen Stellen über die Formulierungen gestolpert. Insgesamt hat mir die Geschichte jedoch gut gefallen, da es eine etwas andere Fantasy Geschichte ist. Die Kelten kommen in die Gegenwart und lernen unsere Welt kennen, d.h. die gesamte Geschichte spielt in unserer Zeit. Die Geschichte ist gut durchdacht und in sich schlüssig. Ich gebe 3,5 von 5 Sternen.

„Keltenfeuer“ von Dietlof Reiche erschien 2006 als Taschenbuch bei Reihe Hanser (dtv). Es hat 396 Seiten, kostet 8,00 € und du findest es unter der ISBN 978-3-423-62269-5. Die Angaben beziehen sich auf das Taschenbuch aus meinem Besitz.

„Saeculum“

von Ursula Poznanski

„Du denkst, es ist eine harmlose Reise in die Vergangenheit, ein Spiel. Doch dann greift die Vergangenheit nach dir und gibt dich nicht mehr frei. Ist tatsächlich ein uralter Fluch wiedererwacht?“

Klappentext

„Fünf Tage im tiefsten Wald, die nächste Ortschaft kilometerweit entfernt, leben wie im Mittelalter – ohne Strom, ohne Handy -, normalerweise wäre das nichts für Bastian. Dass er dennoch mitmacht bei diesem Liverollenspiel, liegt einzig und allein an Sandra. Als kurz vor der Abfahrt das Geheimnis um den Spielort gelüftet wird, fällt ein erster Schatten auf das Unternehmen: Das abgelegene Waldstück, in dem das Abenteuer stattfindet, soll verflucht sein. Was zunächst niemand ernst nimmt, scheint sich jedoch zu bewahrheiten, denn aus der harmlosen Reise in die Vergangenheit wird plötzlich ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit. Liegt tatsächlich ein Fluch auf dem Wald?“

„Zum Inhalt“, Seite 2

Bastian ist Medizinstudent und hat mit dem Mittelalter nichts am Hut. Doch er lässt sich von Sandra überreden, an einem Live-Rollenspiel mitten im tiefsten Wald teilzunehmen. Schon der Beginn der Reise wird von Schatten überdeckt. Ein mysteriöser Anruf, Teilnehmer, die ihn eigentlich nicht dabeihaben wollen, und Sandra, die urplötzlich das Interesse an Bastian verliert. Doch er selbst lässt sich davon nicht unterkriegen, immerhin gibt es auch welche, die ihn wirklich zu mögen scheinen. Doch schon bald ändert sich das Live-Rollenspiel und alles wird blutiger ernst. Können die Teilnehmer mithilfe ihres Verstandes eine Lösung finden, oder ist tatsächlich ein Fluch an allem schuld. Bastian scheint der einzige zu sein der nicht an den Fluch glaubt, aber auch er beginnt langsam zu zweifeln.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Der Handlungsort ist zwar ein Wald, dennoch ist der Wechsel der Vegetation und des Geländes im Buch detailliert beschrieben, sodass man sich die Gegend, in der das Rollenspiel stattfindet, sehr gut vorstellen kann. Was es mit dem Titel auf sich hat, wird ziemlich am Anfang verraten. Bastian ist am Anfang sehr unsicher und wirkt nicht sehr begeistert von der Idee, fünf Tage im Wald ohne Handy und Strom zu verbringen. Doch andererseits ist dies für ihn eine gute Möglichkeit, sich für eine kurze Zeit vom Studium abzulenken. Seine anfängliche Unsicherheit, weicht nach und nach seinem wachsenden Selbstbewusstsein und seinem Glauben an eine logische Erklärung. Die Entwicklung seiner Beziehung zu den anderen Teilnehmern ist realistisch beschrieben. Immerhin lernen sich alle in der realen Welt kennen, in der man zwangsläufig miteinander reden, bzw. klarkommen muss. Neben Bastians Sicht wird noch aus der Sicht von Iris geschrieben. Sie scheint immer unterwegs zu sein, um unsichtbar zu bleiben. Vor wem sie flieht und warum, erfährt man erst im Laufe des Buches. Obwohl sie immer darauf achtgibt, quasi unsichtbar zu bleiben, merkt man ihr an, wenn sie sich sicher fühlt. Sie wird in diesen Augenblicken als „entspannt“ und „gelöst“ beschrieben. Sie wirkt unsicher, ist andererseits aber auch sehr tapfer und weiß sich zu behaupten. Die Entwicklung von Bastians und Iris Beziehung war sehr angenehm beschrieben. Denn beide haben sich gegenseitig das gegeben, was sie jeweils brauchen. Ich denke jeder kennt es, dass die Entwicklung mancher Beziehungen von Charakteren in Bücher einfach nur unglaubwürdig ist oder viel zu perfekt abläuft. In diesem Fall habe ich das nicht so empfunden. Im Gegenteil. Auf mich wirkte es sehr natürlich. Außerdem hat mir die Grundidee gut gefallen. Ist es ein Fluch oder spielt irgendjemand der Gruppe doch nur einen bösen Streich? Diese Frage hat sich durch das gesamte Buch gezogen und die Gruppe der handelnden Personen und deren Charakter war so überzeugend zusammengesetzt, dass ich mich beim Lesen auch ab und zu fragen musste, was jetzt die Antwort auf die Frage ist. Die Grundidee hat im Verlauf des Buches immer enger werdende Kreise gezogen, bis es am Ende schließlich die Auflösung gab. Zwischen der Geschichte sind auf einzelnen Seiten einzelne Dialoge aufgeführt, die ich erst verstanden habe, nachdem ich sie mir nach beenden des Buches noch einmal durchgelesen habe. Obwohl ich das Buch vor mehr als 3 Jahren schonmal gelesen habe, und ich mich eigentlich noch ganz gut an die Auflösung erinnern konnte (Ich gebe es zu, ein kleiner Teil war dann doch weg), fand ich es trotzdem beim zweiten Mal lesen genauso spannend wie beim ersten Mal. Definitiv ein Lesehighlight. Ich gebe 5 von 5 Sterne.

„Saeculum“ von Ursula Poznanski erschien 2011 im Loewe Verlag, hat 493 Seiten und kostet 9,95 €. Du findest es unter der ISBN 978-3-7855-7783-7 (TB).

„Zeitenzauber – die goldene Brücke“

von Eva Völler; Band 2

Obwohl dieser Roman in einem anderen Ort zu einer anderen Zeit spielt, also unabhängig vom ersten Band ist, solltest du dir trotzdem zuerst den ersten Band (Zeitenzauber – die magische Gondel) durchlesen, da in diesem ein wichtiger Bestandteil der Handlung erklärt wird.

„Eine magische Brücke

Eine verbotene Affäre

Ein Reisender, der in der Zeit feststeckt

Nachdem Anna sich dem Geheimbund der Zeitwächter angeschlossen hat, lässt das nächste Abenteuer nicht lange auf sich warten. Mitten in ihrer Abiturprüfung ereilt sie eine Schreckensnachricht aus Paris: Sebastiano ist verschollen – und zwar im 17. Jahrhundert! Anna begibt sich auf eine gefährliche Reise und findet ihren Freund tatsächlich in Paris wieder. Doch es gibt ein neues Problem: Er hält sich für einen Musketier und hat keine Ahnung, wer Anna ist. Schafft sie es, seinem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen?“

Anna macht sich große Sorgen. Sebastiano steckt im Paris der Vergangenheit fest und erinnert sich nicht mehr an sie. Daraufhin versucht sie alles erdenklich mögliche, um Sebastianos Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen. Sie schleust sich in die Umgebung einer reichen Persönlichkeit ein, um auf Sebastiano Acht geben zu können. Langsam merkt sie, dass Sebastianos Erinnerungen an sie nicht ganz weg sind, doch ihr läuft die Zeit davon. Denn gleichzeitig muss sie noch ein Ereignis verhindern, was den Lauf der Zeit erheblich schädigen könnte. Schaffts sie alles rechtzeitig und wem kann sie überhaupt noch trauen?

Auch in diesem Band begleiten wir Anna in die Vergangenheit. Doch diesmal ist sie noch mehr auf sich selbst gestellt, sodass man noch einiges über ihre Persönlichkeit lernt, was man aus dem ersten Band nicht mitnehmen konnte. Anna ist sehr selbstbewusst, sagt ihre Meinung und ist loyal. Diese Eigenschaften gefallen mir sehr gut an ihr, weshalb es mir auch Spaß gemacht hat, mit ihr in die Vergangenheit zu reisen. Außerdem war sie mir sehr sympathisch, da sie bestimmte Dinge nicht einfach hinnehmen wollte, sondern versucht hat, etwas so zu verändern, dass es ihrer Meinung nach besser ist, beispielsweise moralischer. Ich weiß, dass das gerade etwas seltsam klingt, aber ich möchte nichts über die Handlung verraten. Der Schreibstil war einfach, sodass ich mich nicht sehr konzentrieren musste. Oftmals ist es bei Geschichten dieses Genres ja so, dass man seine volle Aufmerksamkeit beim Lesen benötigt, damit man nicht etwas Wichtiges aus Versehen überliest. Dies ist bei diesem Buch nicht der Fall. Auch wenn man eine lange Lesepause hat (ups, war nicht so geplant 🙈), kommt man sehr schnell wieder in die Handlung rein, da der locker leichte Schreibstil eine Hilfe war. Achtung, für alle, die kein Französisch können: Die Handlung spielt in Frankreich, weshalb auch ein paar französische Worte vorkommen. Nicht ärgern, wenn es euch beim Lesen aufhält. Mir ging es genauso… Aber ich habe es einfach ausgesprochen, wie ich wollte. Das Buch hält einige Überraschungen parat, mit denen ich bis zuletzt nicht gerechnet hätte, weshalb ich es spannend fand. Insgesamt fand ich die Geschichte sehr schön. Vor allem Annas Mut und innere Stärke hat mich beeindruckt. Ich konnte mir vorstellen, wie schwer es für sie sein musste, erstmal damit klarzukommen, dass Sebastiano sie nicht erkennt. Doch ich habe es bewundert, mit welchem Einfallsreichtum, sie um seine Aufmerksamkeit und um ihre gemeinsame Liebe gekämpft hat. Da mich die Geschichte abgeholt hat und mir entspannte Lesestunden bereitet hat, gebe ich 4 von 5 Sternen.

„Zeitenzauber – Die goldene Brücke“ ist der zweite Band der „Zeitenzauber“-Trilogie von Eva Völler. Das Buch erschien als Taschenbuch 2015 im Baumhausverlag, hat 318 Seiten und kostet 8,00 €. Du kannst es unter der ISBN 978-3-8432-1080-5 finden.