„City of Burning Wings“

von Lily S. Morgan

„Brich den Fluch einer magischen Stadt, lüfte das Geheimnis einer verborgenen Geschichte und finde die Liebe in deinem größten Rivalen.“

„Die junge Kriegerin May hat sich ihr Leben lang darauf vorbereitet, als Nachfolgerin des Königs den Aschethron zu besteigen. Sie ist die schnellste Himmelsstürmerin, die es in der fliegenden Stadt Elydor je gab. Doch als der König stirbt, taucht die Herrscherrune nicht bei ihr, sondern auf der Stirn des mysteriösen Geheimnishändlers Luan aus dem Elendsviertel auf. Und ausgerechnet May soll ihm helfen, mit seiner neu gewonnenen Macht umzugehen. Nur widerwillig fügt sie sich, bis ihr klar wird, dass nicht nur ihre beiden Leben vom Erfolg der Aufgabe abhängen, sondern die Zukunft von ganz Elydor.“

May ist geschockt. Ihr Leben lang hat sie sich darauf vorbereitet, den Aschethron zu besteigen. Doch dann erscheint die Herrscherrune auf Luans Stirn. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sie ihn von Anfang an nicht leiden kann. Dennoch muss sie lernen, dass nicht so ist, wie es scheint, und dass die größten Feinde zu den engsten Verbündeten werden können. Luan und May müssen ihre Fähigkeiten nutzen, um dem Geheimnis der fliegenden Stadt und der unerwarteten Machtübernahme auf die Spur zu kommen.

Ich muss zugeben, dass dieses Buch ein Coverkauf war. Die erste Auflage konnte man mit einem wunderschönen Buchschnitt, der sich perfekt an das Buch anpasst, kaufen. Ich bin nicht drum herumgekommen und musste einfach zuschlagen. Im Zuge meiner SuB-Abbau-Challenge, stand dieses Buch dann auf der Leseliste vom März. In den sozialen Netzwerken habe ich das Buch überall gesehen, konnte mich zum Glück aber davon abhalten, mich zu spoilern oder zu große Erwartungen zu entwickeln. Mir hat das Buch gut gefallen. Man taucht von der ersten Seite an, direkt in die Geschichte um die Aschekriegerin May ein, die sehr selbstbewusst, zielstrebig und frech ist. Sie vertraut vollkommen in ihre Fähigkeiten und lässt sich normalerweise nicht so leicht aus der Ruhe bringen. Doch sie hat nicht mit Luan gerechnet, der ihre Impulskontrolle gehörig auf die Probe stellt. Im Klappentext wird schon angedeutet, dass es eine Enemies-to-lovers-Beziehung gibt, worauf ich sehr gespannt war, wie das umgesetzt wurde. Ich muss sagen, dass ich die Umsetzung sehr gut gelungen fand, weil die Protagonisten während dieser Entwicklung nicht ihren Charakter verloren haben und die Entwicklung auch nicht sehr plötzlich kam, sondern sich eher langsam angebahnt hat. Luan und May sind zwei sehr eigenständige Charaktere, die sich in gewissen Charakterzügen zwar ähneln, aber trotzdem selbstständig sind. Ich habe es sehr genossen, die beiden im Laufe der Geschichte kennenzulernen. Die Geschichte startet sehr plötzlich und man erfährt von der ersten bis zur letzten Seite, den Aufbau der Welt. Ich muss sagen, dass mir das ein wenig Probleme bereitet hat, da ich bis zuletzt nicht so ganz wusste, wieso weshalb und warum manches so und anderes so abläuft. Das Magiesystem ist meiner Meinung nach sehr einfach gehalten und dennoch habe ich eine Weile gebraucht es zu verstehen, bzw. ich denke immer noch darüber nach. Auch der Aufbau der Welt war für mich am Anfang ziemlich komplex, aber je mehr Zeit ich in der Geschichte verbracht habe, desto besser habe ich den Aufbau verstanden. Gut gefallen hat mir auch der Schreibstil, dieser war nicht zu einfach, aber auch nicht zu komplex, und sehr flüssig. Ich bin sehr gut durch die Seiten gekommen. Die Grundidee der Geschichte finde ich sehr spannend und sie hat mir gut gefallen. Ich finde jedoch, dass man merkt, dass es der erste Roman der Autorin ist, was prinzipiell ja nicht schlecht ist. Ich denke je mehr Bücher Lily schreibt und veröffentlicht, und je mehr Feedback sie bekommt, desto besser werden die Geschichten. Ich jedenfalls konnte mich gut in die City vertiefen und in diesen aktuell schwierigen Zeiten mit der Geschichte gut abschalten. Ich würde sagen, dass das Buch für mich einen Wohlfühlcharakter hat. Ich finde es jedoch schwierig, „City of Burning Wings“ mit anderen Fantasy Büchern zu vergleichen. Vor allem, da ich schon lange Fantasy lese, fällt mir die Bewertung nicht so leicht. Weil es mir gut gefallen hat, gebe ich 3,5 von 5 Sternen.

„City Of Burning Wings – Die Aschekriegerin“ von Lily S. Morgan erschien 2021 im Carlsen Verlag. Das Buch hat 395 Seiten, kostet 15,00 € [D] und du findest es unter der ISBN 978-3-551-58453-3. Die Angaben beziehen sich auf die Klappenbroschur der Originalausgabe.

„Engelsmorgen“

von Lauren Kate; Band 2

Dies ist der zweite Band der Reihe. Wenn du dich nicht spoilern möchtest, lies bitte den ersten Band.

„Der großen Liebe begegnest du nur einmal.

Luce und Daniel haben sich bereits in ihren früheren Leben immer wieder geliebt und verloren. Jetzt scheinen sie sich endlich gefunden zu haben. Doch die Schatten der Vergangenheit sind noch nicht besiegt. Während Luce sich in einem abgelegenen Internat an der Küste versteckt, bietet Daniel den Unsterblichen die Stirn…“

Luce ist froh endlich ihre große Liebe Daniel gefunden zu haben. Doch dadurch schwebt sie in Gefahr, denn die Unsterblichen trachten nach ihrem Leben. Aus diesem Grund müssen Daniel und sie sich schon wieder voneinander trennen. Luce versteckt sich in Shorline, einer Schule in Kalifornien, wo sie versucht, mehr über ihre früheren Leben herauszufinden. Weil Daniel ihr nicht die ganze Wahrheit sagen kann, bringt sie sich bei ihrer Suche nach der Wahrheit regelmäßig selbst in Gefahr. Währenddessen tauchen bei Luce neue Gefühle auf und sie beginnt ihre Beziehung zu Daniel zu hinterfragen. Wird die Liebe der beiden am Ende stärker sein als jede Bedrohung?

Ich habe mich gefreut zurück in diese wundervolle Welt rund um die gefallenen Engel kehren zu dürfen. Der erste Band hat ja mit einem Cliffhanger geendet und man wusste fast nichts über die Welt. Von der Rückkehr in diese Welt habe ich mir, wie Luce, Antworten versprochen. Gemeinsam mit der Protagonistin macht man sich auf die Suche nach Antworten zu ihrer Vergangenheit. Gleichzeitig wird einem auch Luces Verzweiflung über die erzwungene Distanz zu Daniel nähergebracht. Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie schmerzhaft es ist, von seinem Liebsten entfernt zu bleiben. Gleichzeitig erlebt man aber auch, wie Luce versucht, sich von diesem Schmerz abzulenken und wie sie dabei Dinge erlebt, die sie zuvor nicht wirklich kannte. Mir hat das sehr gut gefallen, vor allem wie sich Luce weiterentwickelt hat. Sie hat sich selbst noch einmal besser kennengelernt, versteht sich selbst besser und kann einige Emotionen besser einordnen. Auch ihr wachsendes Selbstbewusstsein war wundervoll zu begleiten. Im ersten Band hat sie sehr verstört und eingeschüchtert gewirkt, in diesem Buch hat sie auch einfach mal das gemacht was sie wollte. Dass sie sich selbst in Gefahr gebracht hat, kann man ihr nicht verübeln, immerhin erklärt ihr ja kaum jemand etwas. Ihr Wunsch, selbst bestimmt und frei zu handeln, was Luce dann auch umgesetzt hat, auch wenn es nicht immer die beste Idee war, fand ich gut. Sie hat ihre rebellischere Seite gezeigt. Die Welt generell wird ziemlich düster beschrieben, vielleicht auch deshalb, weil die meisten wichtigen Szenen in der Nacht gespielt haben. Das hat das Buch und die Geschichte ein wenig mysteriös, aber auch spannend gemacht. Die Welt war super beschrieben, die einzelnen Handlungsorte konnte man sich sehr gut vorstellen. Jeder Charakter, auch die Nebencharaktere, hatten etwas, was sie einzigartig gemacht hat, beziehungsweise, die sie sympathisch gemacht haben. Beispielsweise Eigenschaften, wie immer gut gelaunt sein, oder immer ein offenes Ohr haben. Das hat dazu beigetragen, dass man sich wohlgefühlt hat. Aber auch, dass Nebencharaktere aus dem ersten Band wieder aufgetaucht sind, hat das Gefühl von nach Hause kommen verstärkt, obwohl die Handlung selbst ja an einem anderen Ort gespielt hat. Das Ende hat mich ein wenig verwirrt und traurig zurückgelassen. Das Buch hat schon wieder mit einem Cliffhanger geendet und dann noch einer bei dem man sich einfach fragt, warum einem das angetan wird. 😔 Ich hoffe das der dritte Band meine Verwirrung beendet oder mich zumindest etwas glücklicher macht. Vielleicht sollte ich noch anmerken, dass Luce sehr, sehr, sehr viel über ihre Liebe zu Daniel nachgedacht und erzählt hat. Das könnte den einen oder die eine möglicherweise stören, deshalb hier die Info 😅😊. Ich gebe dem zweiten Band 4 von 5 Sterne.

„Engelsmorgen“ ist der zweite Band der „Fallen“-Reihe von Lauren Kate. Das Buch erschien 2013 als Taschenbuch beim Heyne-Verlag, hat 457 Seiten, kostet 9,99 € [D] und du kannst es unter der ISBN 978-3-453-52986-1 finden. Die Angaben beziehen sich auf das Taschenbuch aus meinem Besitz. Schau auch gerne hier vorbei: Lauren Kate: Engelsmorgen – Taschenbuch – cbj Jugendbücher (penguinrandomhouse.de).

„Harry Potter“

von Joanne K. Rowling

Endlich habe ich den Harry Potter Readathon beendet, den ich Ende Dezember 2021 begonnen habe. Zu „Harry Potter und das verwunschene Kind“ kommt eine Einzelrezension.

Da ich glaube, dass sehr viele die Harry Potter Reihe schon gelesen haben (oder die Filme gesehen haben), werde ich in diesem etwas sehr viel längeren Beitrag alle Harry Potter Teile (Band 1 bis 7) vorstellen. In den Rezensionen können Spoiler enthalten sein, da dies bei einer Reihe nicht vermeidbar ist. Wenn du also noch nicht alle Bände kennst, lies nur bis dahin, wo du gerade stehst.

Die Harry Potter Reihe eignet sich meiner Meinung nach für Einsteiger in das Genre Fantasy, aber auch für diejenigen, die die Filme geschaut haben, aber die Buchreihe noch nicht gelesen haben.

Band 1: Harry Potter und der Stein der Weisen

Harry erfährt an seinem elften Geburtstag, dass er ein Zauberer ist. Seine Eltern sind wegen des mächtigsten schwarzen Zauberers, den es je gegeben hat – Lord Voldemort – gestorben. Harry wird nach Hogwarts eingeladen, in die Schule für Zauberei und Hexerei. Noch total überwältigt von diesen neuen Erkenntnissen über ihn selbst, beginnt für ihn das aufregendste, spannendste, gefährlichste, lustigste und beste Jahr. Zum Glück findet er schnell Freunde, die ihm helfen, in der für ihn neuen Welt klarzukommen. Gemeinsam kämpfen sie sogar gegen dunkle Mächte, denn nicht alle sind dem Jungen, der überlebt hat, wohlgesonnen.

Im ersten Band der Harry Potter Reihe lernt man den jungen Zauberer kennen, der ziemlich schüchtern wirkt, auf der anderen Seite aber auch eine gesunde Portion Selbstbewusstsein zeigt. Harry hat einen sehr großen Gerechtigkeitssinn. Durch diesen sieht er die Vorteile einer Person wichtiger als die Schwächen dieser. Herkunft und Aussehen spielen für ihn keine Rolle, er sucht sich die Freunde, bei denen er sich sicher sein kann, dass sie immer für ihn da sein werden, egal was passiert. Im Gegenzug dazu hilft er gerne anderen, steckt seine Nase aber auch gerne in Dinge, die ihn nichts angehen, weshalb er sich oft in Schwierigkeiten bringt. Hogwarts wird schnell zu seinem zu Hause, denn bei seinen Verwandten, den Dursleys im Ligusterweg, ist es einfach grauenhaft. Aber Harry ist nicht der perfekte junge Zauberer. Er schafft es zwar immer gefährlichen Situationen gerade so lebendig zu entkommen, aber über seinen größten Feind, Lord Voldemort, muss er noch viel lernen. Dazu dient seine Ausbildung in Hogwarts und auch seine Professoren, vor allem Dumbledore, stehen ihm mit Rat und Tat zur Seite. Harrys Freunde Hermine und Ron erleben gemeinsam mit ihm die verrücktesten Abenteuer. Weil das Trio so verschieden ist, ergänzen sie sich perfekt. Der Leser bekommt Harrys Erlebnisse so geschildert, als wäre man selbst als eine Art Geist dabei. Die Schule wird detailreich beschrieben und auch das Magiesystem ist meiner Meinung nach sehr schlüssig. Man reist in eine magische Welt mit all ihren wunderbaren, aber auch verrückten und kryptischen Einzelheiten, die man je länger man darüber nachdenkt, desto besser versteht und schätzen lernt.

Band 2: Harry Potter und die Kammer des Schreckens

Harry Potter ist wahrscheinlich einer der wenigen Schüler, die es mehr genießen Schule zu haben als Ferien. Für Harry ist Hogwarts, die Zauberschule, auf die er geht, jedoch mehr als nur seine Schule. Sie ist sein zu Hause. Deshalb ist es nicht sehr verwunderlich, dass er sich unglaublich auf sein zweites Schuljahr freut. Doch irgendetwas scheint in Hogwarts sein Unwesen zu treiben. Harry hört seltsame Geräusche, die seine Mitschüler nicht hören, und dann werden auch noch Schüler versteinert. Nicht einmal Dumbledore, der Schulleiter, den Harry für den besten Zauberer aller Zeiten hält, hat eine Erklärung. Harry, Ron und Hermine versuchen neben ihrem Zauberschüleralltag das Rätsel zu lösen und Hogwarts von den dunklen Mächten zu befreien, doch dabei bringen sie sich in große Gefahr.

Harry ist selbstbewusster geworden. Er kennt seine Fähigkeiten und hat gelernt, sich in der Welt der Hexen und Zauberer zurecht zu finden. Für jedes Problem findet er eine Lösung. Auch seine Freunde Hermine und Ron spielen eine große Rolle in Harrys Leben, denn ohne die beiden würde manches gründlich schief gehen. Das Trio ist aufeinander angewiesen, denn jeder braucht jeden. Gemeinsam ist man bekanntlich am stärksten. So kämpfen die drei nicht nur gegen lästige Lehrer und neidische Mitschüler, sondern auch gegen die dunklen Mächte. Die drei Freunde scheinen das Böse nur so magisch anzuziehen. Harry beweist Mut und Tapferkeit und ist für seine Freunde immer zur Stelle, wenn diese Hilfe brauchen. In Hogwarts fühlt Harry sich willkommen und geliebt und setzt alles daran, seine Mitschüler aus Gryffindor zu unterstützen. Auch wenn er zwischendurch Zweifel hat, letztes Jahr wirklich in das richtige Haus einsortiert worden zu sein. Doch diese Zweifel werden auch aus dem Weg geräumt. Ich hab das Buch wirklich genossen, aber seien wir mal ehrlich: Gilderoy Lockhart nervt ziemlich. Dieser möchte-gern Professor hat mich ziemlich aufgeregt. Kennst du das, dass du manchmal einem Charakter am liebsten eine saftige Ohrfeige verpassen möchtest? Dieses Gefühl hab ich ziemlich oft bei Lockhart gehabt. Seine ganze Art hat mich einfach nur tierisch aufgeregt. Aber der Geschichte hat dies keinen Abbruch getan. Manchmal müssen eben auch nervige Charaktere mit dabei sein.

Band 3: Harry Potter und der Gefangene von Askaban

Nachdem Harry in den Ferien gezaubert hat, flieht er aus dem Ligusterweg. Er weiß, dass ihm ein Schulverweis droht und dennoch scheint niemand im Zaubereiministerium diesem Zwischenfall Beachtung zu schenken. Alle sind bemüht, Harry sicher nach Hogwarts zu bringen. Harry findet heraus, dass ein gefürchteter Verbrecher aus Askaban, dem Gefängnis für Zauberer und Hexen, entkommen ist, und nun auf dem Weg ist, Harry zu töten. Doch ist an dieser Geschichte wirklich etwas dran? Die Wurzel dieses Chaos aus Wahrheit und Lüge liegt in der Vergangenheit. Gemeinsam mit Ron und Hermine spürt Harry die Wahrheit auf und kann diese kaum glauben. Harry und seine Freunde liefern sich einen Wettkampf mit der Zeit.

Harry und seine Freunde sind auf der Spur von Intrigen und Geheimnissen und werden selbst zu Geheimniswahrern, während sie ihrem alltäglichen Zauberschülerdasein nachgehen. Es ist gar nicht so einfach, in Hogwarts heimlich Dinge zu tun. Überall gibt es lauschende Ohren und Lebewesen, denen man lieber nicht über den Weg laufen sollte. Auch in Band drei lernt der Leser Harrys Mut durch verschiedene Situationen kennen, die sowohl spannend als auch gefährlich sind. Näher im Detail beschreiben möchte ich diese jedoch nicht. Es könnte spoilern. Man erfährt aber auch viel von Harrys Ängsten, Wünschen und Sehnsüchten, sowie seine Dankbarkeit, Hogwarts sein zu Hause nennen zu dürfen und Hermine und Ron als seine besten Freunde bezeichnen zu können. Die vielen Erlebnisse, die teilweise auch ziemlich unangenehm sind, formen Harrys Charakter und er geht gestärkt daraus hervor.

Band 4: Harry Potter und der Feuerkelch

Harry erlebt die bisher besten Sommerferien, seit er weiß, dass er ein Zauberer ist und nach Hogwarts geht. Zusammen mit den Weasleys, der Familie seines besten Freundes Ron, und Hermine besucht er das Finale der Quidditch-Weltmeisterschaft. Doch das sportliche Großereignis wird von dem Auftauchen dunkler Mächte beschattet. Sportlich geht auch Harrys Schuljahr weiter. Denn das Trimagische Turnier findet erstmals wieder statt. Harry spielt darin eine Rolle, mit der niemand gerechnet hat. Auch hier haben die dunklen Mächte, die von keinem geringeren als Lord Voldemort ausgehen, die Finger im Spiel. Doch Harry bekommt von allen Seiten Unterstützung und erweist sich in einer für sein Leben wohl gefährlichsten Situation als großartiger Zauberer, womit selbst Lord Voldemort nicht gerechnet hat.

Harrys Tapferkeit wird in diesem Band auf eine harte Probe gestellt. Auch die Fähigkeit mit Hass und Neid umzugehen, erfährt hier eine neue wichtige Bedeutung. In diesem vierten Band der Harry Potter Reihe finden sich so viele wichtige Botschaften, dass ich sie gar nicht alle einzeln aufzählen kann. Ich schreibe hier nur einmal die für mich wichtigsten auf. Harry lernt, die Schattenseite von Ruhm kennen, erfährt aber noch deutlicher als in den Bänden zuvor, was es bedeutet wahre Freunde zu haben. Außerdem wird Harry, aber auch der Leser, mit dem Umgang von Fake News konfrontiert. Schließlich erlaubt das Trimagische Turnier einer – wie ich finde ziemlich nervigen – Reporterin die wildesten und verrücktesten Geschichten zu verbreiten, ohne Anspruch auf Realität. In diesem Band wird außerdem Harrys Vertrauen und Selbstlosigkeit auf eine harte Probe gestellt. Trotz allem geht er gestärkt aus dem ganzen Chaos und den schwierigen Situationen hervor und hat eine Menge dazugelernt. Mehr als er wahrscheinlich Anfang des Schuljahres geglaubt hat. Dieser Band ist bisher der stärkste meiner Meinung nach. Überall Gefahren und Abenteuer, die Harry meistern muss, aber auch Freude und Zuversicht durch das Geschenk von Freundschaft und Liebe. Harrys bisher schwerstes Jahr, den es verlangt vor allem ihm, aber auch seinen Freunden, alles Können ab.

Band 5: Harry Potter und der Orden des Phönix

Harry Potter sitzt bei seinen Verwandten im Ligusterweg fest. Von seinen Freunden Hermine und Ron bekommt er nur rätselhafte Briefe. Die Sommerferien waren noch nie so langweilig, bis er und sein Cousin eines Abends von Dementoren angegriffen werden. Ab diesem Moment überschlagen sich die Ereignisse. Er erfährt von dem Orden des Phönix und davon, dass das Zaubereiministerium sich in Hogwarts einmischt. Harrys fünftes Schuljahr beginnt und stellt ihm und seinen Freunden einige Probleme in den Weg. Das viele nicht glauben wollen, dass Voldemort zurückgekehrt ist, ist nur eines von vielen. Neben dem Lernen für die ZAGs gilt es sich gegen die dunklen Mächte zu verteidigen und sich gegen die Lügen des Ministeriums zu stellen.

Für mich ist dies der bisher schwächste Band der Reihe. Es hatte einfach viel zu viele Längen und einige Passagen hätten deutlich gekürzt werden können. Trotzdem weiß ich, dass dieser Band essenziell ist. Es werden viele Dinge erklärt, die für die nächsten beiden Bände bedeutend sind. Das kann ich deshalb sagen, weil ich die Reihe schon zum wiederholten Mal lese und daher noch grob weiß, wie alles abläuft. Trotz der Längen hat das Buch für mich auch positive Seiten. Im Vordergrund stehen Freundschaft und Loyalität, sowie Mut zu haben, sich von Gegner nicht gleich einengen zu lassen, sondern für die eigenen Rechte zu kämpfen. Für Harry ist dieser Band glaube ich der schwierigste, weil ihm so viele Steine in den Weg gelegt werden und es ihm wirklich nicht leicht gemacht wird. Dennoch gibt er nicht auf. Im Gegenteil. Er und auch Hermine und Ron finden immer wieder Wege, sich gegen Widersacher zu wehren. Sie werden nicht leise, sondern lauter, wenn du verstehst, was ich meine. Besonders Harrys Wut, die teilweise eine sehr große Rolle spielt, konnte ich gut nachvollziehen. Mir würde es an seiner Stelle auch so gehen. Immerhin wurden ihm die ganze Zeit Informationen vorenthalten oder er wurde schlimmer bestraft als andere, obwohl er teilweise nicht einmal etwas Schlimmes getan hat. Harry Potter und der Orden des Phönix ist sehr informationsreich und beinhaltet viele Szenen, in denen Emotionen sehr zentral sind. Für mich fehlt für ein besseres Leseempfinden Spannung. Es gab am Ende zwar spannende Szenen, aber die konnten die Längen davor nicht wirklich ausgleichen. Trotzdem ist das Buch nicht schlecht. Ich mag es nur von allen anderen Bänden am wenigsten, obwohl es wie schon geschrieben, wirklich wichtig ist.

Band 6: Harry Potter und der Halbblutprinz

Voldemort ist zurück und die Zauberer Welt ist unsicherer denn je. Überall herrscht Gewalt und Angst. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass in Hogwarts strenge Sicherheitsvorkehrungen gelten. Dumbledore erforscht mit Harry Voldemorts Vergangenheit. Warum? Lesen! Harrys sechstes Schuljahr beinhaltet so einige Überraschungen. Wer ist der Halbblutprinz, dessen Zaubertrankbuch Harry hilfreich ist, und was hat Draco Malfoy vor? Geheimnisse über Geheimnisse und die Gefahr des Dunklen Lord bestimmen Harrys Schuljahr.

Dieser Band hat mir besser gefallen als der vorherige. Obwohl es auch in diesem Band sehr viele Informationen zu den Dunklen Mächten und allgemeinen Hintergründen der Zauberer Welt gibt, war diese „Theorie“ nicht so trocken wie in Band 5. Denn die Szenen waren erstens sehr viel kürzer und zweitens waren sie spannend oder wechselten sich mit spannenden Szenen ab. Neben der Hauptstory habe ich außerdem die kleinen Randstorys sehr genossen. Unteranderem die große Weiterentwicklung der Charaktere. Mit manchen Entwicklungen rechnet man kaum, andere bahnen sich so langsam an. Jede dieser war jedoch schön mitzuverfolgen. Neben Freundschaft spielt auch die erste Liebe eine Rolle. Diese wurde meiner Meinung nach sehr schön in die Hauptstory eingebettet. Im Gegenzug zu diesem angenehmen Leseerlebnis hat mich das Ende sehr stark mitgenommen. Es war sehr emotional, spannend und verwirrend. Es sind Dinge passiert, mit denen ich einfach nicht gerechnet habe. Ja, ich habe alle Bände schon öfter gelesen, trotzdem haben mich die Entwicklungen aufs Neue überrascht. Ich finde jedoch, dass genau das, ein gutes Buch ausmacht.

Band 7: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes

Harry kann nicht nach Hogwarts zurückkehren, da dies viel zu gefährlich wäre. Außerdem muss er die restlichen Horkruxe finden, um Voldemort töten zu können. Zum Glück hat er Ron und Hermine an seiner Seite, mit denen er durch das ganze Land reist. Dann begegnen dem Trio die geheimnisvollen Heiligtümer des Todes. Harry ist hin und her gerissen zwischen der Entscheidung, deren Rätsel zu lösen oder das zu beenden, was er und Dumbledore angefangen haben. Eines ist jedoch sicher: Der Dunkle Lord wird am Ende auf ihn warten.

Das Buch beginnt spannend und verliert im Verlauf der Handlung auch nicht an Spannung. Das hat mir sehr gut gefallen. Bei Band 5 hatte ich ja kritisiert, dass die Passagen, in denen Harry wichtige Informationen erhält zu langatmig sind und zu wenig Spannung da war. Das war in diesem Finalen Band anders. Trotz der ausführlichen Darstellung der Vergangenheit, war das Buch spannend. Außerdem denkt man sich vielleicht, dass diese Reise, die das Trio unternimmt, nicht gerade spannend sein wird, doch die Tatsache, dass sie auf der Flucht sind und im Hintergrund agieren müssen, um nicht entdeckt zu werden, machte diese Reise gerade spannend. Immer ist irgendetwas passiert. Neben der durchgehenden Spannung war das Buch auch eine emotionale Achterbahnfahrt. Warum genau möchte ich nicht so direkt erklären, aber da eine Art Krieg herrscht, kann man sich schon ungefähr denken, warum es oft sehr emotional wurde. Das ein oder andere Tränchen hatte ich schon in den Augen. Neben der Handlung fand ich auch die Entwicklung der Charaktere großartig. Obwohl… Ron war ein bisschen seltsam drauf, aber eigentlich weiß man warum. Harry, der sonst immer sehr selbstbewusst war, hatte in diesem Band sehr mit Selbstzweifeln zu kämpfen. Immerhin hat er eine unheimlich große und wichtige Aufgabe zu erledigen und hat eigentlich keine Ahnung wie er das schaffen soll. Ich finde, diese Selbstzweifel kann man nicht kritisieren. Hermines Charakter war für mich wie ein Fels in der Brandung. Sie hat das Trio zusammengehalten und hatte auf ihre eigene Art mit Problemen zu kämpfen, von denen man nicht viel erfahren hat, die sie für mich aber unheimlich stark gemacht haben. Wichtige Elemente des Buches waren wieder Freundschaft, Liebe, Vertrauen und Mut. Gerade die Bedeutung von Vertrauen wurde meiner Meinung nach gut dargestellt und in die Handlung integriert. Die dunklen Mächte haben ihr eigenes Ziel verfolgt und der Plan, bzw. die Handlungsweise Lord Voldemorts hat mich an einigen Stellen sehr stark an die Judenverfolgung zur NS Zeit erinnert. Vielleicht erkennst du was ich meine, wenn du das Buch mit dieser Anmerkung meinerseits liest. Am Ende steht die alles entscheidende Frage: Sieg oder Niederlage für Harry Potter? Wie es ausgeht, musst du natürlich selbst lesen, oder vielleicht weißt du es auch schon, weil du die Filme gesehen hast. Ich kann dir trotzdem empfehlen die Bücher zu lesen, weil es doch einige Sachen gibt, die es nicht in die Filme geschafft haben, bei denen ich jedoch finde, dass man sie mal erfahren haben muss.

Angaben zu den Büchern in meinem Besitz:

Harry Potter und der Stein der Weisen: 335 Seiten, 5 von 5 Sterne, 978-3-551-55167-7, Carlsen Verlag 1998, Originalausgabe; Harry Potter und die Kammer des Schreckens: 352 Seiten, 4 von 5 Sterne, 978-3-551-55168-5, Carlsen Verlag 1999, Originalausgabe; Harry Potter und der Gefangene von Askaban: 448 Seiten, 5 von 5 Sterne, ISBN 978-3-551-55169-3, Carlsen Verlag 1999, Originalausgabe; Harry Potter und der Feuerkelch: 767 Seiten, 5 von 5 Sterne, ISBN 978-3-551-55193-6, Carlsen Verlag 2000, Originalausgabe; Harry Potter und der Orden des Phönix: 1021 Seiten, 3 von 5 Sterne, ISBN 978-3-551-55555-9, Carlsen Verlag 2003, Originalausgabe; Harry Potter und der Halbblutprinz: 656 Seiten, 4 von 5 Sterne, ISBN 978-3-551-56666-9, Carlsen Verlag 2005, Originalausgabe; Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: 767 Seiten, 5 von 5 Sterne, ISBN 978-3-551-57777-1, Carlsen Verlag 2007, Originalausgabe

Schau auch gerne mal hier vorbei: Harry Potter: Bücher, Filme & Spiele | Thalia.

„Silber – das zweite Buch der Träume“

von Kerstin Gier; Band 2

Da dies Band 2 ist, der auf den ersten Band aufbaut, bitte ich dich, dass du zuerst Band 1 liest. Sonst könntest du Teile der Handlung nicht verstehen.

„Liv ist erschüttert: Secrecy kennt ihre intimsten Geheimnisse. Woher nur? Und was verbirgt Henry vor ihr? Welche düstere Gestalt treibt nachts in den endlosen Korridoren der Traumwelt ihr Unwesen? Und warum fängt ihre Schwester Mia plötzlich mit dem Schlafwandeln an?

Albträume, mysteriöse Begegnungen und wilde Verfolgungsjagden tragen nicht gerade zu einem erholsamen Schlaf bei, dabei muss Liv sich doch auch schon tagsüber mit der geballten Problematik einer frischgebackenen Patchwork-Familie samt intriganter Großmutter herumschlagen. Und der Tatsache, dass es einige Menschen gibt, die noch eine Rechnung mit ihr offen haben – sowohl tagsüber als auch nachts…“

Silber – Das zweite Buch der Träume – Kerstin Gier | S. Fischer Verlage

Liv ist über beide Ohren verliebt und total glücklich. Doch Henry scheint ihr nicht vollkommen zu vertrauen. Warum nur? Liv möchte ihm helfen und eckt dadurch nicht selten bei ihm an. Doch als Mia mit dem Schlafwandeln beginnt, halten sie zusammen. Denn derjenige, der scheinbar Mia dazu bringt, schlafzuwandeln, ist ihr Feind. Und sie müssen so schnell wie möglich herausfinden, wer das ist. Bevor etwas schlimmes passiert. Aber nicht nur in der Traumwelt hat sie Probleme. Denn das Leben in einer Patchworkfamilie ist gar nicht so einfach. Vor allem, wenn die neue Schwester sie nicht wirklich leiden kann. Mit Grayson, ihrem neuen Bruder, versteht Liv sich allerdings sehr gut. Schafft sie es alle Probleme unter einen Hut zu bringen?

Ich habe mich beim Lesen sehr wohlgefühlt. Das lag vor allem an dem angenehmen Schreibstil und an Kerstin Giers unverwechselbaren Humor. Liv hat einen großen Haufen an Problemen und versucht diese geschickt zu lösen, wobei sie sich doch ab und an ein wenig dämlich anstellt. Aber diese Szenen haben das Lesen auch angenehm gestaltet. Wer mag es denn nicht, beim Lesen ab und an über die Handlung der Protagonistin oder des Protagonisten schmunzeln zu können? Der Schreibstil war locker, leicht und einfach verständlich. Selbst wenn ich mal einen Tag nicht lesen konnte, bin ich schnell in wieder in die Geschichte gekommen. Liv war mir sympathisch auch wenn ich ein oder zwei Handlungen von ihr, beziehungsweise ihre Reaktion auf ein oder zwei Geschehnisse, etwas übertrieben fand. Gleichzeitig habe ich mir auch gedacht, dass es einfach an Schlafmangel liegen kann. Da reagiert man meist etwas dramatischer als im ausgeschlafenen Zustand. Kenne ich selbst. 🙂 Den actiongeladenen und spannenden Teil der Geschichte fand ich abwechslungsreich in Bezug auf den Rest der Geschichte und das hat dem Buch noch mal etwas besonderes gegeben. Gut gefallen haben mir wieder die Einschübe des Tittle-tattle-Blogs. Und auch einige Wendungen im Buch waren überraschend. Da das Wetter leider immer schlechter wird, war es gemütlich, das Buch in eine dicke Kuscheldecke eingekuschelt, zu lesen. Es hat gut von diesem schlechten Wetter ablenken können und ein Wohlgefühl erzeugt. Jeder der Charaktere war einfach sehr liebenswert – ausgenommen die „Bösewichte“ natürlich- und das Buch konnte mich verzaubern und mich wunderbar träumen lassen. Achtung für alle die meine Spoilerwarnung am Anfang nicht ernst genommen haben: die nächsten Sätze solltet ihr wirklich nicht lesen, wenn ihr das Grundkonzept nicht kennt! Bitte! Ich habe abends oft über das Konzept mit diesem Traumkorridor und den Traumtüren nachgedacht. Ich würde es einerseits extrem cool finden, wenn es das wirklich gibt, andererseits auch irgendwie gruselig. Ich würde nicht wollen, dass man einfach in meine Träume spazieren könnte… Aber da gibt es ja auch noch Möglichkeiten, das zu verhindern. Vielleicht hast du deine Traumtür gefunden, dann kannst du gerne schreiben, wie sie aussieht. Spoilerende. Da mich das Buch gut unterhalten hat, vergebe ich 4 von 5 Sterne.

„Silber – das zweite Buch der Träume“ ist der zweite Band der „Silber“-Reihe von Kerstin Gier. Das Buch erschien 2014 im Fischer Jugendbuch Verlag. Es hat 416 Seiten, du kannst es unter der ISBN 978-3-8414-2167-8 finden und es kostet 19,99 € [D]. Die Angaben beziehen sich auf die Hardcoverversion (entommen, 12.10.2021: Silber – Das zweite Buch der Träume – Kerstin Gier | S. Fischer Verlage).

„Opal. Schattenglanz“

von Jennifer L. Armentrout; Band 3 der „Obsidian“-Reihe

Das dies der dritte Band ist, bitte ich dich, dass du dir zuerst die Rezension des ersten (Obsidian – Schattendunkel) und des zweiten Bandes (Onyx – Schattenschimmer), beziehungsweise die Bücher, durchliest. Ich werde nämlich nicht darum herumkommen, zu spoilern.

„Auf den ersten Blick ist alles perfekt: Dawson lebt noch und niemand scheint nach ihm zu suchen. Katy wehrt sich nicht länger gegen ihre Gefühle für Daemon und alles könnte so schön sein – aber es ist nur die Ruhe vor dem Sturm. Plötzlich ist Blake zurück und mit ihm ein gewagter Plan. Zu Katys großem Erstaunen bittet er sie um Hilfe. Katy weiß nicht, was sie tun soll, denn Blake ist nicht zu trauen, das hat sie schon einmal schmerzlich zu spüren bekommen. Doch für ihr Freunde – und für Daemon – würde sie alles tun. Selbst ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen.“

Katy ist hoffnungslos in Daemon verliebt und kann es jetzt auch zugeben. Ihr ist es egal, dass er ein Alien ist und sie beiden dadurch in große Gefahr geraten können. Daemons Bruder Dawson geht es trotz seiner Erlebnisse ganz gut. Seine einzige Sorge ist jedoch seine große Liebe Beth. Sie befindet sich immer noch in den Händen des Verteidigungsministeriums und des seltsamen inneren Zirkels Dädalus. Dawson und seine Geschwister und Katy erarbeiten einen gewagten Plan. Wird die Rettungsmission Erfolg haben?

Der Klappentext des Buches klingt echt spannend. Was für ein Plan? Was hat Blake vor? Was passiert jetzt überhaupt? Ich habe mich eigentlich sehr gefreut, das Buch zu lesen, aber ich wurde ziemlich enttäuscht. Statt einer spannenden, actiongeladenen Mission hat mich eine fast schon ausschließlich Young/New Adult Geschichte erwartet. Der Fokus lag fast gar nicht auf dem Fantasy Element, sondern mehr auf der Beziehung zwischen Daemon und Katy. Was hat mich da am meisten gestört? Eigentlich mag ich Romance-Geschichten ja auch ganz gerne, aber wenn ein Buch von anderen Personen mehr in das Fantasy Genre eingeordnet wird, dann darf ich doch auch erwarten, dass mich Fantasy erwartet und das nicht nur als so eine kleine Randstory, fast schon Backgroundstory. Dann ein weiterer Punkt: Das Buch hat etwas mehr als 400 Seiten und Katy erzählt geschätzte 350 Seiten oder mehr davon, wie sehr sie Daemon liebt, wie großartig er doch ist, wie unbeschreiblich schön es ist ihn zu berühren, abends neben ihm einzuschlafen und so weiter und so weiter. Dabei ist dieser Inhalt nicht verschieden gestaltet, also mit einer großen Varietät an Worten versehen. Nein, sie benutzt sehr häufig, viel zu häufig, dieselben Worte, manchmal sogar dieselben Sätze. Ich muss sagen irgendwie ging mir das nach den ersten 200 bis 250 Seiten auf die Nerven. Dieses ursprüngliche Ziel, wurde komplett zu einer Nebensache. Grob gesagt, ging es schon fast gar nicht mehr darum, zumindest meiner Meinung nach. Auf Goodreads (Goodreads | Treffen Sie Ihr nächstes Lieblingsbuch) und anderen Plattformen hat das Buch fast durchgängig gute bis sehr gut Bewertungen. Das ist voll in Ordnung, auf mich trifft das dann wohl eher nicht zu. Vielleicht waren meine Erwartungen auch einfach zu hoch, weil ich gedacht habe, es sei Fantasy, was es ja auch ist, nur nicht in diesem Ausmaß wie man es vielleicht gewohnt ist, wie ich es gewohnt bin. Es gab auch Kleinigkeiten, die ich gut fand. Das Buch war also nicht komplett schlecht. Zum Beispiel haben mir die Szenen gut gefallen, in denen es um Katys Liebe zu Büchern und dem Bloggen ging. An manchen Stellen hat sie Vergleiche mit ihrer Leidenschaft eingebunden. Beispielsweise das Problem, eine halbe Ewigkeit auf den Folgeband warten zu müssen. Wer kennt das nicht? Es ist einfach ein grausames Gefühl. Solche Szenen haben dazu beigetragen, dass ich ab und an schmunzeln musste. Aber es gab auch richtig emotionale Szenen, die vor allem von eher negativen Gefühlen dominiert wurden. Bei solchen Stellen in ich nicht drum herum gekommen ein, zwei kleine Tränchen wegzublinzeln. Obwohl mich dieser ewig lange Romance Teil letztlich so dermaßen genervt hat, bin ich dennoch ziemlich schnell durch die Seiten gekommen. Sehr widersprüchlich, ich weiß. Ich verstehe selbst nicht so genau, was da los war… Zusammengefasst: lange Liebesstory, die mich irgendwann voll genervt hat, Bezüge zu Katys Leidenschaft fürs Lesen und Bloggen und emotionale Stellen, die mir gut gefallen haben, und ein schnelles „durch-die-Seiten-fliegen“. Ich weiß jetzt, dass die Bücher sehr viel Fokus auf dem Beziehungs- und Liebesteil haben können, sodass ich die zwei weiteren Bände mit weniger Erwartungen an das Fantasy-Element lesen werde. Ich bin einfach jemand, der Reihen ungern abbricht, weil ich dann doch irgendwie wissen will, wie es ausgeht. Und es sind ja nur noch zwei Bände der „Original“-Reihe, also die Zusatzreihen mal weggelassen. Das lässt sich schon schaffen. Wow. Ich muss jetzt aber erstmal diese Geschichte verarbeiten.😉 Ich kann diesem Buch leider nur 1,5 oder 2 Sterne geben. Ich schwanke noch so ein bisschen. Mir fällt es schließlich nicht leicht, ein Buch schlecht zu bewerten. Bisher habe ich nur Bücher gelesen, die mir gut bis sehr gut gefallen haben. Das ist „Opal“ scheinbar mal in die andere Richtung ausgewichen, haha.

„Opal. Schattenglanz“ ist der dritte Band der „Obsidian-Reihe“ von Jennifer L. Armentrout. Das Buch erschien 2015 im Carlsen Verlag, es hat 464 Seiten, kostet 19,99 € [D] und du kannst es unter der ISBN 978-3-551-58333-8 finden.

„Die verborgenen Insignien des Pan“

von Sandra Regnier; Band 3

Dies ist der letzte Band der Trilogie. Damit dir Handlungselemente nicht vorweggenommen werden, solltest du zuerst den ersten Band („Das geheime Vermächtnis des Pan“) und den zweiten Band („Die dunkle Prophezeiung des Pan“) lesen.

„Eigentlich sollte sich Felicity ja glücklich schätzen. Nicht nur scheinen plötzlich sämtliche Jungen aus ihrer Schule an ihr interessiert zu sein, sie ist auch bereits mit dem bestaussehendsten Typen Londons verlobt. Nur leider ist die Verlobung schon vor Jahrhunderten arrangiert worden und ihr Zukünftiger der etwas zu charmante Halbelf Leander FitzMor, der viel zu vielen Frauen den Kopf verdreht. Felicity kann sich einfach nicht entscheiden, ob sie ihn lieber schlagen oder ihm doch endlich den alles verändernden Kuss geben soll. Zu allem Überfluss spitzt sich auch die Lage in der Anderwelt zu und wieder hängt alles von Felicity ab. Nur sie kann die für die Elfen so wichtigen Insignien finden, muss dafür aber ziemlich durch die Zeit reisen…“

Felicity gewöhnt sich langsam daran, dass sie mit Lee, einem Halbelf verlobt ist, und die Prophezeite ist, die die Elfenwelt retten soll. Nur hat sie noch nicht wirklich eine Vorstellung davon, wie sie das anstellen soll. Als sie dann auch noch herausfindet, wer sie wirklich ist, steht ihre Welt erneut Kopf. Aber Felicity wäre nicht sie, wenn sie damit nicht auch fertig werden würde.

Felicity hat sich über die Bücher sehr weiterentwickelt. Das hat mir gut gefallen, da sie jetzt selbstbewusster und schlagfertiger ist und sich nicht mehr hinter ihren Freunden versteckt. Obwohl sie mit ziemlich viel fertig werden muss, was man eigentlich nicht so gut wegsteckt, wirkt sie doch die ganze Zeit ziemlich gefasst und schöpft immer wieder Mut, weiterzumachen. Das fand ich sehr bemerkenswert, denn die ganze Zeit neuen Mut zu schöpfen, obwohl sich die Ereignisse überschlagen und die Welt, wie man sie eigentlich gewohnt ist, in Scherben liegen zu sehen, ist – denke ich – nicht gerade einfach. Auch die Entwicklung von Lee hat mir gut gefallen. Im ersten Band ist er noch sehr von sich selbst überzeugt, doch im Laufe der Bücher werden noch andere Eigenschaften von ihm sichtbar, die es mir leichter gemacht haben, ihn zu mögen. In einigen Passagen habe ich bemerkt, dass er durchaus dankbar ist, dass Felicity sich selbst so gut durchschlagen kann und sich nicht die ganze Zeit an ihn klammert. Besonders schön fand ich, dass sich die Entwicklung der Beziehung der beiden Hauptfiguren mehr auf die Charaktereigenschaften bezogen hat und es nicht nur stumpfes „Ich-mag-ihn/sie-weil-er/sie-verdammt-gut-aussieht“-Gerede war. Natürlich kam ein paarmal auch so ein ähnlicher Satz vor, aber solange es nicht zu viel ist, finde ich das völlig in Ordnung. Ich finde auch, dass so ein Satz in Büchern mit einer Liebesgeschichte durchaus berechtigt ist. Aber: Nicht zu oft! Insgesamt fand ich, dass dieser Band ein gelungener Abschluss der Trilogie war, der am Ende noch einige Überraschungen bereithielt. Außerdem fand ich es schön, dass historische Fakten oder auch Mythen in das Worldbuilding und die Geschichte eingeflossen sind. Mehr möchte ich gar nicht sagen… Ich vergebe 5 von 5 Sterne.

„Die verborgenen Insignien des Pan“ ist der dritte Band der „Pan“-Trilogie von Sandra Regnier. Das Buch erschien am 22.08.2014 im Carlsen Im.press Verlag. Es hat 368 Seiten, kostet 8,99 € [D] und du findest es unter der ISBN 978-3-551-31435-2. Die Angaben beziehen sich auf das Taschenbuch (Die Pan-Trilogie 3: Die verborgenen Insignien des Pan | Carlsen)

Ich habe eine E-Box mit allen drei Bänden der Trilogie (Die Pan-Trilogie: Band 1-3 | Carlsen).

„Keltenfeuer“

„Dass der Hügel hinter dem Bergmannhof ein gefährliches Geheimnis birgt, begreifen Kathrin und Léon als erste. Aber wie sollen sie es den Erwachsenen erklären, die der Traum von bedeutenden archäologischen Ausgrabungen, gar einem Schatz, blind und taub für alle Gefahren macht?

Eine Geschichte vom Einbruch des Unerklärlichen in eine ganz normal erscheinende Welt – Spannung pur! „

Klappentext meiner Ausgabe

„Dietlof Reiche hat, was ein herausragender Kinderbuchautor dringend braucht: eine wache, scharfe, lebendige Erinnerung an die Zeit, da er selbst noch nicht erwachsen war.“

Die Zeit

Kathrin glaubt nicht daran, dass der Hügel hinter ihrem zu Hause bewohnt ist. Jedenfalls so lange nicht, bis sie eine Keltin sieht und beobachtet, wie diese im Hügel verschwindet. Leider kann sie davon niemandem erzählen. Bis Léon, Feriengast bei den Beckmanns, einen Keltenjungen sieht. Die beiden wissen sofort, dass sie die Erwachsenen warnen und davon überzeugen müssen, den Hügel in Ruhe zu lassen. Das gestaltet sich jedoch schwieriger als gedacht. Denn wie soll man Erwachsenen erklären, dass in dem Hügel zwei Kelten wohnen, die am besten in Ruhe gelassen werden, da sonst etwas schlimmes geschieht? Doch Léon und Kathrin geben so leicht nicht auf. Ein spannender Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Zu Beginn wird uns ein Abschnitt der Geschichte aus der Sicht des Keltenmädchens geschildert. Darauf folgt die Geschichte, die aus mehreren Perspektiven geschildert wird. Dabei wird diese ab und an unterbrochen und erlebt die Geschehnisse aus Sicht der Kelten beziehungsweise bekommt durch diese Hintergrundinformationen, warum diese überhaupt in dem Hügel sind und was deren Aufgabe ist. Kathrin und Léon sind tapfer und handeln klug. Gleichzeitig suchen sie nach einem Weg, den Erwachsenen die Gefahr zu erklären. Immerhin wissen sie, weil sie die Zeichen der Kelten deuten, dass diese nicht gerade freundlich gesinnt sind. Obwohl die beiden erst 12 Jahre alt sind und ihr Handeln größtenteils diesem entspricht, empfand ich die Sprache der beiden nicht kindlich genug. Der Satzbau und auch einige Worte entsprechen meiner Meinung nach nicht dem Ausdruck eines Kindes/Jugendlichen. Es passt mehr zu einem Erwachsenen, beziehungsweise mehr in die Vergangenheit. Beim Lesen bin ich deshalb an manchen Stellen über die Formulierungen gestolpert. Insgesamt hat mir die Geschichte jedoch gut gefallen, da es eine etwas andere Fantasy Geschichte ist. Die Kelten kommen in die Gegenwart und lernen unsere Welt kennen, d.h. die gesamte Geschichte spielt in unserer Zeit. Die Geschichte ist gut durchdacht und in sich schlüssig. Ich gebe 3,5 von 5 Sternen.

„Keltenfeuer“ von Dietlof Reiche erschien 2006 als Taschenbuch bei Reihe Hanser (dtv). Es hat 396 Seiten, kostet 8,00 € und du findest es unter der ISBN 978-3-423-62269-5. Die Angaben beziehen sich auf das Taschenbuch aus meinem Besitz.

„Zeitenzauber – die goldene Brücke“

von Eva Völler; Band 2

Obwohl dieser Roman in einem anderen Ort zu einer anderen Zeit spielt, also unabhängig vom ersten Band ist, solltest du dir trotzdem zuerst den ersten Band (Zeitenzauber – die magische Gondel) durchlesen, da in diesem ein wichtiger Bestandteil der Handlung erklärt wird.

„Eine magische Brücke

Eine verbotene Affäre

Ein Reisender, der in der Zeit feststeckt

Nachdem Anna sich dem Geheimbund der Zeitwächter angeschlossen hat, lässt das nächste Abenteuer nicht lange auf sich warten. Mitten in ihrer Abiturprüfung ereilt sie eine Schreckensnachricht aus Paris: Sebastiano ist verschollen – und zwar im 17. Jahrhundert! Anna begibt sich auf eine gefährliche Reise und findet ihren Freund tatsächlich in Paris wieder. Doch es gibt ein neues Problem: Er hält sich für einen Musketier und hat keine Ahnung, wer Anna ist. Schafft sie es, seinem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen?“

Anna macht sich große Sorgen. Sebastiano steckt im Paris der Vergangenheit fest und erinnert sich nicht mehr an sie. Daraufhin versucht sie alles erdenklich mögliche, um Sebastianos Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen. Sie schleust sich in die Umgebung einer reichen Persönlichkeit ein, um auf Sebastiano Acht geben zu können. Langsam merkt sie, dass Sebastianos Erinnerungen an sie nicht ganz weg sind, doch ihr läuft die Zeit davon. Denn gleichzeitig muss sie noch ein Ereignis verhindern, was den Lauf der Zeit erheblich schädigen könnte. Schaffts sie alles rechtzeitig und wem kann sie überhaupt noch trauen?

Auch in diesem Band begleiten wir Anna in die Vergangenheit. Doch diesmal ist sie noch mehr auf sich selbst gestellt, sodass man noch einiges über ihre Persönlichkeit lernt, was man aus dem ersten Band nicht mitnehmen konnte. Anna ist sehr selbstbewusst, sagt ihre Meinung und ist loyal. Diese Eigenschaften gefallen mir sehr gut an ihr, weshalb es mir auch Spaß gemacht hat, mit ihr in die Vergangenheit zu reisen. Außerdem war sie mir sehr sympathisch, da sie bestimmte Dinge nicht einfach hinnehmen wollte, sondern versucht hat, etwas so zu verändern, dass es ihrer Meinung nach besser ist, beispielsweise moralischer. Ich weiß, dass das gerade etwas seltsam klingt, aber ich möchte nichts über die Handlung verraten. Der Schreibstil war einfach, sodass ich mich nicht sehr konzentrieren musste. Oftmals ist es bei Geschichten dieses Genres ja so, dass man seine volle Aufmerksamkeit beim Lesen benötigt, damit man nicht etwas Wichtiges aus Versehen überliest. Dies ist bei diesem Buch nicht der Fall. Auch wenn man eine lange Lesepause hat (ups, war nicht so geplant 🙈), kommt man sehr schnell wieder in die Handlung rein, da der locker leichte Schreibstil eine Hilfe war. Achtung, für alle, die kein Französisch können: Die Handlung spielt in Frankreich, weshalb auch ein paar französische Worte vorkommen. Nicht ärgern, wenn es euch beim Lesen aufhält. Mir ging es genauso… Aber ich habe es einfach ausgesprochen, wie ich wollte. Das Buch hält einige Überraschungen parat, mit denen ich bis zuletzt nicht gerechnet hätte, weshalb ich es spannend fand. Insgesamt fand ich die Geschichte sehr schön. Vor allem Annas Mut und innere Stärke hat mich beeindruckt. Ich konnte mir vorstellen, wie schwer es für sie sein musste, erstmal damit klarzukommen, dass Sebastiano sie nicht erkennt. Doch ich habe es bewundert, mit welchem Einfallsreichtum, sie um seine Aufmerksamkeit und um ihre gemeinsame Liebe gekämpft hat. Da mich die Geschichte abgeholt hat und mir entspannte Lesestunden bereitet hat, gebe ich 4 von 5 Sternen.

„Zeitenzauber – Die goldene Brücke“ ist der zweite Band der „Zeitenzauber“-Trilogie von Eva Völler. Das Buch erschien als Taschenbuch 2015 im Baumhausverlag, hat 318 Seiten und kostet 8,00 €. Du kannst es unter der ISBN 978-3-8432-1080-5 finden.

„Das Lied der Dunkelheit“

von Peter V. Brett; Dämonenzyklus Band 1

„Manchmal gibt es gute Gründe, sich vor der Dunkelheit zu fürchten…

Peter V. Bretts gewaltiges Epos vom Weltrang des „Herrn der Ringe“.“

„Weit ist die Welt – und dunkel…

…und in der Dunkelheit lauert die Gefahr. Das muss der junge Arlen auf bittere Weise selbst erfahren. Schon seit Jahrhunderten haben Dämonen, die sich des Nachts aus den Schatten erheben, die Menschheit zurückgedrängt. Und das einzige Mittel, mit dem die Menschen ihre Angriffe noch abwehren können, sind die magischen Siegel.

Als Arlens Mutter bei einem Dämonenangriff ums Leben kommt und sein Vater nur tatenlos zusieht, flieht der Junge aus seinem Heimatdorf – auf der Suche nach Menschen, die den Mut noch nicht aufgegeben und das Geheimnis um die alten Bannzeichen noch nicht vergessen haben…“

Arlen ist erst elf Jahre alt, als er flieht und sich auf die gefährliche Reise macht, nach Menschen zu suchen, die ähnlich wie er denken. Doch diese Suche gestaltet sich als äußerst schwierig. Nicht nur die Dämonen, die jede Nacht auftauchen, stellen eine große Gefahr dar. Wem kann er trauen, um seinem Ziel näher zu kommen? Leesha ist dreizehn Jahre alt als sie die Chance bekommt, ihrem bisher verhassten Lebensstil zu entkommen. Sie hilft einer alten Kräutersammlerin und wird kurzerhand deren Schülerin. Rojer ist circa drei Jahre alt, als er mit ansehen muss, wie seine Eltern von Dämonen getötet werden. Von diesem Zeitpunkt an, wächst er bei einem Jongleur auf und erlernt von klein auf dessen Beruf.

Ich habe das Buch im Urlaub in unserer Unterkunft in einem Bücherschrank entdeckt. Ich fand erst einmal deshalb interessant, weil es so dick ist. Nachdem ich mir dann den Klappentext durchgelesen habe, hab ich mich entschlossen, es zu lesen. Und es war keine falsche Entscheidung, denn mir hat das Buch gut gefallen, da man die Geschichte aus drei verschiedenen Sichtweisen erzählt bekommt. Jeder der Charaktere hat seine eigene Geschichte und doch scheinen die Schicksale der jungen Leute miteinander verbunden zu sein. Obwohl die Protagonisten anfangs noch sehr jung sind, habe ich sie sehr schnell in mein Herz geschlossen. Arlen hat mit seinen elf Jahren erstaunlichen Mut, Willensstärke und Selbstbewusstsein besessen. Leesha war tapfer und hat sich zu einer jungen Frau entwickelt, die weiß, was sie tut und sich in vielerlei Hinsicht nichts sagen lässt. Das hat sie manchmal etwas störrisch wirken lassen und trotzdem fand ich es in diesen speziellen Fällen angebracht. Rojer der den Tod engster Familienmitglieder mit ansehen musste, war mutig und tapfer und hat versucht aus jeder Situation das Beste zu machen. Er hat sich mit den Gegebenheiten und Situationen, die ihm das Leben gegeben hat, abgefunden und gelernt diese zu akzeptieren. Die Welt, in der die Geschichte spielt, wurde gut beschrieben und eine Karte, die sich im Buch befindet, hat bei der Orientierung geholfen. Die Lebensweise der Menschen ähnelt in gewissen Aspekten mittelalterlichen Zuständen. Die Kräutersammlerin, bei der Leesha in die Lehre geht, war mir sehr sympathisch. Es wurde zwar nie erwähnt, wie alt sie genau ist, aber ein kleiner Satz verrät, dass sie weit über 100 sein muss. Was ich an ihr mochte, war vor allem ihre Selbstsicherheit, die ihr ihr Wissen verleiht. Niemand, nicht einmal der stärkste Junge aus dem Dorf, in dem sie lebt, wagt es sie anzugreifen. Außerdem hat es in den Kapiteln, in den sie handelnde Person war, nicht an Humor gefehlt. Trotz ihres hohen Alters und ihrer körperlichen Schwäche wurde sie von allen respektiert. Leesha will natürlich später als gelernte Kräutersammlerin denselben Status innehaben und hat sich, wie ich finde, auch schon ganz gut darin gemacht. Am Anfang hat sich das Buch etwas in die Länge gezogen, was sich später dann aber wieder als nützlich erwiesen hat. Denn in diesen etwas langatmigen Passagen, in denen Arlen vor allem Gespräche von Erwachsenen mehr oder weniger heimlich mit angehört hat, wurden dem Leser viele Informationen gegeben, die die Zeit vor dem Zeitpunkt der Geschichte beschreiben. So konnte man sich ein Bild davon machen, wie es zu der jetzigen Situation kommen konnte und was eventuell getan werden kann, um bestimmte Dinge zu verhindern. Es ist also größtenteils wichtig, um sich ein Gesamtbild zu verschaffen. Für mich ist das Buch definitiv ein gelungener Einstieg in eine neue Fantasy-Welt in dem der Kampf der Menschen gegen Dämonen im Vordergrund steht. Fast hätte ich vergessen zu erwähnen, dass die unterschiedlichen Dämonen detailreich beschrieben wurden und jeweils bestimmte Eigenschaften haben. Auch diese, im Buch bösartigen Kreaturen, konnte man sich gut vorstellen. Ich gebe 4 von 5 Sternen.

„Das Lied der Dunkelheit“ ist der erste Band der „Dämonenzyklus“-Reihe von Peter V. Brett. Das Buch erschien am 04. Mai 2009 im Heyne Verlag. Es hat 800 Seiten, kostet 16,99 € und du kannst es unter der ISBN 978-3-453-52476-7 finden (einige Angaben habe ich hier entnommen: Peter V. Brett: Das Lied der Dunkelheit – Paperback – Heyne Verlag (penguinrandomhouse.de)).

„Onyx – Schattenschimmer

von Jennifer L. Armentrout; Band 2

Da dies der zweite Band ist, solltest du zuerst „Obsidian“ lesen, da du dir sonst wichtige Handlungselemente verraten könntest.

„Seit Daemon Katy geheilt hat, sind sie für immer miteinander verbunden. Doch sind sie auch für einander bestimmt? Auf keinen Fall, findet Katy und versucht sich gegen ihre Gefühle zu wehren. Das ist allerdings gar nicht so einfach, denn Daemon ist nun fest entschlossen, sie für sich zu gewinnen. Dann taucht ein neuer Mitschüler auf – und mit ihm eine dunkle Gefahr. Katy weiß nicht mehr, wem sie trauen kann. Was geschah mit Daemons Bruder? Welche Rolle spielt das zwielichtige Verteidigungsministerium? Und wie lange wird sie Daemons enormer Anziehungskraft noch widerstehen können?

Seit Katy weiß, dass Daemon ein Alien und somit nicht von dieser Welt ist, schweben sie und die anderen Aliens immer öfter in Lebensgefahr. Auch weil sie unnatürliche Kräfte entwickelt, wird es für alle immer gefährlicher. Welche Rolle das Verteidigungsministerium dabei in dem Chaos spielt, dass sich um Katy abspielt, ist weder ihr noch Daemon so richtig bewusst. Der neue Mitschüler Blake wirkt im Gegensatz zu vielen anderen um Katy herum, äußerst normal, doch ist Daemons Gefühl, dass mit ihm etwas nicht stimmt, berechtigt? Wem kann sie noch trauen? Zusätzlich zu der ständig drohenden Lebensgefahr, spielen ihre Gefühle Daemon gegenüber verrückt. Als wenn es nicht schon kompliziert genug wäre…

Mir hat der zweite Band besser gefallen als der erste. Das liegt vor allem an der Tatsache, dass man die Grundidee kennt und sich jetzt neben der Hass-Liebe zwischen Katy und Daemon auch auf den Aufbau der Grundidee konzentrieren kann, etwas über das geschaffene Universum lernt und versteht, wie alles miteinander in Zusammenhang steht. Die Probleme und Risiken erkennt, aber auch die positiven Seiten des Grundgedanken lieben lernt. Ich konnte mich wesentlich besser in die Geschichte fallen lassen und die Protagonistin Katy bei ihren Abenteuern und Erlebnissen begleiten. Natürlich gibt es aber auch etwas, was mir nicht so gut gefallen hat. So zum Beispiel Katys Sturheit, nicht auf Daemon zu hören, wenn er ihr gesagt hat, dass er sich nicht sicher ist, ob es gefährlich wird, oder man einzelnen Personen trauen sollte. Andererseits kann ich Katy verstehen, die einfach selbst über ihr Leben bestimmen will und eigene Entscheidungen treffen wollte, statt vorgeschrieben zu bekommen, was sie zu tun und zu lassen hat. Negativ fand ich auch, dass sich Daemon ab und zu sehr kindisch verhalten hat, weil er eifersüchtig oder eingeschnappt war. Sein Verhalten, welches über einen längeren Zeitraum andauerte, hat meiner Meinung nach nicht zu seinem von sich selbst überzeugten Charakter gepasst, wie man ihn im ersten Band kennengelernt hat. Ich finde er hätte sich in diesen Situationen anders verhalten müssen. Im Gegensatz zu der Lovestory zwischen Katy und Daemon stehen die spannungsgeladenen Szenen, in denen die beiden entweder herausfinden wollen, was mit Daemons Bruder Dawson geschehen ist, was es mit Katys übernatürlichen Kräften auf sich hat, oder Szenen, in denen sie um ihr Leben kämpfen. Es war eine gute Mischung aus Spannung und Liebe. Und auch Katys Leidenschaft für das Bloggen und Lesen ist in diesem Band nicht zu kurz gekommen, anders als im ersten Band. Ich hatte das Gefühl, dass man in diesem Band Katys Leidenschaft für das Lesen und Bloggen näher erleben konnte. Insgesamt wurde diese mehr in die Geschichte eingebettet. Ich glaube jeder der Bücher liebt, versteht diese Leidenschaft, aber diese als ein Teil eines Charakters in einem Buch zu erleben, ist etwas anderes und ich finde man liest ein solches Buch auf eine andere Art und Weise. Ich beispielsweise hatte den Anspruch, dass einem diese Leidenschaft auch vermittelt wird, was mir wie gesagt im ersten Band gefehlt hat, in diesem Band jedoch ausreichend vorhanden war. „Onyx“ ist für mich ein gelungener zweiter Band und ich freue mich schon, mit dem nächsten Band erneut in die Welt der Aliens abtauchen zu können. Ich bewerte es mit 4 von 5 Sternen.

„Onyx-Schattenschimmer“ ist der zweite Band der „Obsidian“-Reihe von Jennifer L. Armentrout. Das Buch mit der ISBN 978-3-551-31615-8 erschien 2016 im Carlsen Verlag und hat mit Bonusmaterial um die 480 Seiten. Es kostet 14,99€.