„Obsidian – Schattendunkel“

von Jennifer L. Armentrout; Band 1

„Als Katy vom sonnigen Florida ins graue West Virginia ziehen muss, ist sie alles andere als begeistert. In dem kleinen Nest kommt sie anfangs nicht einmal ins Internet, was für die leidenschaftliche Buchbloggerin eine Katastrophe ist. Sie beschließt, bei ihren Nachbarn zu klingeln, und lernt so den atemberaubend gut aussehenden, aber unfassbar unfreundlichen Daemon Black kennen. Was Katy jedoch nicht weiß: Genau dieser Junge, dem sie von nun an aus dem Weg zu gehen versucht, wird ihrem Schicksal eine ganz andere Wendung geben…“

Katy ist alles andere als begeistert von ihrem neuen zu Hause. Um einkaufen zu gehen, muss sie in den Nachbarort fahren und zu Hause hat sie kein Internet. Ihre Mutter überredet sie, bei den Nachbarn zu klingeln, da die Jugendlichen in ihrem Alter sind, um vor Beginn der Schule neue Kontakte zu knüpfen. Doch Daemon ist nicht besonders freundlich zu ihr. Dennoch zieht er Katy auf eine ihr unverständliche Art und Weise an und diese

„Obsidian“ stand schon lange auf meiner want-to-read Liste. Doch bisher habe ich mich noch nicht dazu durchringen können, dass Buch in die Hand zu nehmen und zu lesen. Ich weiß nicht, warum, denn es hat mir gut gefallen. Die Protagonistin Katy ist erst kürzlich umgezogen und hat mit dem Umzug und der Eingewöhnung in die neue Umgebung zu kämpfen. Dennoch wirkt sie sehr gefasst und versucht Stärke zu zeigen, auch um ihre Mutter zu beruhigen. Daemon, ihr Nachbar, ist zunächst nicht gerade der Typ, den man gerne kennenlernen möchte. Er benimmt sich Katy gegenüber sehr unhöflich und herablassend, was sie verletzt, und ist zudem sehr arrogant. Sie lässt sich ihre Kränkung jedoch nicht anmerken und kann Daemon auch Konter geben. Zwischen den beiden entwickelt sich eine sehr komplizierte Beziehung, die sehr von negativen Gefühlen geprägt ist. Die Entwicklung dieser Beziehung im gesamten Buch könnte man kurz als „Enemies-to-Lovers“ bezeichnen. Ich habe sehr lange gebraucht, um die Grundidee der Geschichte herauszufinden, was es mir an manchen Tagen schwer gemacht hat, das Buch in die Hand zu nehmen und weiterzulesen. Ich habe es außerdem als schade wahrgenommen, dass Katys Leidenschaft für das Bloggen über Bücher, wie es im Klappentext beschrieben wird, im Buch insgesamt keine so große Rolle gespielt hat. Es gab einzelne kleine Stellen, in denen es über ihre Leidenschaft für Bücher ging, die jedoch nur einen Bruchteil der gesamten Handlung ausmachten. Primär ging es im Buch darum, welche Verbindung zwischen Katy und Daemon sowie dessen Schwester Dee besteht und was verschiedene seltsame Vorfälle mit den beiden geheimnisvollen Geschwistern auf sich haben. Der Schreibstil war für mich gewöhnungsbedürftig, da ich etwas gebraucht habe, um in die Geschichte zu kommen, dann aber flüssig und in sich schlüssig. Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten und ich fand es bis zur letzten Seite spannend. Etwas gemein ist es allerdings auch, da das Buch mit einem Cliffhanger endet. Ich bewerte es mit 3 von 5 Sternen.

„Obsidian. Schattendunkel“ ist der erste Band gleichnamigen „Obsidian“-Reihe von Jennifer L. Armentrout. Das Buch erschien im deutschsprachigen Raum 2014 im Carlsen Verlag. Das Taschenbuch (Carlsen, 2018) hat 432 Seiten und du findest es unter folgender ISBN 978-3-551-31601-1.

„Silber – das erste Buch der Träume“

von Kerstin Gier; Band 1

„Geheimnisvolle Türen mit Eidechsenknäufen, sprechende Steinfiguren und ein wildgewordenes Kindermädchen mit einem Beil … Liv Silbers Träume sind in der letzten Zeit ziemlich unheimlich. Besonders einer von ihnen beschäftigt sie sehr. In diesem Traum war sie auf einem Friedhof, bei Nacht, und hat vier Jungs bei einem düsteren magischen Ritual beobachtet.

Zumindest die Jungs stellen aber eine ganz reale Verbindung zu Livs Leben dar, denn Grayson und seine drei besten Freunde gibt es wirklich. Seit kurzem geht Liv auf dieselbe Schule wie die vier. Eigentlich sind sie ganz nett.

Wirklich unheimlich – noch viel unheimlicher als jeder Friedhof bei Nacht – ist jedoch, dass die Jungs Dinge über sie wissen, die sie tagsüber nie preisgegeben hat – wohl aber im Traum. Kann das wirklich sein? Wie sie das hinbekommen, ist ihr absolut rätselhaft, aber einem guten Rätsel konnte Liv noch nie widerstehen…“

Durch Zufall findet sich Liv Silber in einem langen Korridor mit vielen Türen wieder und trifft dort zufällig auf Grayson, ihren zukünftigen Stiefbruder, dem sie durch eine Tür auf einen Friedhof folgt. Das seltsame ist, sie weiß, dass sie nur träumt und doch scheint alles um sie herum so real. Als sie auf dem Friedhof dann auch noch auf Freunde von Grayson trifft und diese am nächsten Tag in der Schule Dinge über sie wissen, die sie nur im Traum gesagt hat, findet sie das, was vergangene Nacht passiert ist, sehr merkwürdig. Da Liv Rätsel liebt, beschließt sie, herauszufinden, was es mit diesen real wirkenden Träumen und dem Korridor voll Türen auf sich hat.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Kerstin Gier schreibt sehr humorvoll und verleiht ihren Charakteren so die notwendige Menge an Sympathie. Die Grundidee mit den Träumen hat mich sehr gefesselt und ich bin genauso neugierig wie Liv, herauszufinden, wie das alles funktioniert. Ich habe die Protagonistin Liv von Anfang an in mein Herz geschlossen. Ihr Humor und ihre selbstbewusste Art haben mir gut gefallen. Obwohl die vier Jungs, die eine große Rolle in dem Buch spielen, sehr sympathisch beschrieben wurden, haben mich nicht alle von ihnen überzeugt, charakterlich wirklich so zu sein, wie sie beschrieben werden. Welche ich meine, verrate ich an dieser Stelle jedoch nicht 😉 vielleicht findest du ja selbst heraus, wen ich meine. Der „Tittle Tattle Blog“, der den Klatsch der Schule zusammenfasst, war sehr amüsant und hat zu einer locker leichten Lesestimmung beigetragen. Die kleine Liebesstory, die sich im Verlauf des Buches entwickelt, war gut integriert, ein wenig zügig voranschreitend und an manchen Stellen auch sehr offensichtlich gestaltet, was mich persönlich jedoch nicht sehr gestört hat. Ich bin gespannt, was Liv in den nächsten Bänden noch so alles erleben wird, ob sie herausfindet, was es mit den realitätsnahen Träumen auf sich hat, und ob das Geheimnis gelüftet wird, wer sich hinter dem Pseudonym Secrecy, der oder dem Autor/in des „Tittle Tattle Blogs“, verbirgt. Ich gebe dem Buch 4,5 von 5 Sternen.

„Silber – das erste Buch der Träume“ von Kerstin Gier ist der erste Band der „Silber“-Trilogie. Es hat ca. 411 Seiten, ist aus dem FJB Verlag und du kannst es unter der ISBN 978-3-8414-4008-2 finden.

„Die dunkle Prophezeiung des Pan“

Sandra Regnier; Band 2

Bitte lies zuerst Band 1 („Das geheime Vermächtnis des Pan“) bevor du dir diese Rezension durchliest. Diese Rezension könnte Spoiler enthalten.

„Es ist wirklich nicht leicht, die Auserwählte der Elfenwelt zu sein, wie Felicity Morgan täglich feststellen muss. Statt der erwarteten Lobeshymnen steht sie jetzt plötzlich unter Mordverdacht und der Elfenkönig ist persönlich hinter ihr her. Da hilft es auch nicht wirklich, Leander FitzMor, den bestaussehendsten Typen Londons, an seiner Seite zu haben, vor allem nicht, wenn man sich seiner Absichten nie ganz sicher sein kann. Wie gut, dass Felicity ihr Herz ohnehin schon an den attraktiven Filmstar Richard Cosgrove verloren hat. Nur leider kann er ihr nicht weiterhelfen, als sie plötzlich im Versailles des achtzehnten Jahrhunderts erwacht…“

Neben ihrer Rolle als Retterin der Elfenwelt, kämpft Felicity zusätzlich mit ihren ansonsten ziemlich normalen Teenager-Leben. Der erste Liebeskummer, Stress mit der Familie und kleine Streitigkeiten im Freundeskreis. Doch das scheint nur ihr geringstes Problem zu sein. Es geschehen Morde, Felicity wird vom Elfenkönig verdächtigt und dann verschwindet auch noch Lee auf unerklärliche Weise und niemand weiß, wo er ist. Felicity macht sich große Sorgen.

Mir hat das Buch gut gefallen, da sich Felicity von einem unscheinbaren Teenager zu einer selbstbewussten Persönlichkeit entwickelt hat. Sie hat zwei Kleidergrößen abgenommen und verdient durch einen Nebenjob ihr Geld, um ihren Traumberuf zu verwirklichen. Dadurch wirkt sie gefasster und weiß, was sie will. Das löst allerdings auch Konflikte mit ihrer Familie und Freunden aus, die in ihr immer noch das unscheinbare Mädchen sehen, welches Abends im Pub ihrer Mutter aushilft. Lee ist weiterhin der geheimnisvolle Halbelf, über den man genauso viel weiß wie Felicity, da aus ihrer Sicht erzählt wird. Der Leser begleitet Felicity auf ihrer Suche nach Antworten über ihre Rolle als Prophezeite und lernt weitere Elfen kennen, die allerdings größtenteils als unfreundlich und verschlossen dargestellt werden. Obwohl Felicity ein paar kleine Schwierigkeiten mit ihrer Freundesgruppe hat, stärkt diese ihr jedoch weiterhin jederzeit den Rücken. Ich mag Felicitys Charakterentwicklung wirklich sehr und finde es großartig, dass sie nicht dem äußerlichen Idealbild entspricht, bzw. entsprach. Denn ihre äußerliche Veränderung hat keinen negativen Einfluss auf ihren Charakter genommen. Der Aufbau des Buches ähnelt in etwa dem ersten Band. Ich gebe 4 von 5 Sternen.

„Die dunkle Prophezeiung des Pan“ ist der zweite Band der „Pan“-Trilogie von Sandra Regnier. Das Buch erschien am 25.04.2014 im Carlsen Im.press Verlag, kostet 8,99 € [D] und hat 416 Seiten. Du kannst es unter der ISBN 978-3-551-31396-6 finden. Die Angaben beziehen sich auf das Taschenbuch (Die Pan-Trilogie 2: Die dunkle Prophezeiung des Pan | Carlsen).

Ich habe eine E-Box mit allen drei Bänden der Trilogie (Die Pan-Trilogie: Band 1-3 | Carlsen).

„Engelsnacht“

von Lauren Kate; Band 1

„Ein Mädchen, ein Junge und eine Liebe für die Ewigkeit!

Daniel ist ein gefallener Engel, für immer im Diesseits gefangen. Lucinda ist dazu verdammt, alle 17 Jahre wiedergeboren zu werden – und sich jedes Mal aufs Neue unsterblich in Daniel zu verlieben. Doch seine Nähe bedeutet ihren Tod…“

Der internationale Bestseller – Lauren Kates überirdisch romantischer Engelsroman

„Ich liebe, liebe, liebe es! Sexy, faszinierend und aufregend.“

P.C. Cast

Luce ist neu an der Sword & Cross Schule, einer Besserungsanstalt für schwer erziehbare Jugendliche. An das, was passiert ist, dass sie nun auf diese Schule gehen muss, kann sie sich nicht mehr erinnern. An ihrem ersten Tag auf der Schule lernt sie schnell neue Leute kennen. Darunter auch Daniel der sich ihr gegenüber sehr abweisend und distanziert verhält, obwohl die beiden sich nicht kennen. Trotzdem kommt er ihr sehr bekannt vor und sie fühlt sich auf eine seltsame Weise zu ihm hingezogen. Außerdem taucht er immer dann auf, wenn sie in Schwierigkeiten steckt. Für Luce beginnt eine aufregende neue Zeit, in der ihr viele Fragen beantwortet werden und sich ihr aber auch neue Fragen stellen. Es wird abenteuerlich, romantisch und gefährlich.

Ich mochte das Buch gerne, denn Luces Verunsicherung und Schüchternheit, die sich auf ihre neue Lebenssituation beziehen, habe ich nicht als übertrieben oder zu wenig empfunden. Es hat gut zu ihrem Charakter gepasst. Aber auch ihr Selbstbewusstsein, zu ihren Gefühlen zu stehen, hat mir sehr gut gefallen. Andererseits ist das so eine Sache mit ihren Gefühlen: Luces Beharren auf ihre Gefühle gegenüber Daniel, obwohl sie ihn eigentlich gar nicht kennt, hat mich an der ein oder anderen Stelle etwas gestört. Es wirkte an mancher Stelle etwas aufgezwungen und inhaltlich hat es sich oft wiederholt, was mich irgendwann ein wenig genervt hat. Andererseits finde ich kann man so ihre Liebe besser nachempfinden. Die Liebesstory an sich ist eine schöne Idee und etwas ganz anderes, als das was ich bisher lesen durfte. Jedoch finde ich, ist die Umsetzung durch die Wiederholungen teilweise etwas zu sehr in die Länge geraten. Meiner Meinung nach ist es schade, dass man aus dem Klappentext schon erfährt, dass es um Engel geht, weshalb ich hier allerdings ohne zu spoilern sagen kann, dass ich diese Idee toll finde. Auch die Umsetzung und die sprachliche Gestaltung des Aussehens der Engel ist gut gelungen. Ich hätte aber auch kein Problem damit, wenn man aus dem Klappentext noch nichts darüber erfährt. Die Nebencharaktere haben mir gut gefallen, besonders die Ausarbeitung der Unterschiede der Charaktere von Daniel und Cam. Da ich hoffe, dass die folgenden Bände sich noch steigern und ich die Liebesstory etwas in die Länge gezogen fand, gebe ich dem Buch 3,5 von 5 Sternen.

„Engelsnacht“ ist der erste Band der vierteiligen „Fallen“-Reihe von Lauren Kate. Das Buch erschien erstmals 2010 im cbt Verlag, die englische Originalausgabe „Fallen“ 2009 bei Tinderbox. 2012 erschien eine Taschenbuchausgabe im Heyne Verlag, die ich besitze. Diese Ausgabe mit der ISBN 978-3-453-52879-6 kostet 9,99 € und hat 445 Seiten.

„Das geheime Vermächtnis des Pan“

Sandra Regnier; Band 1

„Felicity Morgan ist nicht gerade das, was sich die Elfenwelt unter ihrer prophezeiten Retterin vorgestellt hat. Sie ist achtzehn, trägt immer noch eine Zahnspange, hat keinen Sinn für schicke Klamotten und scheint niemals genügend Schlaf zu bekommen. Leander FitzMor hingegen, der Neue an Felicitys Schule, ist der wohl bestaussehendste Typ Londons. Um keinen coolen Spruch verlegen und zu allem Überfluss auch noch intelligent – denkt Felicity, die gottseidank nicht auf arrogante Frauenschwärme steht. Auch wenn diesen Leander immer jener seltsam anziehende Duft nach Heu und Moos umgibt und er sie manchmal anschaut, als könne er ihre Gedanken lesen. Aber das Schlimmste an dem ganzen ist, dass er einfach nicht mehr von ihrer Seite weichen will…“

Felicity lebt in London, geht zur Schule und hilft an manchen Abenden ihrer Mutter in deren Pub. Dadurch kommt sie oft zu spät zur Schule und riecht stark nach Alkohol. Ihren wenigen, aber loyalen Freunden macht dies nichts aus, da sie wissen, wie es um die finanzielle Situation Felicitys und ihrer Mutter bestellt ist. Allerdings bietet sie so einen Angriffspunkt für ihre Mitschüler, die ihr nicht sehr wohlgesonnen sind. Als dann Leander, auch Lee genannt, an ihrer Schule auftaucht, ändert sich das Leben von Felicity schlagartig. Sie erlebt Dinge, die ihr zuvor noch nie passiert sind.

Mir hat das Buch gut gefallen. Felicity ist nicht das typische Mädchen, das sich langsam zu einer Heldin entwickelt. Sie ist kräftiger gebaut und sieht, wenn man sich an das Klischee eines sehr schlanken Mädchens mit perfekter Haut hält, nicht gerade hübsch aus. Dennoch habe ich sie in mein Herz geschlossen. Sie kann schlagfertig antworten, hat ein festes Ziel, wonach sie strebt, ist neugierig und lässt sich nicht einschüchtern. Obwohl sie in unangenehme Situationen gerät, bleibt sie selbstbewusst und macht das, was sie für richtig hält. Lee ist selbstbewusst und sehr geheimnisvoll. Während dem Lesen lernt man langsam die Rolle kennen, die er spielt, während Felicity dies noch nicht kann. Das Buch ist aus Sicht von Felicity geschrieben, wobei es ein paar Kapitel gibt, die aus Lees Perspektive erzählen. Insgesamt hat man hier die Charaktere und die groben Züge der Handlung kennengelernt, wodurch man sich in die Thematik einfinden konnte. Ich freue mich auf die folgenden zwei Bände, in denen wir hoffentlich erfahren, wie es mit Lee und Felicity weitergeht und warum die beiden sich überhaupt getroffen haben. Ich gebe dem Buch 3 von 5 Sternen.

„Das geheime Vermächtnis des Pan“ ist der Auftakt der „Pan“-Trilogie von Sandra Regnier. Das Buch erschien am 20.12.2013 im Carlsen Verlag. Es hat 416 Seiten, kostet 8,99 € [D] und du kannst es unter der ISBN 978-3-551-31380-5 finden. Die Angaben beziehen sich auf das Taschenbuch (Die Pan-Trilogie 1: Das geheime Vermächtnis des Pan | Carlsen).

Ich habe eine E-Box mit allen drei Bänden der Trilogie (Die Pan-Trilogie: Band 1-3 | Carlsen).

„Zeitenzauber – Die magische Gondel“

von Eva Völler; Band 1

„Eine rote Gondel

Eine seltsame Maske

Ein Reisender zwischen den Zeiten

Die 17-jährige Anna verbringt ihre Sommerferien in Venedig. Bei einem Stadtbummel erweckt eine rote Gondel ihre Aufmerksamkeit. Seltsam. Sind in Venedig nicht alle Gondeln schwarz? Als Anna kurz darauf mit ihren Eltern eine historische Bootsparade besucht, wird sie im Gedränge ins Wasser gestoßen – und von einem unglaublich gut aussehenden jungen Mann in die rote Gondel gezogen. Bevor sie wieder auf den Bootssteg klettern kann, beginnt die Luft plötzlich zu flimmern und die Welt verschwimmt vor Annas Augen…“

Anna macht Urlaub in Venedig. Durch einen unglücklichen Zufall landet sie im Venedig 1499 und muss auch noch ein schreckliches Ereignis verhindern. Obwohl sie keine Ahnung hat, wie sie dies anstellen soll, versucht sie alles in ihrer Macht Stehende. Sebastiano, durch den sie in diese missliche Lage gebracht wurde, scheint zuerst keine große Hilfe zu sein. Außerdem will er ihr kaum etwas darüber verraten, was Anna gerade passiert.

Unsere Protagonisten wirkt dem Leser durch ihre Unbeholfenheit sehr nah. Denn wer würde schon sofort mit der Tatsache klarkommen, dass man gerade in der Zeit gereist ist. Auch ihr Problem, dass sie bei Stress plötzlich ganz dringend auf Toilette muss, lockert die allgemeine Anspannung auf. Im gesamten Buch gibt es immer wieder Anspielung auf bekannte Filme, Bücher oder Serien, was zu humorvollen Szenen führt. Die ganze Thematik um die Zeitreise bleibt bis zum Ende undurchsichtig, da man mit Anna zusammen langsam die Informationen erhält. Venedig konnte man sich als Handlungsort sehr gut vorstellen, trotz des historischen Touches. Sebastiano lernte man erst später genauer kennen, was der Geschichte aber nicht geschadet hat. Die weiteren auftretenden Personen waren gut ausgearbeitet und manch einer hatte eine interessante Wendung innerhalb der Handlung. Ich freue mich schon auf die folgenden Bände. Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sternen.

„Die magische Gondel“ ist der erste Band der Zeitreise-Trilogie „Zeitenzauber“ von Eva Völler. Das Buch erschien 2014 im Baumhaus-Verlag und du findest es unter der ISBN 978-3-8432-1070-6 (Taschenbuch). Das Buch hat ca. 330 Seiten und kostet 8,00 €.

„Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen“

von Sarah J. Maas; Band 1

„Eine legendäres Reich. Ein Fluch. Und eine Liebe, die über Leben und Tod entscheidet.

Als die junge Feyre im Wald einen Wolf tötet, erscheint eine furchteinflößende Kreatur und verlangt Wiedergutmachung. Feyre wird in das Reich der Fae verschleppt und entdeckt, dass ihr Entführer ein Prinz der Fae ist. Bald merkt Feyre, dass sich ihre Gefühle Tamlin gegenüber ändern. Aus kaltem Hass wird Leidenschaft, und keine Warnung, die sie je über die trügerisch schönen Fae gehört hat, kann das ändern. Doch ein grausamer Schatten liegt über dem Reich. Feyre muss einen Weg finden, um ihn aufzuhalten. Oder ihre Welt ist für immer verloren…“

Feyre ist die jüngste von drei Mädchen und geht auf die Jagd, um ihrer Familie das Überleben zu sichern. Dabei tötet sie unabsichtlich einen Wolf. Als Wiedergutmachung muss sie in das Reich der Fae und dort am Frühlingshof leben. Doch die Idylle trügt, denn über dem Reich lastet eine große Bedrohung und Feyre scheint die einzige zu sein, die die Fae und ihre eigene Welt noch retten kann. Doch zu welchem Preis?

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die Protagonistin Feyre wirkt trotz ihres jungen Alters sehr erwachsen und selbstbewusst, was mir gut gefallen hat. Sie lässt sich von niemanden einschüchtern und hat bei ihren Handlungen stets die Gedanken bei ihren Liebsten. Daraus folgt jedoch nicht nur positives. Auch wirkt Feyre an mancher Stelle etwas kindisch, da sie auf ihr eigenes Wohl bedacht ist. Was man ihr teilweise aber nicht zur Last legen darf, da sie anfangs sehr unwissend ist, was die Gesamtsituation betrifft. Im Laufe der Geschichte ändert sich dies jedoch größtenteils. Dadurch, dass die Geschichte aus Feyres Sicht geschrieben ist, werden die Fae nicht gerade positiv dargestellt. Erst im Laufe der Geschichte lernt man, genauso wie die Protagonistin, dass nicht alle Fae grausam sind. Die beiden Fae, um die es hauptsächlich geht, haben auf mich zunächst etwas unnahbar gewirkt. Tamlin war eher geheimnisvoll und man hat nicht viel über ihn erfahren. Sein bester Freund Lucien hat Feyre das Leben schwer gemacht und war dennoch hilfsbereit und nett ihr gegenüber, was anfangs etwas paradox war, im Verlauf aber erklärt und aufgelöst wurde. Das gesamte Buch wirkte auf mich wie eine Einführung in die Welt der Fae, da man zusammen mit Feyre das Reich kennenlernt und so manchen Geheimnissen auf die Schliche kommt. Das Worldbuilding war großartig. Ich konnte mir das gesamte Reich der Fae und die Welt der Sterblichen sehr gut vorstellen, da es nicht nur mit sehr vielen Adjektiven eindrucksvoll beschrieben wurde, sondern man auch die Möglichkeit hatte, der eigenen Fantasie freien Raum zu lassen. Die Karte, die vorne im Buch enthalten ist, hat unteranderem dazu beigetragen. Die Geschichte selbst ist eine Märchenadaption von „Die Schöne und das Biest“. Der Schreibstil war für mich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, nach einer gewissen Lesedauer habe ich mich jedoch daran gewöhnt, sodass es mich nicht weiter gestört hat. Ich freue mich schon auf Band 2. Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sternen, da es wie gesagt meiner Meinung nach einer wunderbar gelungenen Einführung in diese großartige Welt glich und ich hoffe, dass die folgenden Bände mindestens genauso wunderbar werden.

„Dornen und Rosen“ ist der Auftakt der Fantasy-Reihe „Das Reich der sieben Höfe“ von Sarah J. Maas. Das Buch erschien erstmals 2017 auf Deutsch im dtv Verlag (Hardcover; englisches Original 2015 bei Bloomsbury Publishing unter dem Titel „A Court of Thorns and Roses“). Die deutsche Taschenbuchausgabe (2020) mit 475 Seiten kannst du unter der ISBN 978-3-423-71849-3 finden. Sie kostet 10,95 €.

„Smaragdgrün – Liebe geht durch alle Zeiten“

von Kerstin Gier, Edelsteintrilogie Band 3

Hinweis: Bitte lies zuerst „Rubinrot“ und „Saphirblau“, da der Klappentext und die Rezension spoilern könnten.

„Die Fäden, die der zwielichtige Graf von Saint Germain in der Vergangenheit gesponnen hat, ziehen sich nun auch in der Gegenwart zu einem gefährlichen Netz zusammen. Um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, müssen Gwendolyn und Gideon nicht nur auf einem rauschenden Ball im 18. Jahrhundert zusammen Menuett tanzen, sondern sich in jeder Zeit kopfüber ins Abenteuer stürzen…“

Gwendolyn hat Liebeskummer. Gideon hat seine Gefühle zu ihr scheinbar nur vorgespielt. Blöd nur, dass sie ausgerechnet mit ihm in der Zeit reisen muss, um die Gefahr, die vom Grafen von Saint Germain ausgeht, abzuwenden. Ein gebrochenes Herz ist dabei nicht sehr hilfreich.

Meiner Meinung nach ist dieser Band ein gelungener Abschluss der Trilogie. Gwendolyn und Gideon müssen noch einmal alles geben. es gibt Spannung und Action pur. Aber auch an Herzschmerz und humorvollen Abschnitten mangelt es nicht. Xemerius sorgt regelmäßig für witzige Zeilen. Ich habe ihn einfach unglaublich liebgewonnen. Mir hat es gut gefallen, dass Gwendolyn über die Reihe hinweg immer mehr Selbstbewusstsein entwickelt hat und bei vielen ihrer Handlungen auf ihr Herz hört. Ein klein wenig Kritik habe ich jedoch, da ich der Meinung bin, dass sie Gideon etwas zu schnell verzeihen hat. Allem in allem war „Smaragdgrün“ ein unglaubliches Finale. Ich kann gar nicht so viel sagen, da ich einfach keine Worte finde, um zu beschreiben, wie mir das Buch gefallen hat. Großartig ist eine gute Beschreibung, die allerdings auch sehr ungenau ist. 🙈 Meine Empfehlung: lies es selbst! Ich gebe dem Buch 5 von 5 Sternen.

„Smaragdgrün“ ist der abschließende Band der Edelstein Trilogie von Kerstin Gier. Er erschien 2010 im Arena Verlag. Du findest das Buch unter der ISBN 978-3-401-06348-5, es kostet 19,99 € und hat 496 Seiten. Diese Angaben beziehen sich auf das Hardcover (Smaragdgrün | ARENA Verlag (arena-verlag.de)). Ich habe die Reihe als Sonderausgabe in einem E-Box (siehe: Liebe geht durch alle Zeiten | ARENA Verlag (arena-verlag.de)).

„Die 11 Gezeichneten – Das erste Buch der Sterne“

von Rose Snow; Band 1

„Seit jeher liebt Stella die Sterne – ohne zu ahnen, wie tief ihre Verbindung zu ihnen tatsächlich ist. Das erkennt sie erst, als sie mit ihrem Zwillingsbruder Cas an eine geheimnisvolle Universität gelangt, auf die schon ihre Eltern gegangen sind. Kurz nach der Ankunft begegnet Stella dort dem selbstbewussten Cedric, der nicht nur der heißeste Typ der Uni ist, sondern Stella auch viel zu schnell viel zu nahe kommt. Mit seiner unausstehlichen Art bringt er sie nicht nur aus dem Konzept, sondern sorgt auch für Ereignisse, die Stellas Zukunft tiefgreifend verändern …“

Stella und ihr Zwillingsbruder Cas wollten eigentlich an der Columbia Universität studieren, doch dann fahren sie mit ihren Eltern zu einer geheimnisvollen Universität, an der alles anders zu sein scheint. Stella und Cas haben zuvor noch nie von dieser Uni gehört und finden das Verhalten ihrer Eltern sehr merkwürdig, die sie darum gebeten haben, sich die Uni erst einmal anzuschauen. Stella und Cas sind schon nach kurzer Zeit von dem ausgiebigen Studienangebot angetan. Auch die Geheimnisse, die ihre Eltern um diese Uni machen, haben Stellas Interesse geweckt. Als dann immer mehr seltsame Zufälle passieren, weiß Stella nicht mehr so recht, ob es eine gute Idee war, sich an der Universität einzuschreiben.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da mich die Handlung des Buches sehr überrascht hat. Anfangs hatte ich keinen Schimmer, was das Buch-Cover und der Klappentext mit dem Inhalt des Buches zu tun haben sollen. Nach ein paar Seiten der Einführung, bekommt man jedoch schon die ein oder andere Erklärung, was aber nicht heißt, dass man sofort weiß, um was es geht. Das Buch war bis zum Ende spannend, überraschend und geheimnisvoll und endet mit einem Cliffhanger. Typisch für Rose Snow, mehr dazu aber nicht. 😉 Der Schreibstil war locker und flüssig und trug zu einem angenehmen Leseempfinden bei. Die Protagonisten überzeugen mit ihren jeweiligen Charaktereigenschaften und passen gut zueinander. Auch wenn es ab und zu Wiederholungen in Bezug auf das Aussehen der verschiedenen Charaktere gab, hatte ich nicht das Gefühl das es stört. Auch die Eingliederung von Freundschaft, Vertrauen und Liebe in die Geschichte ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen und ausdrucksstark. Ich gebe „d[en] 11 Gezeichneten – das erste Buch der Sterne“ deshalb 5 von 5 Sternen.

Ich habe das Buch von dem Autorinnen-Duo Rose Snow als Newsletter Überraschung zu geschickt bekommen.

„Die 11 Gezeichneten – das erste Buch der Sterne“ ist der erste Band der Romantasy Trilogie „Die Bücher der Sterne“ von Rose Snow und erschien 2017 als Self-Publisher Buch. Du findest es unter der ISBN 978-1521539620.

„Saphirblau – Liebe geht durch alle Zeiten“

von Kerstin Gier, Edelsteintrilogie Band 2

Hinweis: Bitte lies zuerst „Rubinrot“, damit dir nichts vorweggenommen wird.

„Frisch verliebt in die Vergangenheit, das ist vielleicht keine gute Idee. Das zumindest findet Gwendolyn, 16 Jahre alt, frisch gebackene Zeitreisende. Schließlich haben sie und Gideon ganz andere Probleme Zum Beispiel die Welt retten. Oder Menuett tanzen zu lernen. (Beides nicht wirklich einfach!) Als Gideon dann auch noch anfängt, sich völlig rätselhaft zu benehmen, wird Gwendolyn klar, dass sie schleunigst ihre Hormone in den Griff bekommen muss. Denn sonst wird das nichts mit der Liebe zwischen allen Zeiten!“

Gwendolyn und Gideon kommen sich immer näher. Doch Liebesbeziehungen zwischen den Familien der de Villiers und den Montroses standen noch nie unter einem guten Stern. Die beiden müssen ihre Beziehung vor der Loge des Grafen von Saint Germain geheim halten. Doch das ist schwieriger als gedacht. Hinzukommt, dass Gwen herausfinden muss, welche Rolle sie in dem gefährlichen Kampf um Macht spielt und was ihre geheimnisvolle Magie, die „Magie des Raben“ ist. Xemerius, ein Wasserspeier-Dämon, steht ihr bei, ob es das Tanzen lernen mit ihrer Cousine Charlotte oder das Lösen der ganzen Geheimnisse und Rätsel ist.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Gwendolyn auf ihren Zeitreisen und in der Gegenwart zu begleiten war sowohl actionreich und spannend als auch romantisch. Es hat mir unglaublichen Spaß bereitet wieder in diese Welt eintauchen zu können und Gwendolyn und Gideon auf ihren Zeitreisen zu begleiten. Ich gebe dem Buch 5 von 5 Sternen.

„Saphirblau“ ist der zweite Band der Edelsteintrilogie von Kerstin Gier und erschien 2010. Du kannst es unter der ISBN 978-3401506012 finden. Ich habe „Saphirblau“ mit dem ersten und dritten Band zusammen im kindle-Format.