„Das Rabenmädchen“

von Torill Thorstad Hauger

„Ravna, Rabenmädchen. So nennen die Leute das schwarzhaarige Mädchen, das, gemieden von den Leuten am Wikingerhof, völlig auf sich allein gestellt in der Wildnis lebt; ein Schwarm Raben sind ihre einzigen Gefährten. Doch da ist Sigurd, der Sohn des Wikingerfürsten, mit dem sich Ravna seltsam verbunden fühlt. Aber wer ist Ravna wirklich? Wohin gehört sie? Sie ist eine Auserwählte, so jedenfalls hat es die Wahrsagerin verkündet… Als sie nach vielen Abenteuern als anerkannte Heilkundige an den Wikingerhof zurückkehrt, erfährt sie endlich, wer sie wirklich ist.“

Ravna lebt ganz allein, nachdem sie vom Jarls Hof weggeschickt wurde. Nur die alte Sklavin Kumba und der alte Haarvard kümmern sich um sie. Alle anderen am Jarls Hof fürchten das körperlich eingeschränkte Mädchen mit den rabenschwarzen Haaren. Ravna kann gut für sich selbst sorgen, sie hat gelernt mit Pfeil und Bogen zu schießen und kann aus Kräutern Tinkturen und Salben herstellen, die alle Krankheiten heilen können. Doch das ist ein weiterer Grund, warum sie von anderen Menschen gemieden wird. Sie sei eine Hexe und bringe Unheil mit sich. In Wirklichkeit ist sie jedoch ganz harmlos und gerät dann auch noch in einen uralten Streit zweier verfeindeter Höfe. Zeitgleich fragt sie sich, wo sie herkommt, wer sie eigentlich ist.

Die Geschichte beschreibt die Suche eines jungen außergewöhnlichen Mädchens nach ihrer Identität. Dabei wird die nordische Mythologie mit Geschichte verbunden. Ravnas Geschichte beginnt als sie gerade einmal elf Jahre alt ist und man begleitet sie bis zu einem Alter von circa 15 oder 16 Jahren. Trotz ihres jungen Alters wirkt sie sehr gefasst und selbstbewusst, vertraut auf ihr Können und den wenigen Menschen, die ihr Nahe stehen. Auf mich hat dies einen sympathischen Eindruck gemacht. Durch die Erzählperspektive, mit welcher man Ravna begleitet, und die eher einfachen Sätze habe ich mich beim Lesen sehr wohlgefühlt. Der Handlungsort ist detailliert beschrieben, sodass man sich die Gegend gut vorstellen kann. Die handelnden Personen sind gut ausgearbeitet und folgen ihrem jeweiligen Charakter. Obwohl Aspekte aus der Geschichte mit eingebaut sind, liest sich der Roman mehr als Fantasyroman, da die nordische Mythologie oft Einfluss auf einzelne Handlungselemente hat. Insgesamt war die Geschichte spannend, da man selbst erst gegen Ende des Buches den Gesamtzusammenhang versteht. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der etwas über nordische Mythologie lesen und eine selbstbewusste und mutige Protagonistin begleiten möchte. Für mich ist „Das Rabenmädchen“ ein Wohlfühlbuch. Ich gebe 5 von 5 Sternen.

„Das Rabenmädchen“ wurde von Torill Thorstad Hauger geschrieben und erschien am 12.06.2015 im SAGA Egmont Verlag (e-book). Die deutsche Erstausgabe erschien bereits 1992 im Arena Verlag. Das Buch hat 304 Seiten (TB), kostet 4,99 € (e-book) und du kannst es unter der ISBN 978-3401043517 (Gebundenes Buch) finden. Ich habe es als e-book.

„Seelenwanderer“

aus „Chronik der dunklen Wälder“

von Michelle Paver; Band 2

Achtung! Da dies der zweite Band der Reihe ist, enthält diese Rezension Spoiler des ersten Buches, daher solltest du erst „Wolfsbruder“ lesen.

„Dunkel sind die Wälder 6000 Jahre vor unserer Zeit, dunkel und voller Gefahren…

Eine seltsame Krankheit hat die Waldbewohner befallen, bei denen Torak lebt, seitdem er den dämonischen Bären getötet hat. In der Hoffnung, ein Heilmittel zu finden, macht Torak sich auf an die Küste, in eine Welt, die er nicht kennt und deren Wurzeln er doch in sich trägt. Nicht alles ist, wie es scheint – ein Verrat wird sein Leben für immer verändern.“

Obwohl Torak eine Heimat bei dem Rabenclan gefunden hat, fühlt er sich dennoch nicht zu Hause. Als dann auch noch eine seltsame tödliche Krankheit auftaucht beschließt er, sich allein auf den Weg zu machen, ein Heilmittel zu finden. Dabei trifft er auf Menschen unterschiedlicher Art, die es nicht immer gut mit ihm meinen. Zum Glück sind Renn und sein Rudelgefährte Wolf auf dem Weg, ihn zu suchen und ihn zu unterstützen. Ob es Torak gelingt ein Heilmittel zu finden und die Krankheit zu bekämpfen?

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da Torak sich weiterentwickelt hat und nicht mehr der leicht verängstigte 12-jährige Junge ist, den man im ersten Band kennengelernt hat. Er hat Vertrauen zu Renn gefasst und trifft seine Entscheidungen selbstbewusster und bestimmter. Wie bereits in „Wolfsbruder“ sind einige Sequenzen aus der Sicht von Wolf, dem tierischen Begleiter Toraks, geschrieben. Auch Wolfs Verhalten hat sich seinem Alter entsprechend angepasst. Renn, die sich mit Torak angefreundet hat, macht sich auf Grund seines Verschwindens Sorgen und folgt ihm. Dabei wirkt sie ab und an nicht so selbstbewusst und selbstsicher, wie man es von ihr gewohnt ist. Dennoch hat mich das nicht so sehr gestört, da ich ihr Verhalten auf ihre Sorge um Torak bezogen habe. Hinten im Buch gibt es zwei Karten, was angesichts der Handlungsorte hilfreich ist. Die Grundidee dieses Buches fand ich sehr interessant und war sehr überrascht in welche Richtung sich alles entwickelt hat. Ich habe die Reihe vor Ewigkeiten schon mal gelesen und trotzdem hat es sich angefühlt, als würde ich das Buch zum ersten Mal lesen und entdecken. Manche Wendungen hatte ich echt nicht mehr auf dem Schirm… Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sternen.

„Seelenwanderer“ ist der zweite Band der „Chroniken der dunklen Wälder“-Reihe von Michelle Paver. Das Buch erschien als deutschsprachige Ausgabe 2006 im cbj Verlag. Die englische Originalausgabe „Chronicles of Ancient Darkness – Spirit Walker“ erschien 2005. Die deutsche Taschenbuchausgabe (2009) findest du unter der ISBN 978-3-570-21990-4, hat 320 Seiten und kostet 7,95€.

„Wolfsbruder“

„Chronik der dunklen Wälder“

von Michelle Paver; Band 1

„Dunkel sind die Wälder 6000 Jahre vor unserer Zeit, dunkel und voller Gefahren…

Der 12-jährige Torak erhält von seinem sterbenden Vater den Auftrag, den Berg des Weltgeistes zu suchen. Nur so kann die böse Macht aufgehalten werden, die in den Wäldern für Schrecken und Angst sorgt. Zusammen mit einem Wolfsjungen macht sich Torak auf den Weg durch die geheimnisvolle und gefährliche Wildnis.“

Ein Dämon bedroht den großen dunklen Wald. Torak muss seinen sterbenden Vater zurücklassen, flieht vor diesem und trifft dabei auf einen Wolfsjungen, den er kurze Zeit später Wolf tauft. Auf eine unerklärliche Weise versteht er ihn. Die beiden werden Gefährten und machen sich auf den Weg den Berg zu suchen. Dabei stoßen sie auf den Rabenclan, der zuerst misstrauisch ist. Zusammen mit Renn, einem Mädchen in Toraks Alter, geht die Suche weiter.

„Wolfsbruder“ hat mir sehr gut gefallen. Torak wirkt trotz seines jungen Alters sehr erwachsen, obwohl sein Vater im Sterben liegt. Renn erlebt man zunächst als verschlossen, aber hilfsbereit. Die kurzen Einblicke in Wolfs (Name des tierischen Gefährten Toraks) Gedanken geben dem Buch einen humorvollen Touch. Man erfährt viel über das Leben der Steinzeitmenschen und deren Beziehung zur Natur. Der Schamanen-Kult spielt auch eine Rolle. Mir hat besonders gut gefallen, wie sich die Beziehung zwischen Renn und Torak entwickelt hat. Insgesamt hatte das Buch eine gute Mischung aus Spannung und Informationen. Ich bin gespannt wie es in den folgenden Bänden mit den Beiden weitergeht und was sie erleben werden. Ich empfehle es für LeserInnen, die historische Fiktion gemischt mit Fantasy mögen. Ich gebe 4 von 5 Sternen.

„Wolfsbruder – Chronik der dunklen Wälder“ ist der erste Band der sechs-teiligen Steinzeit-Saga von Michelle Paver. Erschienen ist das Buch erstmals 2004 auf Englisch. Die deutsche Ausgabe erschien 2005 zum ersten Mal im cbj Verlag. Du findest das Buch unter folgender ISBN 978-3-570-21961-4. Ich habe es als Taschenbuchausgabe, welche 6,95 € kostet.

„Die Helden des Olymp – das Blut des Olymp“

von Rick Riordan; Band 5

Bevor du dir diese Rezension durchliest, solltest du die anderen Bücher gelesen haben. Meiner Meinung nach verrät der der Klappentext schon ein wenig zu viel über die Handlung, wenn man noch nicht in der „Helden des Olymp“-Welt ist.

„Die Erdgöttin Gaia ist stark wie nie – ihre Armee aus Riesen ist auferstanden und sie selbst steht kurz davor! Sie braucht nur noch das Blut zweier Halbgötter, um vollends zu erwachen und die Herrschaft über die Welt an sich zu reisen. Und dieses Blut wollen ihr Percy und seine Freunde auf keinen Fall geben! Doch wie sollen sie gegen die Monsterarmee bestehen? Und wie können sie gleichzeitig den drohenden Krieg zwischen römischen und griechischen Halbgöttern daheim im Camp Half-Blood verhindern? Jetzt geht es um alles…

„Helden des Olymp – das Blut des Olymp“ schließt direkt an „Helden des Olymp – das Haus des Hades“ an. Da weitere Informationen von mir bezüglich des Inhaltes in Form einer knappen Inhaltsangabe zu viel verraten könnten, schreibe ich hier nur meine Meinung zu dem Buch auf.

Ich liebe dieses Buch. Es hat kleine Längen, die mich aber im gesamten Lesefluss nicht gestört haben. Die Kämpfe und Abenteuer, denen sich unsere sieben Halbgötter stellen mussten, waren aufregend, teilweise gruselig und immer spannend. Es gab auch lustige und traurige Stellen, die zu einer angenehmen Leseatmosphäre beigetragen haben. Richtig schön waren Kapitel, in denen wir etwas aus der Sicht zweier anderer Halbgötter erfahren haben, die nicht zu denen, der großen Weissagung gehören. Diejenigen, die sich auskennen, wissen wahrscheinlich, welche beiden Halbgötter das sind. Es war interessant allen Halbgöttern aus ihrer Sicht auf ihren Reisen zu folgen und man hat auch einige interessante Erkenntnisse gewonnen. Ich will nicht viel über das Ende sagen. Aber ich habe mich einerseits voll gefreut, andererseits war ich ein wenig enttäuscht. Aber lies selbst. Dann verstehst du meine Gefühle gegenüber dem Ende besser. Unter der Voraussetzung, dass du alle Charaktere magst, und niemanden „hasst“. Aber das bleibt alles dir überlassen. Jedenfalls ist es ein großartiger finaler Band, dem ich zurecht 5 von 5 Sternen gebe.

„Helden des Olymp – das Blut des Olymp“ ist der fünfte Band der „Helden des Olymp“-Reihe von Rick Riordan. Die Reihe ist nach diesem Band abgeschlossen. Du kannst das Buch unter der ISBN  978-3551556059 finden. Es erschien 2015 im Carlsen Verlag und hat 513 Seiten.

Anmerkung: Ich habe das Buch als E-Book.

„Die Helden des Olymp – das Haus des Hades“

von Rick Riordan; Band 4

Wenn du nicht willst, dass dir Inhalte aus vorherigen Bänden verraten werden, dann lies bitte zuerst die Bände 1 bis 3.

„Percy und Annabeth haben es mit ihren Freunden durch Luft und Wasser bis nach Rom geschafft. Doch nun steht alles auf dem Spiel: Die Erdgöttin Gaia und ihre Armee aus Riesen können sie nur aufhalten, wenn sie die Tore des Todes von beiden Seiten gleichzeitig verschließen. Gut, dass Percy und Annabeth ohnehin durch einen Felsschlund in die Unterwelt gestürzt sind, da können sie gleich auf die Suche nach ihnen gehen. Und ihre Freunde müssen die oberirdische Seite der Tore finden. Werden sie es rechtzeitig schaffen und den Untergang des Olymps verhindern?

„Helden des Olymp – das Haus des Hades“ schließt direkt an „Helden des Olymp – das Zeichen der Athene“ an. Deshalb nur der Klappentext.

Dieses Buch war atemberaubend. Auch im vierten Band wurde abwechselnd aus der Sicht der sieben Halbgötter erzählt. Obwohl die sieben getrennt waren, haben sie allerlei Aufgaben und Abenteuer überstanden. Auch die Entwicklung der Charaktere hat mir sehr gut gefallen. Man erkennt, dass jeder einzelne der sieben Protagonisten von Band zu Band „mächtiger“ wird, indem er/sie lernt, besser mit seinen/ihren Fähigkeiten umzugehen. Auch die Zusammenarbeit und die Freundschaft zwischen den Protagonisten hat mir sehr gut gefallen. In Band 3 haben sich gegenseitig teilweise noch nicht gekannt, aber die Freundschaft und Verbindung der Mitglieder der Argo II wird von Abenteuer zu Abenteuer immer stärker und tiefer. Es gab sowohl lustige und herzerwärmende als auch traurige und ernste Zeilen. Die Mischung ist wunderbar gelungen. Ich gebe dem Buch 5 von 5 Sterne.

„Helden des Olymp – das Haus des Hades“ ist der vierte Band der „Helden des Olymp“ Reihe von Rick Riordan. Es erschien 2014 im Carlsen Verlag, hat 621 Seiten (Hardcover) und kostet 18,99 €. Du kannst es unter der ISBN 978-3-551-55604-2 finden.

„Die Helden des Olymp – das Zeichen der Athene“

von Rick Riordan; Band 3

„Sieben Halbgötter werden den Olymp vor dem Untergang bewahren – so sagt es die alte Prophezeiung. Als Annabeth und Percy zusammen mit ihren neuen Freunden wieder aufeinandertreffen, scheinen sich die sieben endlich gefunden zu haben. Mit ihrem Schiff, der Argo II, machen sie sich auf den Weg nach Rom. Aber können sie die alte Feindschaft zwischen den Nachkommen der griechischen und römischen Götter überwinden? Und Annabeth hat noch eine eigene, wenn auch etwas unklare Mission zu erfüllen: „Folge dem Zeichen der Athene“, hat ihre Mutter ihr aufgetragen. Aber was ist das und wohin wird es sie führen?“

„Helden des Olymp – das Zeichen der Athene“ schließt direkt an den zweiten Band „Der Sohn des Neptun“ an. Deshalb hier nur der Klappentext, damit ich nicht zu viel verrate;-)

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. In diesem Buch wurde abwechselnd aus der Sicht von Annabeth, Leo, Piper und Percy in der 3. Person erzählt. Annabeth hat eine neue Seite an sich gezeigt, aber dennoch mit ihrem Verstand und ihrer Klugheit überzeugt. So wie wir sie im Universum um Percy Jackson kennengelernt haben. Leo, hat beim Lesen durch seinen Humor für einige lustige Stellen gesorgt, bei denen ich einfach schmunzeln musste. Percy wirkte erwachsener und selbstbewusster. Obwohl Piper sich oft nutzlos vorkam, hatte ich eher das Gefühl, dass sie das wichtigste Mitglied der Besatzung der Argo II ist und die Mannschaft zusammenhält. Sie ist für ihre Freunde da und hilft ihnen, indem sie mit einfachen, aber wahren Sätzen Mut und Trost spendet. Die Abenteuer, die die sieben Halbgötter erlebt haben, waren spannend und lehrreich zugleich. Ich habe mich sehr wohlgefühlt. Ich gebe dem Buch 5 von 5 Sternen. Für alle, die sich in dem Universum um Percy Jackson noch nicht auskennen, empfehle ich, zuerst die Percy Jackson Reihe in der Reihenfolge zu lesen und dann mit der „Helden des Olymp“ Reihe zu beginnen. Da gerade in diesem Band Details und Handlungsstränge aus der Percy Jackson Reihe angesprochen wurden.

„Helden des Olymp – das Zeichen der Athene“ ist der dritte Band der „Helden des Olymp“ Reihe von Rick Riordan. Das Buch erschien 2013 im Carlsen Verlag. Du kannst die gebundene Ausgabe unter der ISBN 978-3-551-55603-5 finden. Ich habe das Buch als E-Book.

„Helden des Olymp – der Sohn des Neptun“

von Rick Riordan; Band 2

„Mein Sohn Frank Zhang wird den Einsatz anführen“, sagte Mars. „Du kannst zwei Gefährten mitnehmen. Und einer muss der hier sein.“ Er zeigte auf Percy.

„Auf die beiden römischen Halbgötter Hazel und Frank wartet ein wahnsinnig gefährliches Abenteuer: Sie müssen in die Eiswüsten von Alaska reisen und Thanatos, den Totengott, aus seiner Gefangenschaft befreien. Nur dann kann die Grenze zwischen Tod und Leben wieder stabilisiert werden. Und es wird sie noch ein dritter Halbgott begleiten, der ganz neu im römischen Camp ist und sein Gedächtnis verloren hat. Angeblich ist er der Sohn des Neptun – den er aber bei seinem griechischen Namen nennt: Poseidon. Und er heißt Percy Jackson…“

Percy Jackson hat sein Gedächtnis verloren und er kämpft schon seit Tagen gegen zwei Gorgonen, die einfach nicht tot bleiben wollen. Als er sich dann durch Franks, Sohn des Mars, und Hazels, Tochter des Pluto, Hilfe ins Camp Jupiter rettet, scheint er endlich zu Hause zu sein. Doch er hat das Gefühl, dass Camp Jupiter nicht das richtige Camp ist, in welchem er zu Hause ist. Er kann sich nur an einen Namen erinnern: Annabeth. Als Percy und seine beiden neuen Freunde Hazel und Frank schließlich den Auftrag bekommen, Thanatos zu befreien, machen sie sich auf den Weg nach Alaska. Sie müssen sich beeilen, den der Totengott muss zum Fest der Fortuna befreit sein und die drei Halbgötter wieder im Camp sein, um das Camp Jupiter gegen eine riesige Monster Armee zu verteidigen.

Griechische Mythologie trifft römische Mythologie. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Die drei Protagonisten waren sehr gut ausgearbeitet. Percy kennt man vielleicht schon aus der „Percy Jackson“ Reihe, dennoch hatte der Gedächtnisverlust keinen großen Einfluss auf seinen Charakter. Er war noch derselbe humorvolle Halbgott, der seinen Freunden gegenüber sehr loyal ist. Hazel, die Tochter des Gottes der Unterwelt Pluto, ist mit ihren erst 13 Jahren schon sehr reif, was auch ihrer Vergangenheit geschuldet ist. Auch wenn Frank zu Beginn tollpatschig und unsicher erscheint, wächst er im Verlauf des Buches zu einem liebevollen, starken Beschützer, der seinen Freunden zu Hilfe kommt, egal auf welche Weise. Dabei hilft ihm vor allem seine besondere Fähigkeit. Welche das ist musst du selbst herausfinden. Im Gegensatz zu „der Verschwundene Halbgott“ bin ich mit den verschiedenen Charakteren schneller zurechtgekommen, vermutlich weil sie eine stärkere persönliche Geschichte haben oder auch einfach, meiner Meinung nach, etwas menschlicher wirken und nicht so „perfekt“. Auch die Handlung war gut ausgedacht und umgesetzt, auch wenn es sich an ein paar wenigen Stellen zu Beginn etwas gezogen hat. Dies führt aber zu keinem Abzug in der Bewertung, da es wenige und kurze Stellen waren, die im Nachhinein für ein besseres Verständnis späterer und kleinerer Handlungen der Protagonisten gesorgt hat. Ich gebe dem Buch 5 von 5 Sternen.

„Helden des Olymp – der Sohn des Neptun“ ist der zweite Band der „Helden des Olymp“ Reihe von Rick Riordan. Das Buch erschien 2013 im Carlsen Verlag. Es hat 544 Seiten (Taschenbuch) und kostet 9,99 €. Du kannst es unter der ISBN 978-3-551-31358-4 finden.

„Helden des Olymp – der verschwundene Halbgott“

von Rick Riordan; Band 1

“ Annabeth sucht einen aus unserem Camp, der seit Tagen verschwunden ist“, sagte Butch. „Sie ist fast wahnsinnig vor Sorge. Sie hatte gehofft, dass er hier ist.“

„Wer denn?“ fragte Jason.

„Ihr Freund. Ein Typ namens Percy Jackson.“

„Jason erinnert sich an nichts mehr – nicht einmal seinen Namen. Leo und Piper scheinen zwar seine Freunde zu sein, aber auch das kann er nicht mit Sicherheit sagen. Allem Anschein nach gehören die drei tatsächlich zu den legendären sieben Halbgöttern, die den Olymp vor dem Untergang bewahren sollen. auf dem Rücken eines mechanischen Drachen stürzen sie sich also ins Abenteuer. Und dann gilt es auch noch, einen seit längerem verschwundenen Halbgott zu finden, einen gewissen Percy Jackson…“

Nach einem seltsamen Zwischenfall auf einem Schulausflug landen Jason, Piper und Leo in Camp Half-Blood. Für Jason ist das alles sehr seltsam. Er hat das Gefühl, dass er gar nicht hier sein dürfte und auch Chiron, der Unterrichtskoordinator des Camps hat einen Verdacht. Jason nennt die Gottheiten bei ihren römischen Namen, was bei den Camp Bewohnern Misstrauen auslöst. In Camp Half-Blood werden die Gottheiten bei ihren griechischen Namen genannt. Als das Camp Orakel eine Weissagung verkündet machen sich Jason und seine Freunde Piper und Leo auf die Reise, wobei Jason sich nicht sicher ist, ob sie seine Freunde sind. Sie sind 3 der sieben Halbgötter aus der großen Weissagung und sie müssen eine Göttin befreien und haben keine Ahnung, wo diese sich aufhält. Jason hofft, dass dies eine Möglichkeit ist, auch sein Gedächtnis wieder zu bekommen.

„Der verschwundene Halbgott“ spielt zeitlich nach der Percy Jackson Reihe. In der „Helden des Olymp“ Reihe geht es um neue Charaktere, wobei man auch auf alte aus der Percy Jackson Reihe trifft. Die neuen Charaktere Jason, Piper und Leo stehen jedoch im Vordergrund. Jeder der drei hat eine „tragische“ Geschichte und trägt sein eigenes Päckchen mit sich herum. Die Handlung spielt wieder in der USA und enthält einige Hinweise oder Handlungsbruchstücke auf die Percy Jackson Reihe. Es empfiehlt sich daher, diese zuerst zu lesen. Ich habe etwas gebraucht, um mit den Charakteren warm zu werden, wobei es mir bei Leo mit seinem Humor etwas leichter gefallen ist. Humorvolle Menschen sind irgendwie sympathischer, oder nicht? Jedenfalls hat diese Phase nicht lange gedauert und ich konnte die Geschichte sehr genießen. Mir hat jedoch die Kommunikation zwischen den Protagonisten ein wenig gefehlt. Durch die individuelle Vergangenheit und den eigenen Problemen, haben die Hauptpersonen nicht so viel miteinander geredet und sich dennoch gut ergänzt, was mir ein wenig rätselhaft ist. Denn die drei kennen sich nicht so lange, dass man sich „ohne Worte“ verstehen kann. Allem in allem war „Helden des Olymp – der verschwundene Halbgott“ ein toller Reihen Anfang, der auf jeden Fall lesenswert war. Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sternen.

„Helden des Olymp – der verschwundene Halbgott“ ist der erste Band der „Helden des Olymp“-Reihe von „Percy Jackson“ Autor Rick Riordan. Meine Ausgabe mit der ISBN 978-3-551-31318-8 erschien 2014 im Carlsen Verlag, hat 587 Seiten (Taschenbuch) und kostet 10,99 €.

„Percy Jackson – die letzte Göttin“

von Rick Riordan; Band 5

„Percys Todfeind Kronos holt zum letzten Schlag aus und marschiert auf den Olymp zu, mitten ins Herz von New York – dabei sind doch die olympischen Götter alle ausgezogen, um gegen das wiedererstandene Monster Typhon zu kämpfen! Gemeinsam mit den Jägerinnen der Artemis und den zum Leben erweckten Denkmälern der Stadt versuchen die jungen Halbblute, den Sitz der Götter zu verteidigen. Aber zu allem Unglück haben sie auch noch einen Spion in den eigenen Reihen…

Den jungen Halbbluten aus dem Camp Half-Blood steht eine schwere Zeit bevor. Sie müssen all ihre Kräfte bündeln, um gegen Kronos anzutreten. Da ist es nicht gerade hilfreich, wenn man womöglich der Halbgott ist, der eine wichtige Entscheidung treffen muss, welche über Sieg oder Niederlage entscheidet. Genau das ist Percys Problem. Doch auch die geringe Anzahl an Halbbluten im Camp sind nicht vorteilhaft, um einen Krieg gegen einen mächtigen Feind zu gewinnen. Percy und seine Freunde kämpfen hart. Reicht dies, um die Welt der Sterblichen und der ihresgleichen zu retten?

Mir hat das Buch unbeschreiblich gut gefallen. Jede Seite war bis zum Ende spannend. Percy und seine Freunde und Verbündeten haben so viel durchmachen müssen. Ein Wunder, dass sie so vieles so gut weggesteckt haben. Wie Percy jetzt sagen würde: „So ist das, wenn man ein Halbblut ist. Man lebt immer gefährlich.“ Der Finale Band der Percy Jackson Reihe hat noch mal „einen draufgesetzt“. Ich muss zugeben, die ersten vier Bände waren schon richtig klasse, aber dieser Band war einfach großartig. Ich kann einfach nicht mehr dazusagen, denn ich bin einfach sprachlos… 😉 Ich gebe dem Buch 5 von 5 Sternen. (Schade, dass nicht noch mehr gehen – verdient wäre es.)

„Percy Jackson – die letzte Göttin“ von Rick Riordan ist der finale Band der fünfteiligen Percy Jackson Reihe. Er erschien erstmals 2011 im Carlsen Verlag. Du kannst das Buch unter der ISBN 978-3-551-55731-5 finden.

Ich habe den Band als Sonderausgabe, welche 459 Seiten hat und 10,00 € kostet.

„Percy Jackson – Die Schlacht um das Labyrinth“

von Rick Riordan; Band 4

„Die Armee des Kronos wird immer stärker! Und seit das Labyrinth des Dädalus einen geheimen Ausgang mitten im Camp Half-Blood hat, ist auch dieser Ort nicht mehr sicher. Nicht auszudenken, was passiert, wenn der Titan und seine Verbündeten dort einfallen! Das müssen Percy und seine Freunde unbedingt verhindern. Unerschrocken treten sie eine Reise in das magische Labyrinth an, das ständig seine Form verändert. Und hinter jeder Biegung lauern neue Gefahren…“

Percy versteht die Welt nicht mehr. Seine Freunde im Camp sind so geheimnisvoll. Clarisse und Annabeth scheinen sich plötzlich besser zu verstehen. Grover hält an der Vorstellung fest er könnte Pan, den Naturgott, finden. Doch gleichzeitig lauert eine große Gefahr. Luke und die Armee des Kronos werden immer stärker. Zusammen machen sich Percy und seine Freunde auf die gefährliche Reise in das Labyrinth des Dädalus, um Kronos und seine Armee zu besiegen, bevor es zu spät ist.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Percy und seine Freunde geraten in viele gefährliche Situationen. Dabei lernen sie nicht nur, sich zu vertrauen, sondern auch, dass nicht alles so ist, wie es scheint. Nicht jedes Monster ist böse. Die Handlung in diesem Buch hat sich zu den Bänden davor noch gesteigert. Auch die Entwicklung der Charaktere hat mir sehr gut gefallen. Von Abenteuer zu Abenteuer merkt man, wie sich die Freundschaft der Protagonisten vertieft. Meiner Meinung nach kann man aus den Büchern nicht nur vieles über die griechische Mythologie lernen, sondern auch wie wichtig wahre Freunde sind. Ich gebe dem Buch deshalb 5 von 5 Sternen.

„Percy Jackson – die Schlacht um das Labyrinth“ von Rick Riordan ist der 4. Band der Percy Jackson Reihe. Er erschien 2011 im Carlsen Verlag. Du kannst das Buch unter der ISBN 978-3-551-55730-8 finden.

Ich habe diesen Band als Sonderausgabe, die 428 Seiten hat und 10,00 € kostet.