„Zeitenzauber – die goldene Brücke“

von Eva Völler; Band 2

Obwohl dieser Roman in einem anderen Ort zu einer anderen Zeit spielt, also unabhängig vom ersten Band ist, solltest du dir trotzdem zuerst den ersten Band (Zeitenzauber – die magische Gondel) durchlesen, da in diesem ein wichtiger Bestandteil der Handlung erklärt wird.

„Eine magische Brücke

Eine verbotene Affäre

Ein Reisender, der in der Zeit feststeckt

Nachdem Anna sich dem Geheimbund der Zeitwächter angeschlossen hat, lässt das nächste Abenteuer nicht lange auf sich warten. Mitten in ihrer Abiturprüfung ereilt sie eine Schreckensnachricht aus Paris: Sebastiano ist verschollen – und zwar im 17. Jahrhundert! Anna begibt sich auf eine gefährliche Reise und findet ihren Freund tatsächlich in Paris wieder. Doch es gibt ein neues Problem: Er hält sich für einen Musketier und hat keine Ahnung, wer Anna ist. Schafft sie es, seinem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen?“

Anna macht sich große Sorgen. Sebastiano steckt im Paris der Vergangenheit fest und erinnert sich nicht mehr an sie. Daraufhin versucht sie alles erdenklich mögliche, um Sebastianos Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen. Sie schleust sich in die Umgebung einer reichen Persönlichkeit ein, um auf Sebastiano Acht geben zu können. Langsam merkt sie, dass Sebastianos Erinnerungen an sie nicht ganz weg sind, doch ihr läuft die Zeit davon. Denn gleichzeitig muss sie noch ein Ereignis verhindern, was den Lauf der Zeit erheblich schädigen könnte. Schaffts sie alles rechtzeitig und wem kann sie überhaupt noch trauen?

Auch in diesem Band begleiten wir Anna in die Vergangenheit. Doch diesmal ist sie noch mehr auf sich selbst gestellt, sodass man noch einiges über ihre Persönlichkeit lernt, was man aus dem ersten Band nicht mitnehmen konnte. Anna ist sehr selbstbewusst, sagt ihre Meinung und ist loyal. Diese Eigenschaften gefallen mir sehr gut an ihr, weshalb es mir auch Spaß gemacht hat, mit ihr in die Vergangenheit zu reisen. Außerdem war sie mir sehr sympathisch, da sie bestimmte Dinge nicht einfach hinnehmen wollte, sondern versucht hat, etwas so zu verändern, dass es ihrer Meinung nach besser ist, beispielsweise moralischer. Ich weiß, dass das gerade etwas seltsam klingt, aber ich möchte nichts über die Handlung verraten. Der Schreibstil war einfach, sodass ich mich nicht sehr konzentrieren musste. Oftmals ist es bei Geschichten dieses Genres ja so, dass man seine volle Aufmerksamkeit beim Lesen benötigt, damit man nicht etwas Wichtiges aus Versehen überliest. Dies ist bei diesem Buch nicht der Fall. Auch wenn man eine lange Lesepause hat (ups, war nicht so geplant 🙈), kommt man sehr schnell wieder in die Handlung rein, da der locker leichte Schreibstil eine Hilfe war. Achtung, für alle, die kein Französisch können: Die Handlung spielt in Frankreich, weshalb auch ein paar französische Worte vorkommen. Nicht ärgern, wenn es euch beim Lesen aufhält. Mir ging es genauso… Aber ich habe es einfach ausgesprochen, wie ich wollte. Das Buch hält einige Überraschungen parat, mit denen ich bis zuletzt nicht gerechnet hätte, weshalb ich es spannend fand. Insgesamt fand ich die Geschichte sehr schön. Vor allem Annas Mut und innere Stärke hat mich beeindruckt. Ich konnte mir vorstellen, wie schwer es für sie sein musste, erstmal damit klarzukommen, dass Sebastiano sie nicht erkennt. Doch ich habe es bewundert, mit welchem Einfallsreichtum, sie um seine Aufmerksamkeit und um ihre gemeinsame Liebe gekämpft hat. Da mich die Geschichte abgeholt hat und mir entspannte Lesestunden bereitet hat, gebe ich 4 von 5 Sternen.

„Zeitenzauber – Die goldene Brücke“ ist der zweite Band der „Zeitenzauber“-Trilogie von Eva Völler. Das Buch erschien als Taschenbuch 2015 im Baumhausverlag, hat 318 Seiten und kostet 8,00 €. Du kannst es unter der ISBN 978-3-8432-1080-5 finden.