„City of Burning Wings“

von Lily S. Morgan

„Brich den Fluch einer magischen Stadt, lüfte das Geheimnis einer verborgenen Geschichte und finde die Liebe in deinem größten Rivalen.“

„Die junge Kriegerin May hat sich ihr Leben lang darauf vorbereitet, als Nachfolgerin des Königs den Aschethron zu besteigen. Sie ist die schnellste Himmelsstürmerin, die es in der fliegenden Stadt Elydor je gab. Doch als der König stirbt, taucht die Herrscherrune nicht bei ihr, sondern auf der Stirn des mysteriösen Geheimnishändlers Luan aus dem Elendsviertel auf. Und ausgerechnet May soll ihm helfen, mit seiner neu gewonnenen Macht umzugehen. Nur widerwillig fügt sie sich, bis ihr klar wird, dass nicht nur ihre beiden Leben vom Erfolg der Aufgabe abhängen, sondern die Zukunft von ganz Elydor.“

May ist geschockt. Ihr Leben lang hat sie sich darauf vorbereitet, den Aschethron zu besteigen. Doch dann erscheint die Herrscherrune auf Luans Stirn. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sie ihn von Anfang an nicht leiden kann. Dennoch muss sie lernen, dass nicht so ist, wie es scheint, und dass die größten Feinde zu den engsten Verbündeten werden können. Luan und May müssen ihre Fähigkeiten nutzen, um dem Geheimnis der fliegenden Stadt und der unerwarteten Machtübernahme auf die Spur zu kommen.

Ich muss zugeben, dass dieses Buch ein Coverkauf war. Die erste Auflage konnte man mit einem wunderschönen Buchschnitt, der sich perfekt an das Buch anpasst, kaufen. Ich bin nicht drum herumgekommen und musste einfach zuschlagen. Im Zuge meiner SuB-Abbau-Challenge, stand dieses Buch dann auf der Leseliste vom März. In den sozialen Netzwerken habe ich das Buch überall gesehen, konnte mich zum Glück aber davon abhalten, mich zu spoilern oder zu große Erwartungen zu entwickeln. Mir hat das Buch gut gefallen. Man taucht von der ersten Seite an, direkt in die Geschichte um die Aschekriegerin May ein, die sehr selbstbewusst, zielstrebig und frech ist. Sie vertraut vollkommen in ihre Fähigkeiten und lässt sich normalerweise nicht so leicht aus der Ruhe bringen. Doch sie hat nicht mit Luan gerechnet, der ihre Impulskontrolle gehörig auf die Probe stellt. Im Klappentext wird schon angedeutet, dass es eine Enemies-to-lovers-Beziehung gibt, worauf ich sehr gespannt war, wie das umgesetzt wurde. Ich muss sagen, dass ich die Umsetzung sehr gut gelungen fand, weil die Protagonisten während dieser Entwicklung nicht ihren Charakter verloren haben und die Entwicklung auch nicht sehr plötzlich kam, sondern sich eher langsam angebahnt hat. Luan und May sind zwei sehr eigenständige Charaktere, die sich in gewissen Charakterzügen zwar ähneln, aber trotzdem selbstständig sind. Ich habe es sehr genossen, die beiden im Laufe der Geschichte kennenzulernen. Die Geschichte startet sehr plötzlich und man erfährt von der ersten bis zur letzten Seite, den Aufbau der Welt. Ich muss sagen, dass mir das ein wenig Probleme bereitet hat, da ich bis zuletzt nicht so ganz wusste, wieso weshalb und warum manches so und anderes so abläuft. Das Magiesystem ist meiner Meinung nach sehr einfach gehalten und dennoch habe ich eine Weile gebraucht es zu verstehen, bzw. ich denke immer noch darüber nach. Auch der Aufbau der Welt war für mich am Anfang ziemlich komplex, aber je mehr Zeit ich in der Geschichte verbracht habe, desto besser habe ich den Aufbau verstanden. Gut gefallen hat mir auch der Schreibstil, dieser war nicht zu einfach, aber auch nicht zu komplex, und sehr flüssig. Ich bin sehr gut durch die Seiten gekommen. Die Grundidee der Geschichte finde ich sehr spannend und sie hat mir gut gefallen. Ich finde jedoch, dass man merkt, dass es der erste Roman der Autorin ist, was prinzipiell ja nicht schlecht ist. Ich denke je mehr Bücher Lily schreibt und veröffentlicht, und je mehr Feedback sie bekommt, desto besser werden die Geschichten. Ich jedenfalls konnte mich gut in die City vertiefen und in diesen aktuell schwierigen Zeiten mit der Geschichte gut abschalten. Ich würde sagen, dass das Buch für mich einen Wohlfühlcharakter hat. Ich finde es jedoch schwierig, „City of Burning Wings“ mit anderen Fantasy Büchern zu vergleichen. Vor allem, da ich schon lange Fantasy lese, fällt mir die Bewertung nicht so leicht. Weil es mir gut gefallen hat, gebe ich 3,5 von 5 Sternen.

„City Of Burning Wings – Die Aschekriegerin“ von Lily S. Morgan erschien 2021 im Carlsen Verlag. Das Buch hat 395 Seiten, kostet 15,00 € [D] und du findest es unter der ISBN 978-3-551-58453-3. Die Angaben beziehen sich auf die Klappenbroschur der Originalausgabe.

„Engelsmorgen“

von Lauren Kate; Band 2

Dies ist der zweite Band der Reihe. Wenn du dich nicht spoilern möchtest, lies bitte den ersten Band.

„Der großen Liebe begegnest du nur einmal.

Luce und Daniel haben sich bereits in ihren früheren Leben immer wieder geliebt und verloren. Jetzt scheinen sie sich endlich gefunden zu haben. Doch die Schatten der Vergangenheit sind noch nicht besiegt. Während Luce sich in einem abgelegenen Internat an der Küste versteckt, bietet Daniel den Unsterblichen die Stirn…“

Luce ist froh endlich ihre große Liebe Daniel gefunden zu haben. Doch dadurch schwebt sie in Gefahr, denn die Unsterblichen trachten nach ihrem Leben. Aus diesem Grund müssen Daniel und sie sich schon wieder voneinander trennen. Luce versteckt sich in Shorline, einer Schule in Kalifornien, wo sie versucht, mehr über ihre früheren Leben herauszufinden. Weil Daniel ihr nicht die ganze Wahrheit sagen kann, bringt sie sich bei ihrer Suche nach der Wahrheit regelmäßig selbst in Gefahr. Währenddessen tauchen bei Luce neue Gefühle auf und sie beginnt ihre Beziehung zu Daniel zu hinterfragen. Wird die Liebe der beiden am Ende stärker sein als jede Bedrohung?

Ich habe mich gefreut zurück in diese wundervolle Welt rund um die gefallenen Engel kehren zu dürfen. Der erste Band hat ja mit einem Cliffhanger geendet und man wusste fast nichts über die Welt. Von der Rückkehr in diese Welt habe ich mir, wie Luce, Antworten versprochen. Gemeinsam mit der Protagonistin macht man sich auf die Suche nach Antworten zu ihrer Vergangenheit. Gleichzeitig wird einem auch Luces Verzweiflung über die erzwungene Distanz zu Daniel nähergebracht. Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie schmerzhaft es ist, von seinem Liebsten entfernt zu bleiben. Gleichzeitig erlebt man aber auch, wie Luce versucht, sich von diesem Schmerz abzulenken und wie sie dabei Dinge erlebt, die sie zuvor nicht wirklich kannte. Mir hat das sehr gut gefallen, vor allem wie sich Luce weiterentwickelt hat. Sie hat sich selbst noch einmal besser kennengelernt, versteht sich selbst besser und kann einige Emotionen besser einordnen. Auch ihr wachsendes Selbstbewusstsein war wundervoll zu begleiten. Im ersten Band hat sie sehr verstört und eingeschüchtert gewirkt, in diesem Buch hat sie auch einfach mal das gemacht was sie wollte. Dass sie sich selbst in Gefahr gebracht hat, kann man ihr nicht verübeln, immerhin erklärt ihr ja kaum jemand etwas. Ihr Wunsch, selbst bestimmt und frei zu handeln, was Luce dann auch umgesetzt hat, auch wenn es nicht immer die beste Idee war, fand ich gut. Sie hat ihre rebellischere Seite gezeigt. Die Welt generell wird ziemlich düster beschrieben, vielleicht auch deshalb, weil die meisten wichtigen Szenen in der Nacht gespielt haben. Das hat das Buch und die Geschichte ein wenig mysteriös, aber auch spannend gemacht. Die Welt war super beschrieben, die einzelnen Handlungsorte konnte man sich sehr gut vorstellen. Jeder Charakter, auch die Nebencharaktere, hatten etwas, was sie einzigartig gemacht hat, beziehungsweise, die sie sympathisch gemacht haben. Beispielsweise Eigenschaften, wie immer gut gelaunt sein, oder immer ein offenes Ohr haben. Das hat dazu beigetragen, dass man sich wohlgefühlt hat. Aber auch, dass Nebencharaktere aus dem ersten Band wieder aufgetaucht sind, hat das Gefühl von nach Hause kommen verstärkt, obwohl die Handlung selbst ja an einem anderen Ort gespielt hat. Das Ende hat mich ein wenig verwirrt und traurig zurückgelassen. Das Buch hat schon wieder mit einem Cliffhanger geendet und dann noch einer bei dem man sich einfach fragt, warum einem das angetan wird. 😔 Ich hoffe das der dritte Band meine Verwirrung beendet oder mich zumindest etwas glücklicher macht. Vielleicht sollte ich noch anmerken, dass Luce sehr, sehr, sehr viel über ihre Liebe zu Daniel nachgedacht und erzählt hat. Das könnte den einen oder die eine möglicherweise stören, deshalb hier die Info 😅😊. Ich gebe dem zweiten Band 4 von 5 Sterne.

„Engelsmorgen“ ist der zweite Band der „Fallen“-Reihe von Lauren Kate. Das Buch erschien 2013 als Taschenbuch beim Heyne-Verlag, hat 457 Seiten, kostet 9,99 € [D] und du kannst es unter der ISBN 978-3-453-52986-1 finden. Die Angaben beziehen sich auf das Taschenbuch aus meinem Besitz. Schau auch gerne hier vorbei: Lauren Kate: Engelsmorgen – Taschenbuch – cbj Jugendbücher (penguinrandomhouse.de).

„Harry Potter“

von Joanne K. Rowling

Endlich habe ich den Harry Potter Readathon beendet, den ich Ende Dezember 2021 begonnen habe. Zu „Harry Potter und das verwunschene Kind“ kommt eine Einzelrezension.

Da ich glaube, dass sehr viele die Harry Potter Reihe schon gelesen haben (oder die Filme gesehen haben), werde ich in diesem etwas sehr viel längeren Beitrag alle Harry Potter Teile (Band 1 bis 7) vorstellen. In den Rezensionen können Spoiler enthalten sein, da dies bei einer Reihe nicht vermeidbar ist. Wenn du also noch nicht alle Bände kennst, lies nur bis dahin, wo du gerade stehst.

Die Harry Potter Reihe eignet sich meiner Meinung nach für Einsteiger in das Genre Fantasy, aber auch für diejenigen, die die Filme geschaut haben, aber die Buchreihe noch nicht gelesen haben.

Band 1: Harry Potter und der Stein der Weisen

Harry erfährt an seinem elften Geburtstag, dass er ein Zauberer ist. Seine Eltern sind wegen des mächtigsten schwarzen Zauberers, den es je gegeben hat – Lord Voldemort – gestorben. Harry wird nach Hogwarts eingeladen, in die Schule für Zauberei und Hexerei. Noch total überwältigt von diesen neuen Erkenntnissen über ihn selbst, beginnt für ihn das aufregendste, spannendste, gefährlichste, lustigste und beste Jahr. Zum Glück findet er schnell Freunde, die ihm helfen, in der für ihn neuen Welt klarzukommen. Gemeinsam kämpfen sie sogar gegen dunkle Mächte, denn nicht alle sind dem Jungen, der überlebt hat, wohlgesonnen.

Im ersten Band der Harry Potter Reihe lernt man den jungen Zauberer kennen, der ziemlich schüchtern wirkt, auf der anderen Seite aber auch eine gesunde Portion Selbstbewusstsein zeigt. Harry hat einen sehr großen Gerechtigkeitssinn. Durch diesen sieht er die Vorteile einer Person wichtiger als die Schwächen dieser. Herkunft und Aussehen spielen für ihn keine Rolle, er sucht sich die Freunde, bei denen er sich sicher sein kann, dass sie immer für ihn da sein werden, egal was passiert. Im Gegenzug dazu hilft er gerne anderen, steckt seine Nase aber auch gerne in Dinge, die ihn nichts angehen, weshalb er sich oft in Schwierigkeiten bringt. Hogwarts wird schnell zu seinem zu Hause, denn bei seinen Verwandten, den Dursleys im Ligusterweg, ist es einfach grauenhaft. Aber Harry ist nicht der perfekte junge Zauberer. Er schafft es zwar immer gefährlichen Situationen gerade so lebendig zu entkommen, aber über seinen größten Feind, Lord Voldemort, muss er noch viel lernen. Dazu dient seine Ausbildung in Hogwarts und auch seine Professoren, vor allem Dumbledore, stehen ihm mit Rat und Tat zur Seite. Harrys Freunde Hermine und Ron erleben gemeinsam mit ihm die verrücktesten Abenteuer. Weil das Trio so verschieden ist, ergänzen sie sich perfekt. Der Leser bekommt Harrys Erlebnisse so geschildert, als wäre man selbst als eine Art Geist dabei. Die Schule wird detailreich beschrieben und auch das Magiesystem ist meiner Meinung nach sehr schlüssig. Man reist in eine magische Welt mit all ihren wunderbaren, aber auch verrückten und kryptischen Einzelheiten, die man je länger man darüber nachdenkt, desto besser versteht und schätzen lernt.

Band 2: Harry Potter und die Kammer des Schreckens

Harry Potter ist wahrscheinlich einer der wenigen Schüler, die es mehr genießen Schule zu haben als Ferien. Für Harry ist Hogwarts, die Zauberschule, auf die er geht, jedoch mehr als nur seine Schule. Sie ist sein zu Hause. Deshalb ist es nicht sehr verwunderlich, dass er sich unglaublich auf sein zweites Schuljahr freut. Doch irgendetwas scheint in Hogwarts sein Unwesen zu treiben. Harry hört seltsame Geräusche, die seine Mitschüler nicht hören, und dann werden auch noch Schüler versteinert. Nicht einmal Dumbledore, der Schulleiter, den Harry für den besten Zauberer aller Zeiten hält, hat eine Erklärung. Harry, Ron und Hermine versuchen neben ihrem Zauberschüleralltag das Rätsel zu lösen und Hogwarts von den dunklen Mächten zu befreien, doch dabei bringen sie sich in große Gefahr.

Harry ist selbstbewusster geworden. Er kennt seine Fähigkeiten und hat gelernt, sich in der Welt der Hexen und Zauberer zurecht zu finden. Für jedes Problem findet er eine Lösung. Auch seine Freunde Hermine und Ron spielen eine große Rolle in Harrys Leben, denn ohne die beiden würde manches gründlich schief gehen. Das Trio ist aufeinander angewiesen, denn jeder braucht jeden. Gemeinsam ist man bekanntlich am stärksten. So kämpfen die drei nicht nur gegen lästige Lehrer und neidische Mitschüler, sondern auch gegen die dunklen Mächte. Die drei Freunde scheinen das Böse nur so magisch anzuziehen. Harry beweist Mut und Tapferkeit und ist für seine Freunde immer zur Stelle, wenn diese Hilfe brauchen. In Hogwarts fühlt Harry sich willkommen und geliebt und setzt alles daran, seine Mitschüler aus Gryffindor zu unterstützen. Auch wenn er zwischendurch Zweifel hat, letztes Jahr wirklich in das richtige Haus einsortiert worden zu sein. Doch diese Zweifel werden auch aus dem Weg geräumt. Ich hab das Buch wirklich genossen, aber seien wir mal ehrlich: Gilderoy Lockhart nervt ziemlich. Dieser möchte-gern Professor hat mich ziemlich aufgeregt. Kennst du das, dass du manchmal einem Charakter am liebsten eine saftige Ohrfeige verpassen möchtest? Dieses Gefühl hab ich ziemlich oft bei Lockhart gehabt. Seine ganze Art hat mich einfach nur tierisch aufgeregt. Aber der Geschichte hat dies keinen Abbruch getan. Manchmal müssen eben auch nervige Charaktere mit dabei sein.

Band 3: Harry Potter und der Gefangene von Askaban

Nachdem Harry in den Ferien gezaubert hat, flieht er aus dem Ligusterweg. Er weiß, dass ihm ein Schulverweis droht und dennoch scheint niemand im Zaubereiministerium diesem Zwischenfall Beachtung zu schenken. Alle sind bemüht, Harry sicher nach Hogwarts zu bringen. Harry findet heraus, dass ein gefürchteter Verbrecher aus Askaban, dem Gefängnis für Zauberer und Hexen, entkommen ist, und nun auf dem Weg ist, Harry zu töten. Doch ist an dieser Geschichte wirklich etwas dran? Die Wurzel dieses Chaos aus Wahrheit und Lüge liegt in der Vergangenheit. Gemeinsam mit Ron und Hermine spürt Harry die Wahrheit auf und kann diese kaum glauben. Harry und seine Freunde liefern sich einen Wettkampf mit der Zeit.

Harry und seine Freunde sind auf der Spur von Intrigen und Geheimnissen und werden selbst zu Geheimniswahrern, während sie ihrem alltäglichen Zauberschülerdasein nachgehen. Es ist gar nicht so einfach, in Hogwarts heimlich Dinge zu tun. Überall gibt es lauschende Ohren und Lebewesen, denen man lieber nicht über den Weg laufen sollte. Auch in Band drei lernt der Leser Harrys Mut durch verschiedene Situationen kennen, die sowohl spannend als auch gefährlich sind. Näher im Detail beschreiben möchte ich diese jedoch nicht. Es könnte spoilern. Man erfährt aber auch viel von Harrys Ängsten, Wünschen und Sehnsüchten, sowie seine Dankbarkeit, Hogwarts sein zu Hause nennen zu dürfen und Hermine und Ron als seine besten Freunde bezeichnen zu können. Die vielen Erlebnisse, die teilweise auch ziemlich unangenehm sind, formen Harrys Charakter und er geht gestärkt daraus hervor.

Band 4: Harry Potter und der Feuerkelch

Harry erlebt die bisher besten Sommerferien, seit er weiß, dass er ein Zauberer ist und nach Hogwarts geht. Zusammen mit den Weasleys, der Familie seines besten Freundes Ron, und Hermine besucht er das Finale der Quidditch-Weltmeisterschaft. Doch das sportliche Großereignis wird von dem Auftauchen dunkler Mächte beschattet. Sportlich geht auch Harrys Schuljahr weiter. Denn das Trimagische Turnier findet erstmals wieder statt. Harry spielt darin eine Rolle, mit der niemand gerechnet hat. Auch hier haben die dunklen Mächte, die von keinem geringeren als Lord Voldemort ausgehen, die Finger im Spiel. Doch Harry bekommt von allen Seiten Unterstützung und erweist sich in einer für sein Leben wohl gefährlichsten Situation als großartiger Zauberer, womit selbst Lord Voldemort nicht gerechnet hat.

Harrys Tapferkeit wird in diesem Band auf eine harte Probe gestellt. Auch die Fähigkeit mit Hass und Neid umzugehen, erfährt hier eine neue wichtige Bedeutung. In diesem vierten Band der Harry Potter Reihe finden sich so viele wichtige Botschaften, dass ich sie gar nicht alle einzeln aufzählen kann. Ich schreibe hier nur einmal die für mich wichtigsten auf. Harry lernt, die Schattenseite von Ruhm kennen, erfährt aber noch deutlicher als in den Bänden zuvor, was es bedeutet wahre Freunde zu haben. Außerdem wird Harry, aber auch der Leser, mit dem Umgang von Fake News konfrontiert. Schließlich erlaubt das Trimagische Turnier einer – wie ich finde ziemlich nervigen – Reporterin die wildesten und verrücktesten Geschichten zu verbreiten, ohne Anspruch auf Realität. In diesem Band wird außerdem Harrys Vertrauen und Selbstlosigkeit auf eine harte Probe gestellt. Trotz allem geht er gestärkt aus dem ganzen Chaos und den schwierigen Situationen hervor und hat eine Menge dazugelernt. Mehr als er wahrscheinlich Anfang des Schuljahres geglaubt hat. Dieser Band ist bisher der stärkste meiner Meinung nach. Überall Gefahren und Abenteuer, die Harry meistern muss, aber auch Freude und Zuversicht durch das Geschenk von Freundschaft und Liebe. Harrys bisher schwerstes Jahr, den es verlangt vor allem ihm, aber auch seinen Freunden, alles Können ab.

Band 5: Harry Potter und der Orden des Phönix

Harry Potter sitzt bei seinen Verwandten im Ligusterweg fest. Von seinen Freunden Hermine und Ron bekommt er nur rätselhafte Briefe. Die Sommerferien waren noch nie so langweilig, bis er und sein Cousin eines Abends von Dementoren angegriffen werden. Ab diesem Moment überschlagen sich die Ereignisse. Er erfährt von dem Orden des Phönix und davon, dass das Zaubereiministerium sich in Hogwarts einmischt. Harrys fünftes Schuljahr beginnt und stellt ihm und seinen Freunden einige Probleme in den Weg. Das viele nicht glauben wollen, dass Voldemort zurückgekehrt ist, ist nur eines von vielen. Neben dem Lernen für die ZAGs gilt es sich gegen die dunklen Mächte zu verteidigen und sich gegen die Lügen des Ministeriums zu stellen.

Für mich ist dies der bisher schwächste Band der Reihe. Es hatte einfach viel zu viele Längen und einige Passagen hätten deutlich gekürzt werden können. Trotzdem weiß ich, dass dieser Band essenziell ist. Es werden viele Dinge erklärt, die für die nächsten beiden Bände bedeutend sind. Das kann ich deshalb sagen, weil ich die Reihe schon zum wiederholten Mal lese und daher noch grob weiß, wie alles abläuft. Trotz der Längen hat das Buch für mich auch positive Seiten. Im Vordergrund stehen Freundschaft und Loyalität, sowie Mut zu haben, sich von Gegner nicht gleich einengen zu lassen, sondern für die eigenen Rechte zu kämpfen. Für Harry ist dieser Band glaube ich der schwierigste, weil ihm so viele Steine in den Weg gelegt werden und es ihm wirklich nicht leicht gemacht wird. Dennoch gibt er nicht auf. Im Gegenteil. Er und auch Hermine und Ron finden immer wieder Wege, sich gegen Widersacher zu wehren. Sie werden nicht leise, sondern lauter, wenn du verstehst, was ich meine. Besonders Harrys Wut, die teilweise eine sehr große Rolle spielt, konnte ich gut nachvollziehen. Mir würde es an seiner Stelle auch so gehen. Immerhin wurden ihm die ganze Zeit Informationen vorenthalten oder er wurde schlimmer bestraft als andere, obwohl er teilweise nicht einmal etwas Schlimmes getan hat. Harry Potter und der Orden des Phönix ist sehr informationsreich und beinhaltet viele Szenen, in denen Emotionen sehr zentral sind. Für mich fehlt für ein besseres Leseempfinden Spannung. Es gab am Ende zwar spannende Szenen, aber die konnten die Längen davor nicht wirklich ausgleichen. Trotzdem ist das Buch nicht schlecht. Ich mag es nur von allen anderen Bänden am wenigsten, obwohl es wie schon geschrieben, wirklich wichtig ist.

Band 6: Harry Potter und der Halbblutprinz

Voldemort ist zurück und die Zauberer Welt ist unsicherer denn je. Überall herrscht Gewalt und Angst. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass in Hogwarts strenge Sicherheitsvorkehrungen gelten. Dumbledore erforscht mit Harry Voldemorts Vergangenheit. Warum? Lesen! Harrys sechstes Schuljahr beinhaltet so einige Überraschungen. Wer ist der Halbblutprinz, dessen Zaubertrankbuch Harry hilfreich ist, und was hat Draco Malfoy vor? Geheimnisse über Geheimnisse und die Gefahr des Dunklen Lord bestimmen Harrys Schuljahr.

Dieser Band hat mir besser gefallen als der vorherige. Obwohl es auch in diesem Band sehr viele Informationen zu den Dunklen Mächten und allgemeinen Hintergründen der Zauberer Welt gibt, war diese „Theorie“ nicht so trocken wie in Band 5. Denn die Szenen waren erstens sehr viel kürzer und zweitens waren sie spannend oder wechselten sich mit spannenden Szenen ab. Neben der Hauptstory habe ich außerdem die kleinen Randstorys sehr genossen. Unteranderem die große Weiterentwicklung der Charaktere. Mit manchen Entwicklungen rechnet man kaum, andere bahnen sich so langsam an. Jede dieser war jedoch schön mitzuverfolgen. Neben Freundschaft spielt auch die erste Liebe eine Rolle. Diese wurde meiner Meinung nach sehr schön in die Hauptstory eingebettet. Im Gegenzug zu diesem angenehmen Leseerlebnis hat mich das Ende sehr stark mitgenommen. Es war sehr emotional, spannend und verwirrend. Es sind Dinge passiert, mit denen ich einfach nicht gerechnet habe. Ja, ich habe alle Bände schon öfter gelesen, trotzdem haben mich die Entwicklungen aufs Neue überrascht. Ich finde jedoch, dass genau das, ein gutes Buch ausmacht.

Band 7: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes

Harry kann nicht nach Hogwarts zurückkehren, da dies viel zu gefährlich wäre. Außerdem muss er die restlichen Horkruxe finden, um Voldemort töten zu können. Zum Glück hat er Ron und Hermine an seiner Seite, mit denen er durch das ganze Land reist. Dann begegnen dem Trio die geheimnisvollen Heiligtümer des Todes. Harry ist hin und her gerissen zwischen der Entscheidung, deren Rätsel zu lösen oder das zu beenden, was er und Dumbledore angefangen haben. Eines ist jedoch sicher: Der Dunkle Lord wird am Ende auf ihn warten.

Das Buch beginnt spannend und verliert im Verlauf der Handlung auch nicht an Spannung. Das hat mir sehr gut gefallen. Bei Band 5 hatte ich ja kritisiert, dass die Passagen, in denen Harry wichtige Informationen erhält zu langatmig sind und zu wenig Spannung da war. Das war in diesem Finalen Band anders. Trotz der ausführlichen Darstellung der Vergangenheit, war das Buch spannend. Außerdem denkt man sich vielleicht, dass diese Reise, die das Trio unternimmt, nicht gerade spannend sein wird, doch die Tatsache, dass sie auf der Flucht sind und im Hintergrund agieren müssen, um nicht entdeckt zu werden, machte diese Reise gerade spannend. Immer ist irgendetwas passiert. Neben der durchgehenden Spannung war das Buch auch eine emotionale Achterbahnfahrt. Warum genau möchte ich nicht so direkt erklären, aber da eine Art Krieg herrscht, kann man sich schon ungefähr denken, warum es oft sehr emotional wurde. Das ein oder andere Tränchen hatte ich schon in den Augen. Neben der Handlung fand ich auch die Entwicklung der Charaktere großartig. Obwohl… Ron war ein bisschen seltsam drauf, aber eigentlich weiß man warum. Harry, der sonst immer sehr selbstbewusst war, hatte in diesem Band sehr mit Selbstzweifeln zu kämpfen. Immerhin hat er eine unheimlich große und wichtige Aufgabe zu erledigen und hat eigentlich keine Ahnung wie er das schaffen soll. Ich finde, diese Selbstzweifel kann man nicht kritisieren. Hermines Charakter war für mich wie ein Fels in der Brandung. Sie hat das Trio zusammengehalten und hatte auf ihre eigene Art mit Problemen zu kämpfen, von denen man nicht viel erfahren hat, die sie für mich aber unheimlich stark gemacht haben. Wichtige Elemente des Buches waren wieder Freundschaft, Liebe, Vertrauen und Mut. Gerade die Bedeutung von Vertrauen wurde meiner Meinung nach gut dargestellt und in die Handlung integriert. Die dunklen Mächte haben ihr eigenes Ziel verfolgt und der Plan, bzw. die Handlungsweise Lord Voldemorts hat mich an einigen Stellen sehr stark an die Judenverfolgung zur NS Zeit erinnert. Vielleicht erkennst du was ich meine, wenn du das Buch mit dieser Anmerkung meinerseits liest. Am Ende steht die alles entscheidende Frage: Sieg oder Niederlage für Harry Potter? Wie es ausgeht, musst du natürlich selbst lesen, oder vielleicht weißt du es auch schon, weil du die Filme gesehen hast. Ich kann dir trotzdem empfehlen die Bücher zu lesen, weil es doch einige Sachen gibt, die es nicht in die Filme geschafft haben, bei denen ich jedoch finde, dass man sie mal erfahren haben muss.

Angaben zu den Büchern in meinem Besitz:

Harry Potter und der Stein der Weisen: 335 Seiten, 5 von 5 Sterne, 978-3-551-55167-7, Carlsen Verlag 1998, Originalausgabe; Harry Potter und die Kammer des Schreckens: 352 Seiten, 4 von 5 Sterne, 978-3-551-55168-5, Carlsen Verlag 1999, Originalausgabe; Harry Potter und der Gefangene von Askaban: 448 Seiten, 5 von 5 Sterne, ISBN 978-3-551-55169-3, Carlsen Verlag 1999, Originalausgabe; Harry Potter und der Feuerkelch: 767 Seiten, 5 von 5 Sterne, ISBN 978-3-551-55193-6, Carlsen Verlag 2000, Originalausgabe; Harry Potter und der Orden des Phönix: 1021 Seiten, 3 von 5 Sterne, ISBN 978-3-551-55555-9, Carlsen Verlag 2003, Originalausgabe; Harry Potter und der Halbblutprinz: 656 Seiten, 4 von 5 Sterne, ISBN 978-3-551-56666-9, Carlsen Verlag 2005, Originalausgabe; Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: 767 Seiten, 5 von 5 Sterne, ISBN 978-3-551-57777-1, Carlsen Verlag 2007, Originalausgabe

Schau auch gerne mal hier vorbei: Harry Potter: Bücher, Filme & Spiele | Thalia.

„Love and Gelato“

von Jenna Evans Welch; Band 1

„Ein Sommer in Italien – letzte Wünsche, erste Liebe und ganz viel Stracciatella!“

„Das Land von Gelato und Amore! Doch Lina ist nicht in Urlaubsstimmung. Sie ist nur in die Toskana gereist, um ihrer Mutter den letzten Wunsch zu erfüllen. Aber dann bekommt sie das alte Tagebuch ihrer Mom in die Hände, das von deren Zeit in Italien erzählt. Plötzlich erschließt sich Lina eine Welt aus romantischen Kunstwerken, magischen Bäckereien – und heimlichen Affären. Dabei stößt sie auf eine tragische Liebesgeschichte und ein Geheimnis, das nicht nur ihr Leben verändern wird…“

„Eine mitreißende Geschichte über Familie, Romantik und was es wirklich bedeutet, geliebt zu werden.“

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Nach Abschluss der 10. Klasse reist Lina in die Toskana, um bei Howard zu wohnen. Er ist ein alter Freund ihrer Mutter. Ihr Wunsch war es, dass Lina ihn kennenlernt. Doch Lina ist anfangs nicht sehr begeistert von dieser Idee. Wenn er ihr Vater ist, warum hat Linas Mutter ihr erst in ihren letzten Lebensmonaten von ihm erzählt und warum klangen die Geschichten mehr danach, dass die beiden nur gut befreundet sind? In der Toskana angekommen, lernt sie beim Joggen Ren kennen. Er zeigt ihr Florenz und gemeinsam erleben sie die Geschichte ihrer Mutter, welche in einen Tagebuch von dieser festgehalten wurde. Ein unvergesslicher Sommer mit Liebe, Eis und Familiengeschichte beginnt.

Ich habe mich total in diese Geschichte verliebt. Lina ist eigentlich noch gar nicht bereit, den Tod ihrer Mutter zu akzeptieren. Doch in Italien, mit den Tagebucheinträgen ihrer Mutter fällt es ihr zunehmend leichter. Immerhin besucht sie dieselben Orte, an denen ihre Mutter war. In Ren hat sie nach kurzer Zeit einen wahren Freund gefunden, der ihr immer wichtiger wird. Das hat mir sehr gut gefallen. Die beiden waren in ihrem Umgang miteinander sehr natürlich. Sie haben sich so verhalten, wie man es sich vorstellt, sodass es nicht kitschig wird. Für mich war das sehr angenehm, weil es eben nicht so eine Standartentwicklung, beziehungsweise nicht so klischeehaft war. Gut umgesetzt fand ich auch den Umgang mit dem Tod eines engen Familienmitglieds, da dem Leser mitgeteilt wurde, dass es okay ist, traurig zu sein, und man alle Zeit der Welt hat und selbst entscheiden kann, wie schnell man sich anderen Menschen öffnet und in den Alltag zurückkehrt. Der Schreibstil war trotz dieser großen Emotionalität locker und leicht und mit viel Witz in den richtigen Dossierungen an den richtigen Stellen. Es wurden sehr humorvolle Vergleiche benutzt, um bestimmte Situationen darzustellen, was wiederum gut zum Alter der Protagonistin gepasst hat. Italien als Schauplatz war perfekt. Ich habe beim Lesen richtig Fernweh bekommen. Ich wollte am liebsten direkt los und diese wunderschöne Landschaft mit eigenen Augen sehen. Insgesamt habe ich mich unglaublich wohlgefühlt beim Lesen und ich konnte gut entspannen. Ich gebe 4 von 5 Sterne, da mir einfach noch ein bisschen mehr Tiefgründigkeit gefehlt hat. Aber das ist nur minimal negativ. Ich finde das Buch verdient mehr Aufmerksamkeit.

„Love & Gelato“ von Jenna Evans Welch ist der erste Band der „Love & other Drugs“ Reihe. Das Buch erschien im Juni 2017 bei HarperCollin YA!, hat 381 Seiten, kostet 16,00 € [D] und du findest es unter der ISBN 978-3-95967-091-3. Du kannst das Buch auch als E-Book erhalten (siehe: Love & Gelato – E-Book | DRAGONFLY – so bunt wie das Leben — Verlagsgruppe HarperCollins Deutschland GmbH).

„Silber – das zweite Buch der Träume“

von Kerstin Gier; Band 2

Da dies Band 2 ist, der auf den ersten Band aufbaut, bitte ich dich, dass du zuerst Band 1 liest. Sonst könntest du Teile der Handlung nicht verstehen.

„Liv ist erschüttert: Secrecy kennt ihre intimsten Geheimnisse. Woher nur? Und was verbirgt Henry vor ihr? Welche düstere Gestalt treibt nachts in den endlosen Korridoren der Traumwelt ihr Unwesen? Und warum fängt ihre Schwester Mia plötzlich mit dem Schlafwandeln an?

Albträume, mysteriöse Begegnungen und wilde Verfolgungsjagden tragen nicht gerade zu einem erholsamen Schlaf bei, dabei muss Liv sich doch auch schon tagsüber mit der geballten Problematik einer frischgebackenen Patchwork-Familie samt intriganter Großmutter herumschlagen. Und der Tatsache, dass es einige Menschen gibt, die noch eine Rechnung mit ihr offen haben – sowohl tagsüber als auch nachts…“

Silber – Das zweite Buch der Träume – Kerstin Gier | S. Fischer Verlage

Liv ist über beide Ohren verliebt und total glücklich. Doch Henry scheint ihr nicht vollkommen zu vertrauen. Warum nur? Liv möchte ihm helfen und eckt dadurch nicht selten bei ihm an. Doch als Mia mit dem Schlafwandeln beginnt, halten sie zusammen. Denn derjenige, der scheinbar Mia dazu bringt, schlafzuwandeln, ist ihr Feind. Und sie müssen so schnell wie möglich herausfinden, wer das ist. Bevor etwas schlimmes passiert. Aber nicht nur in der Traumwelt hat sie Probleme. Denn das Leben in einer Patchworkfamilie ist gar nicht so einfach. Vor allem, wenn die neue Schwester sie nicht wirklich leiden kann. Mit Grayson, ihrem neuen Bruder, versteht Liv sich allerdings sehr gut. Schafft sie es alle Probleme unter einen Hut zu bringen?

Ich habe mich beim Lesen sehr wohlgefühlt. Das lag vor allem an dem angenehmen Schreibstil und an Kerstin Giers unverwechselbaren Humor. Liv hat einen großen Haufen an Problemen und versucht diese geschickt zu lösen, wobei sie sich doch ab und an ein wenig dämlich anstellt. Aber diese Szenen haben das Lesen auch angenehm gestaltet. Wer mag es denn nicht, beim Lesen ab und an über die Handlung der Protagonistin oder des Protagonisten schmunzeln zu können? Der Schreibstil war locker, leicht und einfach verständlich. Selbst wenn ich mal einen Tag nicht lesen konnte, bin ich schnell in wieder in die Geschichte gekommen. Liv war mir sympathisch auch wenn ich ein oder zwei Handlungen von ihr, beziehungsweise ihre Reaktion auf ein oder zwei Geschehnisse, etwas übertrieben fand. Gleichzeitig habe ich mir auch gedacht, dass es einfach an Schlafmangel liegen kann. Da reagiert man meist etwas dramatischer als im ausgeschlafenen Zustand. Kenne ich selbst. 🙂 Den actiongeladenen und spannenden Teil der Geschichte fand ich abwechslungsreich in Bezug auf den Rest der Geschichte und das hat dem Buch noch mal etwas besonderes gegeben. Gut gefallen haben mir wieder die Einschübe des Tittle-tattle-Blogs. Und auch einige Wendungen im Buch waren überraschend. Da das Wetter leider immer schlechter wird, war es gemütlich, das Buch in eine dicke Kuscheldecke eingekuschelt, zu lesen. Es hat gut von diesem schlechten Wetter ablenken können und ein Wohlgefühl erzeugt. Jeder der Charaktere war einfach sehr liebenswert – ausgenommen die „Bösewichte“ natürlich- und das Buch konnte mich verzaubern und mich wunderbar träumen lassen. Achtung für alle die meine Spoilerwarnung am Anfang nicht ernst genommen haben: die nächsten Sätze solltet ihr wirklich nicht lesen, wenn ihr das Grundkonzept nicht kennt! Bitte! Ich habe abends oft über das Konzept mit diesem Traumkorridor und den Traumtüren nachgedacht. Ich würde es einerseits extrem cool finden, wenn es das wirklich gibt, andererseits auch irgendwie gruselig. Ich würde nicht wollen, dass man einfach in meine Träume spazieren könnte… Aber da gibt es ja auch noch Möglichkeiten, das zu verhindern. Vielleicht hast du deine Traumtür gefunden, dann kannst du gerne schreiben, wie sie aussieht. Spoilerende. Da mich das Buch gut unterhalten hat, vergebe ich 4 von 5 Sterne.

„Silber – das zweite Buch der Träume“ ist der zweite Band der „Silber“-Reihe von Kerstin Gier. Das Buch erschien 2014 im Fischer Jugendbuch Verlag. Es hat 416 Seiten, du kannst es unter der ISBN 978-3-8414-2167-8 finden und es kostet 19,99 € [D]. Die Angaben beziehen sich auf die Hardcoverversion (entommen, 12.10.2021: Silber – Das zweite Buch der Träume – Kerstin Gier | S. Fischer Verlage).

„Opal. Schattenglanz“

von Jennifer L. Armentrout; Band 3 der „Obsidian“-Reihe

Das dies der dritte Band ist, bitte ich dich, dass du dir zuerst die Rezension des ersten (Obsidian – Schattendunkel) und des zweiten Bandes (Onyx – Schattenschimmer), beziehungsweise die Bücher, durchliest. Ich werde nämlich nicht darum herumkommen, zu spoilern.

„Auf den ersten Blick ist alles perfekt: Dawson lebt noch und niemand scheint nach ihm zu suchen. Katy wehrt sich nicht länger gegen ihre Gefühle für Daemon und alles könnte so schön sein – aber es ist nur die Ruhe vor dem Sturm. Plötzlich ist Blake zurück und mit ihm ein gewagter Plan. Zu Katys großem Erstaunen bittet er sie um Hilfe. Katy weiß nicht, was sie tun soll, denn Blake ist nicht zu trauen, das hat sie schon einmal schmerzlich zu spüren bekommen. Doch für ihr Freunde – und für Daemon – würde sie alles tun. Selbst ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen.“

Katy ist hoffnungslos in Daemon verliebt und kann es jetzt auch zugeben. Ihr ist es egal, dass er ein Alien ist und sie beiden dadurch in große Gefahr geraten können. Daemons Bruder Dawson geht es trotz seiner Erlebnisse ganz gut. Seine einzige Sorge ist jedoch seine große Liebe Beth. Sie befindet sich immer noch in den Händen des Verteidigungsministeriums und des seltsamen inneren Zirkels Dädalus. Dawson und seine Geschwister und Katy erarbeiten einen gewagten Plan. Wird die Rettungsmission Erfolg haben?

Der Klappentext des Buches klingt echt spannend. Was für ein Plan? Was hat Blake vor? Was passiert jetzt überhaupt? Ich habe mich eigentlich sehr gefreut, das Buch zu lesen, aber ich wurde ziemlich enttäuscht. Statt einer spannenden, actiongeladenen Mission hat mich eine fast schon ausschließlich Young/New Adult Geschichte erwartet. Der Fokus lag fast gar nicht auf dem Fantasy Element, sondern mehr auf der Beziehung zwischen Daemon und Katy. Was hat mich da am meisten gestört? Eigentlich mag ich Romance-Geschichten ja auch ganz gerne, aber wenn ein Buch von anderen Personen mehr in das Fantasy Genre eingeordnet wird, dann darf ich doch auch erwarten, dass mich Fantasy erwartet und das nicht nur als so eine kleine Randstory, fast schon Backgroundstory. Dann ein weiterer Punkt: Das Buch hat etwas mehr als 400 Seiten und Katy erzählt geschätzte 350 Seiten oder mehr davon, wie sehr sie Daemon liebt, wie großartig er doch ist, wie unbeschreiblich schön es ist ihn zu berühren, abends neben ihm einzuschlafen und so weiter und so weiter. Dabei ist dieser Inhalt nicht verschieden gestaltet, also mit einer großen Varietät an Worten versehen. Nein, sie benutzt sehr häufig, viel zu häufig, dieselben Worte, manchmal sogar dieselben Sätze. Ich muss sagen irgendwie ging mir das nach den ersten 200 bis 250 Seiten auf die Nerven. Dieses ursprüngliche Ziel, wurde komplett zu einer Nebensache. Grob gesagt, ging es schon fast gar nicht mehr darum, zumindest meiner Meinung nach. Auf Goodreads (Goodreads | Treffen Sie Ihr nächstes Lieblingsbuch) und anderen Plattformen hat das Buch fast durchgängig gute bis sehr gut Bewertungen. Das ist voll in Ordnung, auf mich trifft das dann wohl eher nicht zu. Vielleicht waren meine Erwartungen auch einfach zu hoch, weil ich gedacht habe, es sei Fantasy, was es ja auch ist, nur nicht in diesem Ausmaß wie man es vielleicht gewohnt ist, wie ich es gewohnt bin. Es gab auch Kleinigkeiten, die ich gut fand. Das Buch war also nicht komplett schlecht. Zum Beispiel haben mir die Szenen gut gefallen, in denen es um Katys Liebe zu Büchern und dem Bloggen ging. An manchen Stellen hat sie Vergleiche mit ihrer Leidenschaft eingebunden. Beispielsweise das Problem, eine halbe Ewigkeit auf den Folgeband warten zu müssen. Wer kennt das nicht? Es ist einfach ein grausames Gefühl. Solche Szenen haben dazu beigetragen, dass ich ab und an schmunzeln musste. Aber es gab auch richtig emotionale Szenen, die vor allem von eher negativen Gefühlen dominiert wurden. Bei solchen Stellen in ich nicht drum herum gekommen ein, zwei kleine Tränchen wegzublinzeln. Obwohl mich dieser ewig lange Romance Teil letztlich so dermaßen genervt hat, bin ich dennoch ziemlich schnell durch die Seiten gekommen. Sehr widersprüchlich, ich weiß. Ich verstehe selbst nicht so genau, was da los war… Zusammengefasst: lange Liebesstory, die mich irgendwann voll genervt hat, Bezüge zu Katys Leidenschaft fürs Lesen und Bloggen und emotionale Stellen, die mir gut gefallen haben, und ein schnelles „durch-die-Seiten-fliegen“. Ich weiß jetzt, dass die Bücher sehr viel Fokus auf dem Beziehungs- und Liebesteil haben können, sodass ich die zwei weiteren Bände mit weniger Erwartungen an das Fantasy-Element lesen werde. Ich bin einfach jemand, der Reihen ungern abbricht, weil ich dann doch irgendwie wissen will, wie es ausgeht. Und es sind ja nur noch zwei Bände der „Original“-Reihe, also die Zusatzreihen mal weggelassen. Das lässt sich schon schaffen. Wow. Ich muss jetzt aber erstmal diese Geschichte verarbeiten.😉 Ich kann diesem Buch leider nur 1,5 oder 2 Sterne geben. Ich schwanke noch so ein bisschen. Mir fällt es schließlich nicht leicht, ein Buch schlecht zu bewerten. Bisher habe ich nur Bücher gelesen, die mir gut bis sehr gut gefallen haben. Das ist „Opal“ scheinbar mal in die andere Richtung ausgewichen, haha.

„Opal. Schattenglanz“ ist der dritte Band der „Obsidian-Reihe“ von Jennifer L. Armentrout. Das Buch erschien 2015 im Carlsen Verlag, es hat 464 Seiten, kostet 19,99 € [D] und du kannst es unter der ISBN 978-3-551-58333-8 finden.

„PS: Ich mag dich“

von Kasie West

Die romantische Komödie von Erfolgsautorin Kasie West

Im Chemieunterricht kritzelt Lily eine Zeile aus ihrem Lieblingslied auf den Tisch – und erlebt eine Überraschung: Am nächsten Tag hat jemand geantwortet, der den Song auch kennt! Schnell entwickelt sich zwischen ihr und dem namenlosen Schreiber eine Brieffreundschaft. Sie tauschen Musiktipps und lustige Geschichten aus, aber auch geheime Wünsche und Sorgen. Mit jedem Zettel verliert Lily ihr Herz ein bisschen mehr an den Unbekannten. Doch als sie herausfindet, wer ihr da schreibt, wird alles plötzlich ziemlich turbulent.

Luftig-leicht, bezaubernd vergnüglich und rundherum schön – eine Liebesgeschichte zum Schwärmen und Schwelgen“

PS: Ich mag dich | Carlsen

In Lilys Kopf schwirren die Songzeilen nur so herum. In einem Notebook sammelt sie die angefangenen Lieder, doch sie hat noch keines fertig gestellt. Als sie die Songlyrics von einer ihrer Lieblingsbands auf einen Tisch kritzelt beginnt eine Brieffreundschaft. Diese eher außergewöhnliche Freundschaft hilft ihr dabei, den Alltag in ihrer chaotischen Familie irgendwie zu überstehen. Während Lily sich immer mehr dem geheimnisvollen anonymen Briefschreiber verbunden fühlt, muss sie herausfinden, wer das ist, bevor sie ihr Herz an ihn verliert. Ihre beste Freundin Isabel steht ihr dabei zur Seite.

Lily war mir von Anfang an sympathisch, was wahrscheinlich ihrer Liebe zur Musik geschuldet ist. Ich konnte mich selbst sehr gut mit ihr identifizieren. Ihre Leidenschaft Lieder zu schreiben, wurde durch das Einbeziehen von Liedtexten in das Buch vermittelt. Lilys und Isabels Freundschaft ist schön beschrieben. Beide sind füreinander da und wollen das Beste für die jeweils andere. Es gibt auch ein paar kleine Meinungsverschiedenheiten, aber die gehören nun mal dazu. Ohne diese hätte ich die Freundschaft der beiden sehr wahrscheinlich als zu harmonisch empfunden. Ohne zu viel zu verraten: Andere Personen, die im Buch auftreten, lernt man über die Geschichte kennen und auch lieben. Ich weiß nicht wie ich das, was ich eigentlich sagen will, so formulieren soll, dass es nicht zu viel verrät, deshalb bleibt es jetzt einfach bei diesem etwas kryptischen und seltsamen Satz. Ich denke, wenn man das Buch gelesen hat, versteht man dann doch, was ich meine. Ich habe die Geschichte auf Englisch gelesen, weil ich gerne mehr fremdsprachig lesen würde, aber mit einfacher Lektüre anfangen möchte. „PS: Ich mag dich“ (engl. „P.S. I like You“) ist einfach zu lesen. Ich hatte keine großen sprachlichen Schwierigkeiten, das Vokabular ist einfach und die Sätze in einer ansprechenden Länge. Ich denke, das dies ebenfalls auf die deutsche Ausgabe zutreffen wird. Aus diesem Grund habe ich den Schreibstil als angenehm empfunden. Mir hat die Geschichte rund um Lily und ihren anonymen Briefreund gut gefallen. Ich habe mich beim Lesen sehr wohlgefühlt und hatte sehr angenehme Lesestunden. Ich würde sagen, ich habe ein neues Wohlfühlbuch gefunden. Ich denke ich werde zukünftig noch mehr von Kasie West lesen. Ich vergebe 5 von 5 Sterne.

„PS: Ich mag dich“ von Kasie West erschien am 28.07.2017 im Carlsen Verlag. Es hat 368 Seiten, kostet 8,99 € [D] und hat die ISBN 978-3-646-92913-3. Die Angaben beziehen sich auf das E-Book ( siehe: PS: Ich mag dich | Carlsen). Die englische Ausgabe, welche ich besitze, erschien 2018 bei Scholastic, hat 332 Seiten, kostet ₤ 6,99 und hat die ISBN 978-1-407188-07-2.

„Night School – du darfst keinem trauen“

von C. J. Daugherty; Band 1

„Berührende Liebesgeschichte – actiongeladene Spannung. Das spurlose Verschwinden ihres Bruders wirft Allie komplett aus der Bahn. Sie missachtet jede Regel und rebelliert gegen alles und jeden. Als sie schließlich auf dem Polizeirevier landet, reicht es Allies Eltern. Sie schicken ihre Tochter auf das Internat Cimmeria, an dem nicht einmal Handys erlaubt sind. Zum Glück findet Allie dort schnell eine neue Clique und wird von gleich zwei Jungen umschwärmt. Doch auf Cimmeria ereignen sich seltsame Vorfälle und plötzlich gerät Allie selbst in Lebensgefahr. Wem kann sie hier wirklich trauen?“

Alyson ist das Gegenteil eines braven gehorsamen Mädchens, sie rebelliert gegen alles und jeden. Grund dafür das Verschwinden ihres Bruders Christopher. Nach einem weiteren Vorfall, bei dem sie bei der Polizei landet, geht sie nun nach Cimmeria. Dort wird sie von vielen misstrauisch beäugt, da es nur in bestimmten Fällen mitten im Jahr Neuzugänge gibt. Doch sie findet auch schnell neue Freunde. Zu der Umstellung an einer neuen Schule zu lernen kommt noch hinzu, dass sie gleichzeitig von zwei Jungen umschwärmt wird. Für wen wird sie sich entscheiden? Doch dann überschlagen sich die Ereignisse und Allie findet sich in einem gefährlichen Abenteuer wieder. Welche Geheimnisse birgt Cimmeria und warum sagt niemand Allie die Wahrheit?

Allie war mir als Protagonistin sehr sympathisch, weil ich ihre Ängste und ihren Wissensdurst sehr gut nachempfinden konnte. Auch ihre leichte Überforderung mit der Aufmerksamkeit von zwei Typen klarzukommen und sich zwischen den beiden entscheiden zu müssen, fand ich überzeugend beschrieben. Außerdem fand ich es spannend mit Allie zusammen herauszufinden, was an der Schule wirklich los ist. Warum ihr so viel verschwiegen wird und was es mit den brutalen Ereignissen auf sich hat. Die Mischung aus Action und Romantik hat mir gut gefallen. Durch den flüssigen und leichten Schreibstil bin ich gut durch das Buch gekommen und habe mich sehr wohlgefühlt beim Lesen. Carter, einer der beiden Jungen, die Allie umschwärmen, war mir durch seine geheimnistuerische und sein zurückhaltendes Verhalten sympathisch. Seine Neckereien Allie gegenüber habe ich nicht als lästig oder nervig empfunden. Im Gegenteil. Dadurch, dass Allie sich dagegen behaupten konnte und ihm Konter geben konnte, fand ich es spannend, die Beziehung, die sich zwischen beiden aufbaute zu verfolgen. Sylvain, Carters „Gegner“ war mir dagegen ziemlich unsympathisch. Er war mir zu aufdringlich, weshalb ich Allies Entscheidungen, die irgendwas mit Sylvain zu tun hatten, ab und an nicht nachvollziehen konnte, was sich im Verlauf des Buches jedoch drastisch geändert hat. Warum? Das musst du selbst herausfinden. Eine Warnung möchte ich jedoch aussprechen: Wie man vielleicht schon zwischen den Zeilen lesen konnte, gibt es in dem Buch eine Dreiecksbeziehung. Manche mögen es, manche nicht, deshalb der Hinweis. Die Beschreibung der Freundschaft zwischen Allie und ein paar anderen Schülern auf dem Internat fand ich gut beschrieben. Einiges kennt man eventuell von sich selbst. Ich bin gespannt auf die folgenden Bücher, denn dieses Buch hat ein offenes Ende. Keinen Cliffhanger, aber ein offenes Ende. Ich finde Internats- oder Akademie-Geschichten immer spannend, weshalb ich unter anderem auch dieses Buch lesen wollte. Ich fand es sehr spannend, wie das Internatsgebäude und das dazugehörige Gelände beschrieben wurde. Ich konnte es mir bildlich sehr gut vorstellen, vielleicht auch deshalb, weil ich schon mal in England war und die wunderschöne Landschaft bewundern konnte, und habe den mystischen Flair beim Lesen empfinden können. Ich finde es hilft immer sehr stark, wenn man in dem Land oder der Stadt, in dem ein Buch spielt, schon einmal war. Aufgrund dessen, dass man alles erst kennengelernt hat und noch weitere Bände folgen, gebe ich dem Buch 4 von 5 Sterne.

„Night School – Du darfst keinem trauen“ von C. J. Daugherty ist der erste Band der „Night School“-Reihe. Am 09.01.2021 wurde die Reihe neu aufgelegt. Der erste Band in der Neuauflage heißt: „Night School 1. Du sollst keinem trauen“. Er hat 464 Seiten, kostet 18 € und hat die ISBN 978-3-7891-1452-6. Die Angaben beziehen sich auf das Taschenbuch (Night School 1. Du sollst keinem trauen | Verlagsgruppe Oetinger, zul. besucht 19.09.2021).

„Jungs sind wie Kaugummi – süß und leicht um den Finger zu wickeln“

von Kerstin Gier

„Sissi ist dreizehn, ziemlich frech, gnadenlos schlecht in Mathe – und unsterblich verliebt! Doch leider hat ihr Traumprinz nur Augen für ältere Mädchen „mit Erfahrung“. Also setzt sie Himmel und Erde und noch dazu ihren Sandkastenfreund Jakob in Bewegung, um sich a tempo gefühlsechte Informationen zum Thema zu beschaffen.“

Sissi ist chaotisch, rebellisch und schlecht in Mathe. Ein Nachhilfelehrer soll ihr dabei helfen, die Noten in Mathe wieder gerade zu biegen. Doch das wird zum Problem. Sissi verliebt sich Hals über Kopf und weiß gar nicht, wie das mit dem Küssen so funktioniert. Sie versucht so viele Informationen wie möglich zu sammeln. Als dann auch noch die neue Mitschülerin Alyssa auftaucht, die jedem Jungen den Kopf verdreht, wird es erst so richtig schwierig. Alles scheint kompliziert zu sein. Ob Sissi doch noch ihr Glück findet und das Chaos um sie herum beseitigen kann, musst du selbst herausfinden.

Die Geschichte um Sissi ist humorvoll und leicht geschrieben, sodass man schnell durchkommt. Das Buch eignet sich gut für zwischendurch, zur Entspannung oder als Abwechslung zu Büchern, die vom Wortschatz komplizierter sind. Sissi, eigentlich Elisabeth, hat einen eigensinnigen Charakter und bringt sich selbst in Schwierigkeiten, obwohl sie nur für Gerechtigkeit sorgen möchte. Das hat sie meiner Meinung nach sympathisch gemacht. Jeder Charakter, der in dem Buch auftritt, ist einzigartig und unterscheidet sich durch bestimmte Verhaltensweisen oder Sprachmuster. In der Geschichte wird die erste Liebe thematisiert und richtet sich daher eher an jüngere Leser. Aber auch älteren Leser kann die Geschichte gefallen, man sollte nur im Hinterkopf behalten, dass das Verhalten der Protagonistin ihrem Alter entsprechend gestaltet ist. Mit 13 Jahren denkt man doch anders als mit 18 oder älter. Wie schon gesagt, ist das Buch eine gute Abwechslung, welches sich innerhalb weniger Stunden lesen lässt. Ich möchte gar nicht näher auf den Inhalt, die Thematik oder die Charaktere eingehen, da ich sonst Angst habe, zu viel vom Inhalt zu verraten. Verzeih mir also bitte die Knappheit. Ich gebe dem Buch 3,5 von 5 Sternen.

„Jungs sind wie Kaugummi – süß und leicht um den Finger zu wickeln“ wurde von Kerstin Gier geschrieben und erschien 2014 im Arena Verlag. Es hat 200 Seiten, kostet 6,99 € und du kannst es unter der ISBN 978-3-401-50651-7 finden. Diese Angaben beziehen sich auf das Taschenbuch (Quelle: www.arena-verlag.de). Ich habe das Buch als e-book gelesen.

„Onyx – Schattenschimmer

von Jennifer L. Armentrout; Band 2

Da dies der zweite Band ist, solltest du zuerst „Obsidian“ lesen, da du dir sonst wichtige Handlungselemente verraten könntest.

„Seit Daemon Katy geheilt hat, sind sie für immer miteinander verbunden. Doch sind sie auch für einander bestimmt? Auf keinen Fall, findet Katy und versucht sich gegen ihre Gefühle zu wehren. Das ist allerdings gar nicht so einfach, denn Daemon ist nun fest entschlossen, sie für sich zu gewinnen. Dann taucht ein neuer Mitschüler auf – und mit ihm eine dunkle Gefahr. Katy weiß nicht mehr, wem sie trauen kann. Was geschah mit Daemons Bruder? Welche Rolle spielt das zwielichtige Verteidigungsministerium? Und wie lange wird sie Daemons enormer Anziehungskraft noch widerstehen können?

Seit Katy weiß, dass Daemon ein Alien und somit nicht von dieser Welt ist, schweben sie und die anderen Aliens immer öfter in Lebensgefahr. Auch weil sie unnatürliche Kräfte entwickelt, wird es für alle immer gefährlicher. Welche Rolle das Verteidigungsministerium dabei in dem Chaos spielt, dass sich um Katy abspielt, ist weder ihr noch Daemon so richtig bewusst. Der neue Mitschüler Blake wirkt im Gegensatz zu vielen anderen um Katy herum, äußerst normal, doch ist Daemons Gefühl, dass mit ihm etwas nicht stimmt, berechtigt? Wem kann sie noch trauen? Zusätzlich zu der ständig drohenden Lebensgefahr, spielen ihre Gefühle Daemon gegenüber verrückt. Als wenn es nicht schon kompliziert genug wäre…

Mir hat der zweite Band besser gefallen als der erste. Das liegt vor allem an der Tatsache, dass man die Grundidee kennt und sich jetzt neben der Hass-Liebe zwischen Katy und Daemon auch auf den Aufbau der Grundidee konzentrieren kann, etwas über das geschaffene Universum lernt und versteht, wie alles miteinander in Zusammenhang steht. Die Probleme und Risiken erkennt, aber auch die positiven Seiten des Grundgedanken lieben lernt. Ich konnte mich wesentlich besser in die Geschichte fallen lassen und die Protagonistin Katy bei ihren Abenteuern und Erlebnissen begleiten. Natürlich gibt es aber auch etwas, was mir nicht so gut gefallen hat. So zum Beispiel Katys Sturheit, nicht auf Daemon zu hören, wenn er ihr gesagt hat, dass er sich nicht sicher ist, ob es gefährlich wird, oder man einzelnen Personen trauen sollte. Andererseits kann ich Katy verstehen, die einfach selbst über ihr Leben bestimmen will und eigene Entscheidungen treffen wollte, statt vorgeschrieben zu bekommen, was sie zu tun und zu lassen hat. Negativ fand ich auch, dass sich Daemon ab und zu sehr kindisch verhalten hat, weil er eifersüchtig oder eingeschnappt war. Sein Verhalten, welches über einen längeren Zeitraum andauerte, hat meiner Meinung nach nicht zu seinem von sich selbst überzeugten Charakter gepasst, wie man ihn im ersten Band kennengelernt hat. Ich finde er hätte sich in diesen Situationen anders verhalten müssen. Im Gegensatz zu der Lovestory zwischen Katy und Daemon stehen die spannungsgeladenen Szenen, in denen die beiden entweder herausfinden wollen, was mit Daemons Bruder Dawson geschehen ist, was es mit Katys übernatürlichen Kräften auf sich hat, oder Szenen, in denen sie um ihr Leben kämpfen. Es war eine gute Mischung aus Spannung und Liebe. Und auch Katys Leidenschaft für das Bloggen und Lesen ist in diesem Band nicht zu kurz gekommen, anders als im ersten Band. Ich hatte das Gefühl, dass man in diesem Band Katys Leidenschaft für das Lesen und Bloggen näher erleben konnte. Insgesamt wurde diese mehr in die Geschichte eingebettet. Ich glaube jeder der Bücher liebt, versteht diese Leidenschaft, aber diese als ein Teil eines Charakters in einem Buch zu erleben, ist etwas anderes und ich finde man liest ein solches Buch auf eine andere Art und Weise. Ich beispielsweise hatte den Anspruch, dass einem diese Leidenschaft auch vermittelt wird, was mir wie gesagt im ersten Band gefehlt hat, in diesem Band jedoch ausreichend vorhanden war. „Onyx“ ist für mich ein gelungener zweiter Band und ich freue mich schon, mit dem nächsten Band erneut in die Welt der Aliens abtauchen zu können. Ich bewerte es mit 4 von 5 Sternen.

„Onyx-Schattenschimmer“ ist der zweite Band der „Obsidian“-Reihe von Jennifer L. Armentrout. Das Buch mit der ISBN 978-3-551-31615-8 erschien 2016 im Carlsen Verlag und hat mit Bonusmaterial um die 480 Seiten. Es kostet 14,99€.