„Die Kinder der Sonne“

von Bernhard von Muecklich, Band 1

„Man schreibt das Jahr 1400 vor Christus. Tarkon, der älteste Sohn einer angesehenen Familie, die mit Bernstein handelt, begibt sich auf eine gefährliche Reise in das Land der Pharaonen. Bernstein, auch das Gold der Ostsee genannt, wird zu jener Zeit im Mittelmeerraum mit Gold aufgewogen. Doch Tarkon hat noch ein anderes Ziel: Er will seinen als verschollen geltenden Vater suchen…“

Während seiner Initiation auf der heiligen Insel, erscheint Tarkon sein Geistbruder. Nachdem dann auch noch seine Freundin brutal ermordet wurde, entschließt er sich doch dazu, sich auf die lange und gefährliche Reise in den Süden zu machen. Dabei findet er nicht nur neue Freunde, sondern lernt auch eine neue Kultur kennen. Am Hofe des Pharaos wird er dann mit seinen Freunden Zeuge eines Komplotts gegen den neuen Pharao. Was der Mord, sein Geistbruder und das Komplott miteinander zu tun haben, müsst ihr selbst herausfinden. 😉

Das Buch spielt zur Zeit der Pharaonen, als die Völker aus dem Norden mit Bernstein handelten. In diesem Roman finden sich nicht nur historische Fakten, sondern auch kriminalistische Elemente. Mir hat es sehr gut gefallen, wie diese Elemente in dem Buch umgesetzt wurden. Obwohl es eine Menge an historischen Fakten gab, habe ich mich beim Lesen dennoch nicht überfordert gefühlt. Der Kriminalfall trug zu einer sehr guten Spannung während dem Lesen bei. Um es kurz zu fassen: Spannung und Wissenswertes gut aufeinander abgestimmt. Ich gebe dem Buch 5 von 5 Sternen.

„Die Kinder der Sonne“ ist der erste Band der vierteiligen Bernstein-Saga von Bernhard von Muecklich. Es erschien 2001 im Bastei Lübbe Verlag. Ich habe das Buch als E-Book. Du findest es unter der ISBN 978-3404145706.

„Mein Freund Tutenchamun Band 2: Grabräuber“

aus „Junger Pharao: drei Romane um Echnaton und Tutenchamun“

von Alfred Bekker; Band 2

„Die Abenteuer des zehnjährigen Herkos am Hof des jungen Pharao Tutenchamun“

Herkos und Tutenchamun sind Freunde, wenn auch zwei ungleiche Freunde. Tutenchamun ist Pharao der Ägypter und Herkos, Prinz eines kretischen Königs, eine Geisel im Palast. Herkos reist mit Tutenchamun in die Totenstadt, um an der Beisetzungszeremonie des kürzlich verstorbenen Wesirs der Stadt teilzunehmen. Beim Spazieren gehen in der Stadt bemerkt Herkos einen Stand, an dem Gegenstände verkauft werden, die denen aus der Grabkammer gleichen. Waren hier Grabräuber am Werk? Herkos und Tutenchamun begeben sich auf der Suche nach der Lösung in große Gefahr.

Mir hat das Buch von der Idee her gut gefallen. Das Buch spielt, wie „Im Schatten des Sonnengottes“ und „Mein Freund Tutenchamun Band 1: Falsche Mumien“ in Ägypten zu der Zeit um Echnaton und Tutenchamun. „Grabräuber“ ist das dritte Buch aus dem Sammelband. Auch in diesem Buch bekommt man Informationen zu der ägyptischen Glaubenswelt und den Bräuchen. Wenn man diesen Band im Anschluss an die beiden vorhergehenden Bücher liest, erhält man dieselben Informationen nun schon zum dritten Mal. Das kann nervig sein, weshalb ich empfehle, die Bücher mit großem Abstand zu den anderen zu lesen. Ansonsten hat mir die Geschichte von ihrer Idee her gut gefallen, auch wenn ich sie für ziemlich kurz und zusammenfassend empfunden habe. Beim Lesen hat es sich für mich angefühlt, als würde ich eine knappe Zusammenfassung eines eigentlich ausgeschmückten Kriminalromans mit historischen Hintergründen lesen. Ich gebe diesem Buch 3 von 5 Sternen, da es sich gut für zwischendurch eignet, man es aber nicht unbedingt in direktem Zusammenhang mit den anderen beiden Büchern lesen sollte.

„Mein Freund Tutenchamun Band 2: Grabräuber“ ist zusammen mit „Im Schatten des Sonnengottes“ und „Mein Freund Tutenchamun Band 1: Falsche Mumien“ in „Junger Pharao: drei Romane um Echnaton und Tutenchamun“ von Alfred Bekker 2017 als Self Publisher (CassiopeiaPress) erschienen. Du kannst das Buch unter der ISBN 978-1520361079 finden.

„Mein Freund Tutenchamun Band 1: Falsche Mumien“

aus „Junger Pharao: Drei Romane um Echnaton und Tutenchamun“

von Alfred Bekker; Band 1

Die Abenteuer des zehnjährigen Herkos am Hof des jungen Pharao Tutenchamun.

Staub wirbelte hoch. Pferde wieherten laut auf, und Herkos sah den Streitwagen auf sich zu rasen. Die Pferde schienen vollkommen außer Kontrolle geraten zu sein. Der zehnjährige Junge stand da und für einen kurzen Moment war er wie erstarrt. Ein Schrei schrillte ihm entgegen. In der dichten Staubwolke, die den dahin rasenden Streitwagen umgab, war so gut wie nichts vom Wagenlenker zu sehen, außer einem Schatten. Der Wagen hob sich dunkel gegen die im Osten aufgehende Sonne ab und raste Richtung Westen. Der Westen – das war für die Bewohner Ägyptens ein anderes Wort für Totenreich. Denn im Westen ging die Sonne unter. Sie starb ebenso wie der Mensch, verschwand am Abend hinter dem Horizont und weilte dann in der Nacht im Totenreich, ehe sie am Morgen im Osten wieder aufging. Die Westlichen nannte man deshalb auch die Toten – und obwohl der zehnjährige Herkos kein Ägypter war und auch nicht an die Götter dieses Landes glaubte, wurde ihm nun, beim Anblick des Streitwagens doch ganz anders. Mit der aufgehenden Morgensonne im Rücken sah es nämlich fast so aus, als würde Osiris, der Herr des Totenreichs selbst, auf ihn zufahren. Herkos war schon lange genug in Ägypten, um all die Geschichten über Osiris gehört zu haben. Aber bisher hatte er immer an den Göttern seiner eigenen, fernen Heimat festgehalten und in den Legenden der Ägypter nur spannende Erzählungen gesehen. Osiris war ermordet worden und später wieder auferstanden – und nur durch diesen Mord war das Totenreich überhaupt entstanden, dessen Herr er seitdem war. Konnte es vielleicht sein, dass der Totengott gekommen war, ihn zu holen?

Herkos ist der Sohn des kretischen Königs und ist als Geisel am Hofe des Pharaos. Dort wird er in ägyptischer Art unterrichtet. Als er eines Morgens am Nil spazieren geht, wird er beinahe vom jungen Pharao Tutenchamun mit einem ägyptischen Streitwagen überfahren. Die beiden werden schnell Freunde, trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft. Schnell ist klar, dass der Streitwagen manipuliert wurde. Als es dann auch noch andere seltsame Vorkommnisse am Hofe des Pharaos gibt, beschließen die neuen Freunde der Sache auf den Grund zu gehen. Herkos begibt sich außerhalb des Palastes auf die Suche nach dem Täter.

Mir hat das Buch gefallen, da man erneut in die Welt der alten Ägypter eintauchen konnte und neben einem spannenden Kriminalfall auch etwas über die Zeit des Tutenchamun lernen konnte, obwohl über diese Zeit nur wenig bekannt ist. Auch wenn sich einige Informationen wiederholen, liest sich die Geschichte recht schnell und einfach und ist gut für zwischendurch. Schade fand ich, dass gehäuft Grammatik und Rechtschreibfehler auftraten. Dennoch gebe ich diesem Buch 3 von 5 Sternen.

„Mein Freund Tutenchamun Band 1: Falsche Mumien“ ist der zweite Roman aus Alfred Bekkers Buch „Junger Pharao: Drei Romane um Echnaton und Tutenchamun“ und ist 2017 als Self Publisher (CassiopeiaPress) erschienen. Du findest das Buch unter der ISBN 978-1520361079.